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Kartellrecht und Fusionskontrolle

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Zusammen mit 28 anderen Juristen hatte e-fellow Jan Henning die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen einer der führenden deutschen Großkanzleien zu werfen - bei dem von Hengeler Mueller in Brüssel veranstalteten Workshop 'Kartellrecht und Fusionskontrolle'.

Titel der Veranstaltung

Workshop Kartellrecht und Fusionskontrolle

Datum und Ort

5. und 6. Mai, Standort der Kanzlei in Brüssel

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

29 Teilnehmer, Unternehmensvertreter von Hengeler Mueller: Dr. Alf-Henrik Bischke, Partner; Hannah Ehlers, Associate; Dr. Hendrik  Reffken, Associate; Dr. Markus Röhrig, Partner; Daniel Zimmer, Associate

Gestaltung des Workshops und Teilnahmemotivation

Das Kartellrecht spielt in der juristischen Ausbildung keine entscheidende Rolle. Von einigen Universitäten wird es allenfalls im Rahmen der Schwerpunktausbildung angeboten und abgeprüft. Dies steht meines Erachtens in keinem Verhältnis zur praktischen Relevanz des Kartellrechts bei der späteren Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt.

Ziel des Workshops war es natürlich nicht, diesem Mangel abzuhelfen, der in der juristischen Prüfungsordnung wurzelt. Vielmehr sollte es darum gehen, bei den Teilnehmern – die überwiegend ihre Erste Juristische Prüfung bereits absolviert hatten – Aufmerksamkeit und Interesse am Kartellrecht zu wecken. Der Teilnehmerkreis wurde von Hengeler Mueller dabei bewusst klein gehalten. Dies führte schnell zu einer sehr angenehmen Atmosphäre unter den Teilnehmern und ermöglichte es, während des Workshops jederzeit mit den beteiligten Anwälten Kontakt aufzunehmen.

Obwohl ich selbst durch mein Studium sowie meine jetzige Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand bereits einige Vorkenntnisse im Kartellrecht hatte, erhoffte ich mir, über den Workshop Einblicke in die praktische anwaltliche Tätigkeit im Kartellrecht zu gewinnen. Darüber hinaus war ich daran interessiert, mich bereits jetzt nach den beruflichen Perspektiven bei einer größeren wirtschaftsorientierten Kanzlei wie Hengeler Mueller zu erkundigen. Gerade in meinem jetzigen Ausbildungsstadium war der Workshop eine ideale Gelegenheit, die Möglichkeit auszuloten, die spätere Anwalts- oder Wahlstation im Referendariat in einem der Büros von Hengeler Mueller zu absolvieren.

Dawn raids und Kronzeugen – das Kartellverbot in der anwaltlichen Praxis

Der Workshop wurde eröffnet mit einer allgemeinen Einführung in das Kartellrecht. Danach standen am ersten Tag noch zwei weitere Themen auf dem Programm: Neben der Marktabgrenzung ging es um die anwaltliche Mitwirkung bei den sogenannten "dawn raids" der Kartellbehörden. Das sind Durchsuchungen bei verdächtigen Unternehmen "im Morgengrauen". Ein weiteres Thema war die strategische Inanspruchnahme von Kronzeugenprogrammen durch Kartellbeteiligte mit dem Ziel der Bußgeldreduktion. Gerade in diesem Teil des Workshops konnten uns die Anwälte von jeder Menge interessanter und teilweise erstaunlicher Vorgänge berichten, die sie in ihrer praktischen Tätigkeit erlebt haben.

Das Programm des ersten Tages wurde mit einem gemeinsamen Abendessen abgerundet. Hier bestand für alle Teilnehmer die Gelegenheit, mit den Anwälten von Hengeler Mueller in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.

Kartellrechtliche Fallstudien

Besonders interaktiv startete dann der zweite und letzte Tag des Workshops. Unsere Aufgabe war es nun, in zwei Fallstudien selbst kartellrechtliche Verhandlungen zum Thema Vertriebsabsprachen zu führen. Die Verhandlungsstrategie bereiteten wir zunächst in Kleingruppen unter Anleitung je eines Anwalts aus dem internationalen "Hengeler-Mueller-Best-Friends-Netzwerk" vor. Anschließend erörterten wir auf Englisch die Positionen mit den gegnerischen Parteien. Diese Fallstudien waren für mich der spannendste Teil. Es hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht, innerhalb des kartellrechtlichen Rahmens wirtschaftliche Argumentationen zu entwickeln und in der Verhandlungssituation spontan auf die Gegenseite zu reagieren.

Anschließend stellten die Anwälte noch einmal die berufliche Laufbahn bei Hengeler Mueller im Detail dar und gaben auch zu allen weiteren Fragen im Zusammenhang mit Einstellung und Beschäftigungsrahmen gerne Auskunft. Besonders hervorzuheben ist hier ein besonderes Kooperationsprogramm zwischen der Kanzlei und der Universität St. Gallen. Associates nehmen neben der Kanzleitätigkeit an diesem Fortbildungsprogramm teil und können dort Credit Points sammeln, die dann auf einen MBA angerechnet werden können.

Individuelle Gespräche

Das i-Tüpfelchen auf dem zweitägigen Workshop war die Gelegenheit zum Gespräch mit einem der Anwälte von Hengeler Mueller. Ich fand es bemerkenswert, dass sich in meinem Fall ein Partner sogar eine gute Stunde Zeit genommen hat, um alle meine noch offenen Fragen in vertraulicher und angenehmer Atmosphäre zu beantworten. Hier hatte man als Teilnehmer noch einmal eine sehr gute Gelegenheit, etwa die Frage nach Referendariatsperspektiven anzusprechen und sich darüber hinaus vertieft nach Arbeitsweise und Berufslaufbahn bei Hengeler Mueller zu erkundigen.

Fazit

Der Workshop war eine überaus gelungene Veranstaltung. Die Einbindung der Teilnehmer, das Engagement und die Offenheit der Anwälte und ganz besonders das persönliche Gespräch haben meine Erwartungen an eine Veranstaltung dieser Art deutlich übertroffen. Hengeler Mueller hat sich in den zwei Tagen als moderne und professionelle wirtschaftsrechtliche Sozietät präsentiert, die als Beratungsdienstleisterin natürlich die Interessen des Mandanten in den Vordergrund stellt, allerdings ohne dabei den Blick für den Lebensweg des einzelnen Mitarbeiters aus den Augen zu verlieren. Die Verbindung aus praxisbezogenem Einblick in die Welt des Kartellrechts und der Möglichkeit, die Kanzlei besser kennenzulernen, machte den Workshop für mich zu einem vollen Erfolg.

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