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"Mainstream" und Schwarzlicht-Minigolf

Minigolf, Ball, Bahn, Hindernis [Quelle: freeimages.com, Autor: pxl666]

Quelle: freeimages.com, pxl666

Blick auf den Französischen Dom in Berlin, fußballverrückte Kollegen und ein eigener Tutor  – so lässt sich Aktienrecht doch auf angenehme Art vertiefen. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Hengeler Mueller bekam e-fellows.net-Stipendiat Jonas nach dem ersten Staatsexamen einen Einblick in den 'Mainstream'.

Herausforderung und Perspektive – das verspricht Hengeler Mueller interessierten Nachwuchs-Juristen auf der hauseigenen Karriere-Website. Das umschrieb ziemlich genau das, wonach ich mit Abschluss der Ersten Juristischen Prüfung suchte. Meine Entscheidung für eine wissenschaftliche Mitarbeit bei Hengeler Mueller zur Überbrückung der Zeit bis zum Referendariatsbeginn war deshalb schnell gefallen. Weniger als eine Woche nach Abschluss der mündlichen Staatsexamensprüfung unterschrieb ich einen Arbeitsvertrag im Berliner Büro von Hengeler Mueller. Die Tätigkeit war vorgesehen für vier Monate an vier Tagen die Woche, im Bereich des sogenannten "Mainstreams", bestehend aus Gesellschaftsrecht, Mergers & Acquisitions sowie Bank- und Kapitalmarktrecht.

Der zweite erste Eindruck

Ich habe mich bei Hengeler Mueller von meinem ersten Arbeitstag an willkommen gefühlt. Angekündigt durch eine bürointerne Rundmail, freundlich in Empfang genommen und durch das Büro geführt, verläuft der erste Tag in der neuen Arbeitswelt mit einem umfassenden Kennenlernen der Kollegen und einer noch umfassenderen Einführung durch die IT-Abteilung. Zur Mittagszeit besuchte ich dann ein Restaurant mit dem zugeteilten Tutor– also dem Associate, der einem in den nächsten Tagen und Wochen für alle Fragen erster Ansprechpartner ist.

Die enge doppelte Anbindung sowohl an einen Partner der Sozietät als auch im Besonderen an einen Associate als Tutor hat das Einfinden in die Abläufe der Kanzlei ungemein erleichtert. Hinzu kam, dass mir die Kanzlei aus einem vorhergehenden studienbegleitenden Praktikum bereits bekannt war. Mein (zweiter) erster Eindruck der Kanzlei nach wenigen Tagen der Arbeit war entsprechend positiv. Ich wurde nicht nur freundlich aufgenommen, sondern fand auch ein optimales Arbeitsumfeld vor: stets hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen, die durch gemeinsame Mittagspausen bald nicht mehr fremd waren. Dazu eine sehr gut sortierte Bibliothek mit hilfsbereiten Bibliothekarinnen und ein helles sowie – für den Sommer nicht zu unterschätzen – klimatisiertes Büro mit Blick auf den Französischen Dom, der mit seinem Glockenspiel stündlich vernehmbar die eigene Zeiteinteilung unterstützte.

Wissenschaft und Praxis – ein zweigleisiges Unterfangen

Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Hengeler Mueller arbeitet oftmals zweigleisig. Zum einen bearbeitet er ein größeres wissenschaftliches Projekt, meist eine Veröffentlichung oder ein Projekt aus dem Knowledge Management, zum anderen widmet er sich der "Praxis", also der täglichen Mandatsarbeit. Optimalerweise entsteht hieraus ein wechselseitig bedingter Lerneffekt,  durch den man die bearbeiteten Rechtsgebiete schnell erschließt.

Ich wirkte im Wesentlichen bei der Erstellung der Neuauflage eines Handbuchs zum Aktienrecht mit und war daneben vor allem im Bereich des Aktienrechts in die vielfältige Mandatsarbeit eingebunden. So bewertete ich zum Beispiel vertragliche Risiken eines geplanten Unternehmenskaufes in einem Kurzgutachten, arbeitete an einem Schriftsatz im Rahmen eines Spruchverfahrens zu Fragen der Unternehmensbewertung mit oder prüfte rechtliche Ansprüche auf Auszahlung eines Kapitalüberschusses. Dabei wird Vorwissen in den Bereichen des "Mainstreams" nicht vorausgesetzt. Ausreichend ist vielmehr solides juristisches Handwerkszeug verbunden mit einer Neugier für wirtschaftliche Zusammenhänge sowie gute Kenntnisse der englischen Sprache. Beantworten kann man die meist sehr speziellen rechtlichen Fragen dann erst nach Einarbeitung und umfassender Recherche zu der Thematik.

