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Wie Frau den Lift-Talk meistert

Schachspiel (Quelle: freeimages.com,Autor: hifijohn)

Quelle: freeimages.com, hifijohn

Was können junge Juristinnen vom Schachspiel noch lernen? Beim Karriere-Workshop für Frauen in Frankfurt bekam e-fellow Eva-Marie die Antwort. Die Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller zeigte der Stipendiatin, wie man richtig Hände schüttelt, was Schach und Kommunikation gemeinsam haben und wie man bei Verhandlungen sicher auftritt. Außerdem bewiesen erfolgreiche Anwältinnen, dass Karriere und Familie kein Widerspruch ist.

Titel und Thema der Veranstaltung

Karriere-Workshop für Juristinnen

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung

25.-26. Juni 2010, Büro von Hengeler Mueller in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

27 Studentinnen und Anwältinnen von Hengeler Mueller

Karriere ist weiblich?

Statistiken über den Anteil von Frauen in Deutschlands Führungsetagen verraten anderes. Was aber trennt kompetente Juristinnen von verantwortungsvollen Positionen? Der Workshop vermittelte einen Einblick in die Mechanismen der "gläsernen Decke" und Tipps zur Kommunikation und Präsentation für Frauen im Beruf. Der Workshop fand im Büro der Kanzlei Hengeler Mueller in Frankfurt statt. Das war eine gute Möglichkeit, hinter die Kulissen der Kanzlei zu spähen und im Gespräch mit Anwälten Informationen zu sammeln.

Großprojekt Familie

Freitagmorgen um 11 Uhr und strahlende Sonne über Frankfurts Skyline. Eine große Runde junger Juristinnen, meist zwischen Erstem und Zweitem Staatsexamen, sitzen in der Kanzlei. Der Workshop begann mit einer Einführung von Dr. Daniela Favoccia, Partnerin bei Hengeler Mueller. Dabei stellte sie die Kanzlei und den Karriereweg bis zum Partnerunternehmen vor. Außerdem erläuterte sie die Arbeitsweise und interne Struktur von Hengeler. Anschließend berichteten Frau Dr. Schwander, Senior Associate, und Frau Dr. Wolfrum, Associate, von ihrer Arbeit im Münchener Büro. Dabei erfuhren die Teilnehmerinnen auch, dass sich selbst Großprojekte im Kapitalmarktrecht dank Teilzeitmodell mit zwei Kindern gut bewältigen lassen. Hengeler Mueller passte plötzlich nicht mehr richtig in das stereotype Raster internationaler Großkanzleien. Hier präsentierten sich sympathische und authentische Anwältinnen, die mit großer Freude von ihrer Arbeit berichteten.

Was wir von der Dame im Schach noch lernen können

Danach hatte Marion Knaths, Kommunikationstrainerin und Gründerin des Hamburger Unternehmens sheboss, das Wort. In ihrem Vortrag erläuterte sie verschiedene Kommunikationsstile, wie man sie häufiger unter Frauen oder unter Männern antrifft. Dabei verriet sie Tipps aus eigener Erfahrung zur erfolgreichen Kommunikation im Beruf. Eine tragende Rolle hatte der Vergleich mit dem Schachspiel: Wie auf einem Spielfeld bewegen sich die Akteure im Unternehmen.

Schulterklopf-Symbolik

Die Kommunikation folge wie bei einem Spiel festen Regeln, erklärte Marion Knaths. Die Figur der Dame zum Beispiel verkörpere Stärken wie das konsequente Verfolgen des Wegs. Einzelne Gesprächsrituale wie ein Schulterklopfen betrachtete Knaths genauer und erklärte, es ginge dabei vordergründig um die Hierarchie zwischen den Gesprächspartnern. So wirken Bilder von Politikern wie Angela Merkel und Nicolas Sarkozy, die zur Veranschaulichung besprochen wurden, wie eine immergleiche Inszenierung auf der Bühne.

Wir spielen Bewerbung

Nach dem Mittagessen, zu dem sich einige Anwältinnen gesellten, ging es mit einer Übung zur Präsentation weiter. Ein Teil der Teilnehmerinnen bereitete eine fiktive Bewerbung vor, bei der sie mit drei Argumenten das fiktive Unternehmen überzeugen sollten. Anschließend wurden Rhetorik und Auftreten gemeinsam analysiert und besprochen. Frau Knaths ging auf die Präsentation jeder einzelnen Teilnehmerin ein und gab Tipps.

Konferenz-Knigge

Am späten Nachmittag simulierten die Teilnehmerinnen ein Meeting. Die Videoaufnahme davon wurde anschließend diskutiert. Frau Knaths erklärte typische Merkmale der gesehenen hierarchischen Kommunikation und gab Ratschläge für die Teilnahme am Verhandlungstisch. Was interessant war: Die Teilnehmerinnen waren sich darüber einig, dass als besonders kompetent wahrgenommen wurde, wer oft das Wort ergriffen hatte. Der Inhalt der Wortmeldung war nicht unbedingt entscheidend.

Lift me up: Gespräche im Fahrstuhl meistern

Selbstsicheres Auftreten konnten die Teilnehmerinnen zum Schluss noch beim Händedruck üben. Dabei wurde "Lift-Talk", ein kurzes Gespräch mit dem Vorgesetzten, wie es üblicherweise im Fahrstuhl stattfindet, geprobt. Nach dem Tagesprogramm gingen die Teilnehmerinnen zum Hotel, um nach einer kurzen Erholungspause zum Abendessen in ein italienisches Restaurant zu fahren. Dort gab es auf der Terrasse mit Apéritif Gelegenheit, mit Anwältinnen von Hengeler ins Gespräch zu kommen. Dazu saßen die Anwältinnen gut verteilt zwischen den Teilnehmerinnen.

Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung weiterempfehle

Insgesamt war der Workshop eine gelungene Veranstaltung, die nicht nur Aspekte der Kommunikation beleuchtete. Sie vermittelte auch neue Sichtweisen auf vertraute Verhaltensmuster und einen Einblick in die Kanzlei Hengeler Mueller. Geeignet war der Workshop für alle diejenigen, die das eigene Kommunikationsverhalten und seine Wirkungen genauer analysieren wollten.

Wie Details das Auftreten verändern

Verblüffend war, welchen Effekt gerade die Details hatten, auf die Frau Knaths aufmerksam machte. Außerdem vermittelte die Kanzlei ein gutes Bild der Arbeitsweise und Karrieremöglichkeiten. Wer sich einen Eindruck von Hengeler Mueller verschaffen wollte, war hier genau richtig: Die Anwältinnen beantworteten Fragen in den Pausen und beim Abendessen nach dem Workshop.

Gestärkt mit guten Tipps für ein kompetentes Auftreten steht der nächsten Präsentation und dem Gespräch im Lift nun nichts mehr im Wege.

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Willst du mehr über unseren Partner Hengeler Mueller erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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