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Legal English und "Corporate Breakfast"

Buch, Weltkugel, Wörterbuch [Quelle: freeimages.com, Autor: lusi]

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Bei ihrem Praktikum in der Großkanzlei Hengeler Mueller in Düsseldorf konnte Kerry Ann in Rechtsgebiete hineinschnuppern, die sie vorher noch nicht kannte. Besonders gefallen haben ihr die wöchentlichen Corporate Breakfasts. Außerdem stellte sie fest, dass Kletterkenntnisse auch in einer Kanzlei von Vorteil sein können.

Der erste Tag in der Kanzlei

Am 23. Juli 2012 war es soweit: der erste Tag als Praktikantin in der Großkanzlei Hengeler Mueller. Beeindruckt von dem Benrather Karree, dem Gebäude der Kanzlei, ging es voller Erwartungen in die 5. Etage. In der Empfangshalle standen bereits die ersten Praktikanten. Insgesamt waren wir 15 Studentinnen und Studenten aus ganz Deutschland und sogar über die Grenzen hinaus. Die Personalreferentin Janine Teuchler begrüßte uns herzlich.

Nach einer Vorstellungsrunde und der Einführung von Dr. Blaum (Partner) lernten wir unsere Tutoren kennen. Jedem Praktikanten wurden zwei Associates als Tutoren zugeordnet sowie ein Partner. Danach bezogen wir erst einmal unsere Büros. Wir saßen immer zu dritt oder zu viert in einem Raum, wodurch es deutlich einfacher war, die anderen Praktikanten näher kennenzulernen. Nach einer Führung durch das Gebäude sind wir jeweils mit unseren Tutoren essen gegangen – eine gute Möglichkeit, sie in lockerer Atmosphäre kennenzulernen.

Später gab es noch eine Einführung in die Bibliothek, damit wir uns in den nächsten Wochen zurechtfinden würden. Auch das umfangreiche Informationsmaterial erleichterte uns die Orientierung, denn am Anfang verläuft man sich in dem großen Gebäude garantiert häufiger. Insgesamt war es ein spannender erster Tag, an dem wir zunächst einmal die Kanzlei und unsere Kollegen kennenlernen konnten.

"Corporate Breakfast" und Legal English

Etwa einmal die Woche hatten wir ein sogenanntes "Corporate Breakfast". Dort haben verschiedene Partner bei Kaffee, belegten Brötchen und Croissants über verschiedene Tätigkeiten in der Kanzlei referiert und uns einen ersten Einblick in fremde Rechtsgebiete ermöglicht. Ich persönlich hatte vorher, genau wie die meisten anderen Praktikanten, noch kein Gesellschaftsrecht in der Uni, sodass die Corporate Breakfasts wirklich hilfreich waren. In den rund zweistündigen Veranstaltungen lernten wir, wie eine Übernahme nach dem WpÜG abläuft oder Gesellschaften umstrukturiert werden.

Zum Programm gehörte auch der wöchentliche Englischunterricht. Die Teilnahme war freiwillig, doch die meisten von uns haben das Angebot gerne angenommen. Wir haben gelernt, wie wir Mandantengespräche führen, fachspezifische Briefe schreiben und natürlich auch unseren "Legal English"-Wortschatz erweitern.

Unser Unternehmenskauf

In einer Fallstudie zeigten uns Dr. Holger Kleinhenz (Associate) und Dr. Daniel Möritz (Associate), wie ein Unternehmenskauf funktioniert. Statt Frontalunterricht zu bekommen, haben wir Praktikanten selbst einen fiktiven Kauf eines Computerunternehmens durchgeführt. In Teams vertraten wir jeweils die Käuferseite und haben eine Überarbeitung des Kaufvertrags entworfen. Durch die Fallstudie wurde uns vor Augen geführt, wie ein solcher Kauf in der Praxis funktioniert, wie die Unterlagen dazu aussehen und was man alles beachten muss.