Besonders positiv aufgefallen ist mir in diesem Zusammenhang das kollegiale Miteinander, nicht nur unter den Referendaren und wissenschaftlichen Mitarbeitern, sondern auch mit und unter den Associates. Eine interne Konkurrenz habe ich zu keinem Zeitpunkt bemerkt, vielmehr stand stets das bestmögliche Beratungsergebnis im Mittelpunkt des Bemühens. Die eigene Lernkurve ist steil – vor allem, weil man mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen arbeitet und ergänzend Feedback-Gespräche mit dem jeweils Mandatsverantwortlichen führt.

Die Arbeitszeiten: flexibel und fair

Schlussendlich darf in keinem Erfahrungsbericht über die Tätigkeit in einer Großkanzlei ein Absatz zu den Arbeitszeiten fehlen. Ich persönlich empfand die Arbeitszeiten für wissenschaftliche Mitarbeiter bei Hengeler Mueller als fair. Arbeitszeiten von mehr als zehn Stunden pro Tag waren bei mir eher die Ausnahme als die Regel. Dabei wurde uns die Möglichkeit gegeben, vor allem den wissenschaftlichen Teil der Arbeit in zeitlicher Hinsicht selbst zu strukturieren. Sofern es darüber hinaus mandatsbedingt zu Spitzenbelastungen kam, wurde auf Anregung des jeweils mandatsverantwortlichen Partners ein zeitlicher Ausgleich für diesen Sondereinsatz gewährt. Zusammenfassend lässt sich deshalb sagen, dass sich die Tätigkeit in fachlicher wie zeitlicher Hinsicht als die von mir gesuchte Herausforderung erwies. Eine Überforderung wurde von Kanzleiseite aber konsequent vermieden.

Teambuilding durch "Public Viewing"

Als Abrundung der Tätigkeit gab es ein flankierendes Rahmenprogramm, das sowohl der fachlichen Weiterbildung als auch dem sozialen Miteinander in der Kanzlei diente. Ersteres bezwecken vor allem die regelmäßig stattfindenden "Corporate Breakfasts" und "Gesellschaftsrechtlichen Erfahrungsaustausche", bei denen ein Partner oder fortgeschrittener Associate in ein Thema oder ein Urteil einführt. Ich kam zum Beispiel in den Genuss einer Einführung ins Bilanzrecht und in die transaktionsbezogenen Formerfordernisse, und ich lernte die Abwehrmöglichkeiten gegen feindliche Übernahmeangebote kennen.

Dem sozialen Miteinander dienen vor allem die Referendarabende, an denen aber auch die Associates teilnehmen. In lockerer Atmosphäre, in meinem Fall beim Schwarzlicht-Minigolf oder im Hochseilgarten, kann man einander besser kennenlernen. Das erleichtert den gegenseitigen Umgang auch im Büro merklich und mildert anfangs bestehende Hemmschwellen, zum Beispiel bei Nachfragen. Ein Highlight in diesem Zusammenhang war auch die eine oder andere Minute des "Public Viewings" der EM-Spiele im Videokonferenzraum eines doch ziemlich fußballverrückten Büros.

Fazit: Versprechen "mangelfrei erfüllt"

Ich habe für mich nicht nur wie beschrieben eine Herausforderung gefunden, sondern auch eine Perspektive entdeckt, namentlich ein aufkeimendes Interesse am Gesellschaftsrecht im Allgemeinen und am Aktienrecht im Speziellen, das ich im Rahmen einer Promotion vertiefen möchte. Insofern kann ich das eingangs gegebene Versprechen von Herausforderung und Perspektive für meinen Fall – ganz Jurist – als mangelfrei erfüllt betrachten und auf dieser Grundlage jeden nur ermutigen, die Kanzlei als wissenschaftlicher Mitarbeiter oder in anderer Position selbst kennenzulernen.

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