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Transaktionen, die Glück bringen

Finanzen, Geldscheine [Quelle: freeimages, Autor: v_hujer]

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Bei der Lecture 'Distressed M&A' von KPMG erhielt e-fellow Andre Einblick in den Ablauf einer Transaktion unter erschwerten Bedingungen. Und er erfuhr, warum japanische Unternehmen bei einer Übernahme manchmal freiwillig mehr bezahlen.

Titel und Thema der Veranstaltung:

"Distressed M&A - Transaktionen unter erschwerten Bedingungen" mit KPMG

Datum und Ort:

7. Juli 2011 in Frankfurt am Main

Teilnehmer und Unternehmensvertreter:

20 Studenten der Wirtschaftswissenschaften, des Wirtschaftsrechts sowie der Rechtswissenschaften, Referent Timo Klees, Manager Advisory bei KPMG, und zwei Mitarbeiterinnen aus der Personalabteilung.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe

Im e-fellows.net-Newsletter entdeckte ich eine Ankündigung zur Veranstaltungsreihe KPMG's Lecture. Besonders die Lecture zum Thema "Distressed M&A" interessierte mich, da ich mich in meiner Bachelorarbeit mit der Bewertung sanierungsbedürftiger Unternehmen befasse. Ich wollte die Sichtweise eines Praktikers dazu kennenlernen und Parallelen sowie Unterschiede zwischen Theorie und Praxis feststellen.

M&A-Prozesse bei KPMG und irrationale Kaufentscheidungen

Die Veranstaltung fand in einem Seminarraum des "Airport Conference Center" am Frankfurter Flughafen statt. Begrüßt wurden wir von Timo Klees, Manager im Advisory bei KPMG. Nachdem wir uns alle mit Kaffee und Keksen gestärkt hatten, stellte uns der KPMG-Manager einen typischen M&A-Prozess bei KPMG vor und erläuterte die Besonderheiten einer Transaktion unter erschwerten Bedingungen. Dabei erklärte er uns unter anderem die theoretischen Konzepte eines "Discounted Cashflow-Modells" und das Multiplikatoren-Verfahren zur Bewertung eines Unternehmens. Den meisten Studenten waren diese Modelle bereits bekannt – schön, dass man die Theorie aus der Uni direkt in der Praxis anwenden kann.

Der Berater gab uns einige amüsante Einblicke in Transaktionen mit Klienten, die er kürzlich betreut hatte. Wie sich zeigte, sind die Kaufentscheidungen eines Investors nicht immer rational. So bezahlte ein japanisches Unternehmen freiwillig einen höheren Kaufpreis, um die Glückszahl acht in der Übernahmesumme zu haben. Ähnlich verhielt es sich mit einem indischen Investor, der für seine Schwiegertochter eine bekannte deutsche Modemarke erwarb. Das zentrale Thema der Kaufpreisfindung und Unternehmensbewertung fand später Anwendung in einer Fallstudie.

Einstiegs- und Karrierechancen bei KPMG

Nach dem Fachvortrag präsentierten uns zwei Mitarbeiterinnen aus der Personalabteilung die Einstiegsmöglichkeiten bei KPMG. Neben dem klassischen Direkteinstieg stellten sie uns verschiedene Trainee-Programme aus den Bereichen Advisory und Audit vor. Wir erfuhren, dass KPMG großen Wert auf die Weiterbildung der Mitarbeiter legt. Wirtschaftsprüfer- und Steuerberaterexamina sowie Promotionen werden von KPMG gefördert. Zudem erhält jeder Neueinsteiger einen Mentor, der in fachlichen und privaten Belangen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht.

Fallstudie: Automobilunternehmen in der Krise

In der abschließenden Fallstudie sollten wir das im Vortrag erworbene Wissen anwenden. Fallstudienobjekt war das imaginäre deutsche Automobilunternehmen "LEPO", das sich in einer wirtschaftlichen und finanziellen Krise befindet. Für die Fallstudie wurden wir in vier Teams eingeteilt. Aufgabe war, aus einer Gruppe von Unternehmen die Firma auszuwählen, die wir in einem möglichen Verkaufsprozess von "LEPO" beraten würden. Den zweiten Teil der Fallstudie stellte die Kaufpreisermittlung dar. Unsere Gruppe teilte sich auf in ein Strategie-Team und ein Bewertungsteam. Das Strategie-Team wählte nach einer strategischen Analyse einen italienischen Autokonzern als passenden Käufer für "LEPO".

Ich gehörte dem Bewertungsteam an. Wir ermittelten den Kaufpreis von "LEPO" auf Basis einer Multiplikatoren-Bewertung. Dafür zogen wir EBIT- und Umsatzwerte vergleichbarer Unternehmen heran und kalkulierten Multiplikatoren. Der ermittelte Kaufpreis für "LEPO" lag nach unseren Berechnungen bei circa 10 Millionen Euro. Nach 20 Minuten präsentierte jede Gruppe ihre Ergebnisse. Das Feedback des M&A-Beraters zu unseren Kaufpreisempfehlungen war bei allen Gruppen überwiegend positiv.

Get-Together und Gespräche mit KPMG-Partnern

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein lockeres Get-Together in der KPMG Niederlassung THE SQUAIRE. Im Atrium fanden sich Studenten sowie einige Unternehmensvertreter bei Häppchen und Getränken zusammen. Ich hatte die Gelegenheit, mit zwei KPMG-Partnern ins Gespräch zu kommen und Fragen zum Unternehmen zu stellen. Neu für mich war, dass KPMG im Transaktionsbereich eines der Unternehmen mit dem größten Marktanteil in Deutschland ist. Gegenüber reinen Beratungsfirmen und Investmentbanken hat das Unternehmen vor allem den Vorteil, das gesamte Portfolio an Dienstleistungen anzubieten: Beratung vor, während und nach einer Transaktion.

Auf meine Frage nach dem Arbeitspensum eines M&A-Beraters bei KPMG antwortete ein Mitarbeiter, dass er seinem sozialen Umfeld in den heißen Phasen einer Übernahme vorher Bescheid gebe, dass er in nächster Zeit eher nicht für Aktivitäten zur Verfügung stehe.

Fazit

Für mich war es eine tolle Erfahrung, einen Tag lang in den Alltag eines M&A-Beraters reinzuschnuppern. Es ist sicher ein fordernder und anspruchsvoller Beruf, der Abwechslung und jede Menge spannende Themen bietet. Ich bekam einige neue Ideen für meine Bachelorarbeit, die ich in die Arbeit integrieren konnte. KPMG habe ich als sehr aufgeschlossenes und interessantes Unternehmen kennen gelernt. Im Advisory, und besonders in der Transaktionsberatung, könnte ich mir meine berufliche Zukunft gut vorstellen.

Studenten der Wirtschaftswissenschaften, des Wirtschaftsrechts, der Rechtswissenschaften oder sonstigen Interessierten kann ich die Veranstaltung weiterempfehlen. Wer sich für Unternehmensbewertung, M&A, Transaktionsberatung oder Unternehmensinsolvenzen beziehungsweise Unternehmenskrisen interessiert, erhält Einblicke in die Berufspraxis und lernt KPMG-Unternehmensvertreter persönlich kennen.

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Willst du mehr über unseren Partner KPMG erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

Kommentar (1)

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  1. Julia Büttner

    Übrigens - die Lecture geht in die nächste Runde. Themen, Termine und Anmeldung unter http://www.kpmg.de/careers/7677.htm !

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