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Gestatten - ich rette Ihre Bank

BWL, Business, Geschäftsmann [Quelle: freeimages, Autor: CELALTEBER]

Quelle: freeimages, CELALTEBER

Beim Event 'Face-to-Face mit KPMG' diskutierte Kevin die 'Neuen Anforderungen an das Risikomanagement von Banken' und erprobte das Berater-Dasein.

Titel und Thema des Events

Face-to-Face mit KPMG: "Vertrauen ist gut, Aufsicht ist besser – Neue Anforderungen an das Risikomanagement von Banken"

Datum und Ort

13.01.2012,  KPMG-Niederlassung in Berlin

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

Etwa 30 e-fellows.net-Stipendiaten und Praktikanten von KPMG nahmen am "Face-to-Face" teil. Die Referenten Marco Lenhardt,  Klaus Ott (beide Consulting Financial Services), Dirk Auerbach (Audit Financial Services) und Katja Wissen (Recruiting) moderierten die Veranstaltung.

Sensibilisert durch zwei Praktika in Banken beobachte ich täglich die Auswirkungen der verschärften Kapitalanforderungen von Basel III an die europäischen Banken. Um diese wirksam umzusetzen, können die Banken nur zwischen zwei grundlegenden Taktiken wählen: Entweder man erhöht das harte Kernkapital auf der Passivseite oder man reduziert die Risikoaktiva. Hybridlösungen belasten nicht nur den Unternehmenswert, sondern verursachen eine große Unsicherheit im kreditabhängigen Mittelstand, dem Leistungsmotor Deutschlands.

Mir stellt sich deshalb die Frage: Regulieren wir die Banken nicht zu stark? Schließlich kommt es nicht auf die Anzahl der Regulierungen an, sondern auf ihre Qualität. Und die Banken sind der finanzielle Grundstein einer prosperierenden Wirtschaft.

Banken – was sie dürfen

An diesem sich ständig ändernden Markt benötigt ein Kreditinstitut Beratung bei der Zusammenstellung seiner Bilanz. KPMG - ein anerkannter Abschlussprüfer von 17 der 30 DAX-Unternehmen - ist da Experte. Das Event "Vertrauen ist gut, Aufsicht ist besser …" bot mir die Möglichkeit, mich in einem professionellen Umfeld über die Handlungsspielräume von Banken zu informieren.

Warum die Basels scheiterten

Erst stellten sich die Referenten vor, dann ging es los mit der ersten Präsentation über die Auswirkungen von Basel III. Wir erfuhren, warum die Vorläufer von Basel III in der Finanzkrise so kläglich scheiterten. Und woraus sich die Ziele des neuen Regelwerkes ableiteten: Die geänderte Eigenkapitaldefinition, die neuen Liquiditätsstandards und die Einführung einer Leverage-Ratio bei Banken. Vor allem aber behandelten wir die Konsequenzen für die Geschäftsmodelle, für die Organisation und innerbetrieblichen Prozesse bis hin zur IT-Implementierung - und deckten so alle für eine Bank bedeutsamen Felder ab.

Die Handlungsoptionen und deren Auswirkungen auf die Rentabilität einer Bank waren dabei von zentraler Bedeutung. Sie sollten uns gleich genügend Input für die kommende Fallstudie geben.

Die Antwort auf die Finanzkrise

Nach dem ersten Vortrag diskutierten wir die Antwort auf die Finanzkrise: das Banken-Restrukturierungs-Gesetz. Wir kamen zu dem Schluss, dass Regulierungen eine Bankeninsolvenz nicht verhindern dürfen, sondern sie vielmehr ermöglichen müssen. Offensichtlich ein Manko - betrachtet man die aktuelle politische Diskussion in Europa.

Eingemachtes und Mittagessen

Beim Mittagessen konnten wir uns besser kennen lernen und die Mitarbeiter von KPMG zu Praktika oder Jobeinstieg  befragen. Dann ging es ans Eingemachte: Eine 90-minütige Fallstudie.

