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Wenn der Grünschnabel vom alten Hasen lernt

Jura Paragraphenzeichen Paragraph Hand LL.M. (© fotolia.com - vege)

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Eigentlich steht Maxi noch ganz am Anfang ihrer Juristen-Karriere. Ihr Studium hat erst vor ein paar Wochen begonnen, trotzdem lässt sie sich schon von ganz oben coachen – von ihrer Mentorin Dr. Lucina Berger. Bei ihr bekommt sie wertvolle Tipps und Antworten auf Fragen, für die ihre Professoren schon gar keine Zeit mehr haben. Außerdem verbindet die zwei mehr als gedacht – von Tübingen bis nach Yale.

"Erste Kontakte in die Wirtschaft noch vor Studienende. Einblicke ins Unternehmen. Einstiegschancen, die der freie Markt oft nicht bietet. Individuelle Karriereberatung" – das verspricht das Mentorenprogramm. Ehrlich gesagt, "vor Studienende" befand ich mich nicht wirklich. Ich hatte im August gerade seit drei Monaten das Abi in der Tasche, und hatte danach zwei Monate als Praktikantin in einer Wirtschaftskanzlei gearbeitet. Nun wartete ich auf die letzten Unizu- oder auch Absagen. Viele mögliche Mentoren gaben ganz begründet an, grundsätzlich eher an Mentees aus höheren Semestern interessiert zu sein – nicht gerade beste Chancen für mich als angehender "Ersti".

Jetzt oder nie!

Dennoch, irgendwie hörte sich das Mentorenprogramm gut und vielversprechend an. Ich war hin und hergerissen: Bewerben, nicht bewerben? Als dann jedoch ein paar Tage später die Absage meiner Traumuni im Briefkasten lag, war mein Entschluss klar: Jetzt traue ich mich einfach! Eine weitere Absage mehr oder weniger macht jetzt auch nichts mehr aus. Und ich drückte auf "Bewerbung absenden".

Gemeinsamkeiten von Tübingen bis nach Yale

Ich bewarb mich bei Frau Dr. Lucina Berger von Hengeler Mueller. Unter den möglichen Mentoren erschien sie mir sofort sympathisch – vielleicht auch deshalb, weil sie mit eine der jüngsten Mentoren aus den Kanzleien ist, auch gerne klassische Literatur liest und in meiner Geburtsstadt Tübingen promoviert hat. Außerdem arbeitet sie im Gesellschaftsrecht, wofür auch ich in meinem Praktikum Feuer gefangen habe. Am meisten hat mich beeindruckt, dass sie ihren LL.M. an der Yale Law School gemacht. Die Entscheidung für sie war mir also nicht schwer gefallen.

Die perfekte Geburtstagsüberraschung

Nervöses Zittern die nächsten Wochen über; mein E-Mail-Postfach will und will sich einfach nicht mit der entscheidenden Nachricht füllen. Einmal frage ich bei der Kanzlei nach dem derzeitigen Bewerbungsstand. Weiteres Zittern. Mitte September bekomme ich dann endlich die erlösende Nachricht von meiner künftigen Mentorin Lucina, dass ich es geschafft habe – abends an meinem 19. Geburtstag. Die perfekte Überraschung.

Vorfreude einer Schneekönigin

Ein paar Tage später ruft mich Lucina an; ihre Stimme hört sich schon mal sehr nett an. Wir vereinbaren einen allerersten Kennenlerntermin zum Mittagessen. Ich kaufe in Heidelberg mein Zugticket und freue mich wie eine Schneekönigin auf meinen Tag in Frankfurt. Seit meinem Kanzleipraktikum im Juni bin ich nicht mehr in Frankfurt gewesen und sehne mich wieder nach dem Main, der Alten Oper und dem Bankenviertel.

Bewaffnet mit Kaffee und BGB zur Hausnummer 24

Mitte Oktober steige ich morgens um 8 Uhr in den IC in Heidelberg, plane ein paar Stunden extra mit ein; auf gar keinen Fall will ich zu spät kommen. Ich komme rechtzeitig und streife mit einem Kaffee in der Hand und meinem BGB-Lehrbuch durch den Park hinter der Alten Oper. Inzwischen bin ich exakt drei Wochen an der Uni und bastle an meinen ersten Gutachten. Die Bockenheimer Landstraße finde ich nicht sofort – ich laufe mehrmals in die andere Richtung und bin dann doch mächtig in Hektik, bis ich vor der Hausnummer 24 stehe.

Lockere Mentorin mitten im Großkanzlei-Stress

Aufgeregt fahre ich mit dem Aufzug etliche Stockwerke hoch zum Empfangstresen von Hengeler Mueller. So aufgeregt, dass ich selbst die einladende weiße Couch auslasse. Und um dann zu merken, dass sämtliche Nervosität völlig unbegründet war. Lucina ist nett, offen, locker und entspannt – ganz anders, als man es vielleicht manchmal von dem hektischen Alltag in einer Großkanzlei erwarten würde. Nach einer kurzen Begrüßung mache ich mich mit meiner Mentorin auch schon auf den Weg in Richtung Mittagessen zu einem kleinen netten Italiener um die Ecke.

Zukunftsplanungen zwischen Pasta und Skyline

Und bei Pasta erfahre ich, dass auch Lucina vor dem Studium schon ihr erstes Großkanzleipraktikum gemacht hat, auch meistens bessere AG-Leiter in Zivilrecht als im Öffentlichen Recht hatte und bis zu ihrem Referendariat immer in verschiedenen WGs gewohnt hat. Danach geht es noch einmal kurz in die Kanzlei zurück in Lucinas Büro. Dank bodentiefen Fenstern kann man direkt über die Frankfurter Skyline schauen. Wir besprechen unsere Vorstellungen vom Mentorenprogramm: Zwei Mal im Jahr Treffen, bei Fragen kann ich jederzeit anrufen oder mailen. Am Ende von unserem ersten Mentoren-Mentee-Jahr wollen wir besprechen, ob unsere bisherigen gegenseitigen Erwartungen erfüllt worden sind.

Mein Wunsch: einen erreichbaren Ansprechpartner

Was kann man eigentlich von jemandem erwarten, der sich in seiner Freizeit freiwillig für einen engagiert? Das habe ich mich natürlich im Vorfeld auch gefragt. Für mich ist es super, jemanden zu haben, dem ich die ganzen Fragen stellen kann, die jeden Tag in der Uni auf mich einprasseln. Und der, anders als viele meiner Professoren, für mich tatsächlich erreichbar ist und sich ein bisschen Zeit für mich nehmen kann. Da ich mir gerade die Perspektive "Wirtschaftskanzlei" selbst gut vorstellen kann, hilft es, Erfahrungen aus erster Hand zu bekommen. Sei es, welche Sprache man am besten vertieft oder welchen Schwerpunkt man in Bezug auf eine mögliche Anwaltskarriere dort wählt. Kurz: Mein Wunsch ist es, einen tatsächlich erreichbaren Ansprechpartner zu haben.

Fester Platz an der Pinnwand

Dann ist das erste Treffen leider schon vorbei – bei so vielen neuen Eindrücken fielen mir in dem Moment natürlich auch keine Fragen mehr ein. Drei Tage später merke ich dann doch, dass ich noch etwas zu Kommentaren und juristischen Fachzeitschriften wissen wollte – und bin froh, dass Lucinas Visitenkarte inzwischen an meiner Pinnwand hängt.

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