Meine Tätigkeiten

Ich arbeitete während meines Praktikums vor allem an einem großen Projekt zum Thema Haftungsrecht mit. Dabei befasste ich mich hauptsächlich mit Fragen des allgemeinen Schuldrechts, über das ich bereits im Studium viel gelernt hatte. Ich lernte so, das Wissen aus der Universität in die Praxis umzusetzen, und habe am Verfassen einer Klageschrift mitgewirkt. Für meinen anderen Tutor habe ich spezielle gesellschaftsrechtliche Fragen recherchiert und musste oft feststellen, dass die Probleme der Praxis von der Literatur nicht beantwortet werden und deshalb Analogien notwendig waren, um die ausgefallenen Fragen zu beantworten. An einem Tag bin ich sogar nach Frankfurt gefahren, um dort bei der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) eine Angebotsunterlage abzugeben.

Danach habe ich noch das Frankfurter Büro von Hengeler Mueller besucht. Dort begrüßten mich freundlich die dortige Personalreferentin, Julia Frey, und die anderen Praktikanten. Vor allem der Ausblick aus dem 25. Stock über ganz Frankfurt hat mir gefallen, aber natürlich auch das gemeinsame Mittagessen mit den Frankfurter Praktikanten, bei dem ich mich mit ihnen austauschen konnte.

Social Events

Neben der juristischen Arbeit stellte Hengeler Mueller auch ein vielfältiges Freizeitprogramm auf die Beine. Bei einer Fahrradtour nach Kaiserswerth mit anschließendem Biergartenbesuch, im Rahmen des monatlichen Referendarstammtischs,konnten wir die Referendare und wissenschaftlichen Mitarbeiter besser kennenlernen. An einem anderen Abend kehrten wir nach einer Führung durch  die nordrheinwestfälische Metropole in einem traditionellen Brauhaus ein. In netter Atmosphäre konnten wir Fragen stellen und uns den einen oder anderen Ratschlag für die eigene Karriereplanung geben lassen.

Auch das Kletter-Event war ein Highlight. Hier stellten wir unsere Fitness und unsere Teamfähigkeit unter Beweis. Beim anschließenden Grillen haben wir den Tag schön ausklingen lassen. Bei den Social Events konnten wir in persönlichen Gesprächen mit den Anwälten eine ganze Menge über die Arbeit in einer Großkanzlei und ihre unterschiedlichen juristischen Werdegänge erfahren.

Neben den Social Events hatten wir auch die Möglichkeit, den hauseigenen Fitnessraum zu nutzen.

Die Arbeitsatmosphäre

Besonders gut gefallen hat mir die freundliche Arbeitsatmosphäre. Die Türen waren stets offen und ich hatte nie das Gefühl, unwillkommen zu sein. Im Gegenteil: Alle meine Fragen wurden ausführlich beantwortet und auch meine Aufgaben genau erklärt. Meine Tutoren haben sich nicht nur viel Zeit für die Beantwortung der Fragen zu meiner Arbeit genommen, sondern auch für alle meine allgemeinen Fragen im Hinblick auf den Anwaltsberuf und die Ausbildung.

Mein Fazit

Den lockeren Umgang bei Hengeler Mueller fand ich von Anfang an toll. Ich habe mich sofort als Teil des Teams gefühlt. Der enge Kontakt zu den Anwälten ermöglichte mir einen guten Einblick in die Arbeit eines Wirtschaftsanwalts einer international tätigen Sozietät.

Insgesamt kann ich mich nur noch einmal herzlich bei meinen Tutoren, Dr. Tobias de Raet und Dr. Dennis Schlottmann, dem mir zugeteilten Partner, Dr. Oliver Rieckers, und den Organisatoren des Praktikums für die interessante und spannende Zeit bei Hengeler Mueller bedanken. Ein Praktikum bei der Kanzlei kann ich wirklich nur jedem weiterempfehlen, der einen Einblick in eine Großkanzlei mit Charakter bekommen möchte.

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