Gestatten – Ich rette Ihre Bank

Wir sollten in Teams von je fünf Personen als KPMG-Berater einem fiktiven Bank-Vorstand eine Präsentation liefern: Wie kann die Bank ihr Kernkapitalziel erreichen? Der Vorstand wurde von den Referenten gespielt. Wir mussten Sofortmaßnahmen des Vorstands bewerten und neue Handlungsoptionen vorstellen, mit denen das Unternehmen seine Ziele erreichen kann. Wer hier am Vormittag aufmerksam gewesen war, konnte einiges davon in der Präsentation verwenden.

Cool bleiben in Beratungsgesprächen

Trotzdem - die berühmten "rauchenden Köpfe" blieben nicht aus. Die Referenten verstanden es, selbst gut vorbereitete Präsentatoren ins Schwitzen zu bringen. Mit Recht – schließlich spiegelt genau das die Situation eines Beraters im Kontakt mit Vorständen wider: Kritische Fragen, überspringen von Präsentationsaspekten - all das darf einen Berater nicht aus der Ruhe bringen. Deshalb war die Fallstudie besonders lehrreich. Sie stellte ein typisches Beratungsgesprächs dar.

Was bietet KMPG als Arbeitgeber?

Danach wurde es wieder entspannter: Wir bekamen Informationen zu KPMG, den Geschäftsbereichen Audit, Advisory und Tax, aber auch zu einer Karriere im Unternehmen. Interessant war, dass KPMG in Bezug auf das Studium keine starren Kriterien ansetzt. Vielmehr muss die Persönlichkeit und Lernbereitschaft einer Person zum Unternehmen passen – eine gesunde Einstellung. In lockerer Atmosphäre wurden diese Themen im abschließenden "Get-together" mit den Unternehmensvertretern vertieft.

Mein Fazit

Wer eine Veranstaltung von KPMG besucht, merkt schnell, warum viele renommierte Unternehmen auf die Expertise von KPMG vertrauen. Das detaillierte Wissen, mit dem alle Unternehmensvertreter an diesem Tag glänzten, ist nicht nur im Tagesgeschäft der Schlüssel zum Erfolg. Das unterschied das Event auch deutlich von den in der Finanzbranche sonst üblichen Analysten-Statements zu den neuen Kapitalmarktregeln.

Die hohe Fachkenntnis und die Professionalität der Berater zeigte sich während des gesamten Tages. Das Event war es hervorragend organisiert. Die Fallstudie war fordernd. Dass man von einem solchen Tag nicht alles Wichtige behalten kann, ist bedauerlich. Umso hilfreicher war deshalb eine Mappe, die alle Folien der Präsentationen enthielt.

Wem ich die Veranstaltung empfehle

"Face-to-Face mit KPMG" kann ich jedem empfehlen, der mit dem Gedanken spielt, später in einer Unternehmensberatung, als Wirtschaftsprüfer oder als Steuerfachmann zu arbeiten. KPMG bietet in allen drei Bereichen interessante Möglichkeiten mit den unterschiedlichsten Anforderungsprofilen. Generell rate ich allen, die sich für ein bestimmtes Wirtschaftsthema - zum Beispiel die Kapitalmarktregeln - interessieren, zu recherchieren, ob KPMG nicht ein passendes Event anbietet.

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Kommentar (1)

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  1. Stefan Wehmeier

    Keine sinnfreie politische Ideologie kann die “Finanzkrise” (korrekt: beginnende globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes) auch nur ansatzweise verstehen oder gar beenden. Hat überhaupt jemand “Schuld” an der gegenwärtigen Situation? Nein. Denn alle heute “Verantwortlichen”, deren gesamte Gedanken- und Vorstellungswelt, sofern es um das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne geht, sich aufgrund einer bis heute bestehenden Programmierung des kollektiv Unbewussten voll und ganz auf das zivilisatorische Mittelalter (Zinsgeld-Ökonomie) beschränkt, können aus ihrer jeweiligen “gesellschaftlichen Position” heraus gar nicht wissen, was sie tun. Noch viel weniger können sie auch nur erahnen, was konkret unternommen werden muss, um die Marktwirtschaft vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus zu befreien und damit die uralte Soziale Frage zu lösen: http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

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