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Schrippen und schwarze Schafe

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Handwerker auf einen Klick: Die Internet-Plattform MyHammer verbindet die traditionelle Handwerksgilde mit modernem Online-Marketing. Beim MyHammer-Info-Tag hat e-fellow Lisa einiges über die Herausforderungen und Chancen dieser Kombination erfahren.

"Ein Blick hinter die Kulissen", das war das Motto des MyHammer Info-Tages, den e-fellow Lisa im Zuge ihres Praktikums miterlebte. Aktionäre, Handwerker und Pressevertreter haben bei dieser Veranstaltung durch Vorträge, Präsentationen und persönliche Gespräche einen Einblick erhalten, wie MyHammer funktioniert.

Datum und Ort der Veranstaltung

26. August 2010 im Berliner "ewerk"

Warum ich teilgenommen habe

Im Juli ist mir im e-fellows.net-Newsletter eine Praktikumsausschreibung aufgefallen: MyHammer sucht ab sofort einen Praktikanten im Marketing. Da ich bisher keine Vorstellung von der Arbeit eines Online-Unternehmens hatte, war ich neugierig. Ich bewarb mich und wurde zum Interview eingeladen. Gleich der erste Eindruck hat mir gefallen: Nicht nur, dass das Unternehmen seinen Sitz im Herzen von Berlin hat, auch die "inneren Werte" waren überzeugend.

Das Gespräch mit Anita, Managerin Human Resources, und Julia, Head of Business Development (meiner späteren Chefin), verlief in freundlicher Atmosphäre und die Tätigkeit klang interessant. Und ich hatte Glück: Zwei Wochen später begann ich mein sechsmonatiges Praktikum.

Der Infotag: Internet und Handwerk

Ein besonderes Event während meines Praktikums bei MyHammer war in diesem Sommer der Info-Tag. Die Vorbereitungen liefen einige Wochen und auch unsere Abteilung wurde eingespannt: Einem Kollegen von mir wurde die Aufgabe übertragen, einen Teil der Veranstaltung, die Podiumsdiskussion, zu filmen.

Die Veranstaltung wurde mit der Begrüßung durch den Vorstand eröffnet. Danach gab es Vorträge über Neuheiten und Arbeitsweisen bei MyHammer. In kleinen Gruppen wurden die Besucher durch das Unternehmen geführt und die einzelnen Abteilungen vorgestellt. Anschließend begann die Diskussion zum Thema "Fluch oder Segen – was bringt das Internet dem Handwerk?". Podiumsgäste aus dem Handwerk und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit diskutierten mit dem Vorstandsvorsitzenden der MyHammer AG Markus Berger-de León.

Feedback von den Kunden

Besonders interessant war für mich das Feedback der Besucher aus dem Handwerk zu MyHammer. Den ganzen Tag arbeite ich für das Online-Portal und frage mich ab und zu, was beim Kunden gut ankommt und was nicht. Daher war es sehr motivierend zu erfahren, dass die eingeladenen Handwerker voll und ganz von der Unternehmensidee überzeugt sind.

Für sie bedeutet die Plattform eine Erleichterung: Aufwändige Schreibarbeit und das Durchwälzen von Anzeigern nach Aufträgen entfallen. Auch der Vorwurf, MyHammer würde Preis-Dumping unterstützen, wurde entkräftet. "Wir sind oft die Teuersten", sagt Elvira Schulz aus dem Fliesenleger-Meisterbetrieb und sie bekommen trotzdem in den meisten Fällen die Aufträge.

Nicht mehr schwarze Schafe als anderswo

In Bezug auf die Schwarzarbeit wurde der Schluss gezogen, dass im Internet nicht mehr davon zu finden ist als anderswo. Überall gibt es schwarze Schafe, das Internet bietet jedoch eine hohe Transparenz, da alle Vorgänge dokumentiert werden. Abschluss der Veranstaltung war das Get-together mit passender Verköstigung: belegte Schrippen und ein erfrischendes Bier. Etwas Anderes würde auch nicht in mein Bild dieses lockeren, bodenständigen Unternehmen und seinen Stakeholdern passen.

Fazit: Blut geleckt für die Arbeit im Marketing

Das Praktikum bei MyHammer macht mir sehr viel Spaß, und der Infotag war ein Highlight. Ich finde es interessant wie das Alltagsgeschäft bei Online-Unternehmen aussieht und welche Probleme von Bedeutung sind. Online-Marketing sollte inzwischen für jedes Unternehmen einen angemessenen Stellenwert besitzen. Dennoch werde ich mich bei der Jobsuche nach Praktikum und Masterarbeit überwiegend bei Unternehmen mit "echten" Produkten bewerben. Der reine Online-Markt ist mir persönlich zu schnelllebig, risikoreich und unübersichtlich. Jedem, der die Arbeit mit immer neuen Herausforderungen in einem jungen, offenen Online-Unternehmen schätzt, kann ich MyHammer als Arbeitgeber empfehlen.

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Kommentare (2)

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  1. Lindner

    My Hammer hat schon wieder neue Regelungen erfunden. Man kann nun bei allen Aufträgen mitbieten, die Grenzen sind nach oben offen, was man jedoch nicht mehr erhält sind die Kontaktdaten, um den Kunden schon vorab anzurufen und evtl. Unklarheiten zu besprechen. Möchte ich das als Auftragnehmer? Nein Ich möchte schon vorher wissen, für wen ich meinen Auftrag abwickel. Das geht nun wieder mal auf Kostne der Auftragnehmer.

  2. Werner Möhring

    ...bin leider inzwischen auch zu der Ansicht gekommen, dass MyHammer ziemlich wenig bringt. Habe einen Businessvertrag, der teuer ist, aber bei weitem nicht das zurück gibt, was man reinsteckt. Durch die neue Regelung, dass nun jeder unabhängig von den Bietsummen anbieten kann, ist der Vertrag nun schon überhaupt nicht mehr sein Geld wert (vorher konnte man nur Angebote bis zu einer bestimmten geringen Summe bebieten). MyHammer argumentiert, dass solche Funktionsänderung kein Vertragsbestandteil sei, somit also nicht zu einem außerordentlichen Kündigungsrecht berechtige. Abgesehen davon: Was ist MyHammer für eine Auftraggeber-/Unternehmer-Kultur? Gute Arbeit muss ihr Geld wert sein und nicht durch Unterbieterzockerei erhascht werden. Werner Möhring "Medienbär" Hamburg

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