Partner von:

Gerichtsverhandlung für Vegetarier (4. Teil)

Salat Gemüse Vegetarier (Quelle: freeimages.com, kuwashima)

Quelle: freeimages.com, kuwashima

Das Ende des Frühjahrspraktikums naht und Elisabeth darf noch einmal an einer ganz speziellen Gerichtsverhandlung teilnehmen. Der Abschied wird den Praktikanten mit Wein und Antipasti versüßt und auch ein letztes Corporate Breakfast findet statt. Aber warum wird Elisabeth fast zur Vegetarierin?

Nun endet schon die vierte Woche und damit auch mein Praktikum bei Hengeler Mueller. In den letzten Tagen wurde es wieder deutlich turbulenter. Alles war dabei: eine Gerichtsverhandlung zur Marktabgrenzung für die Erfassung und Schlachtung von Schweinen, die Besprechung unserer Fallstudie und ein großes Abschiedsessen.

Die Woche startete mit der Besprechung der Fallstudie, die wir Frühjahrspraktikanten bearbeiten sollten, und unserer vorgeschlagenen Mark-Ups des Kaufvertrags. Dabei stellte sich heraus, dass unsere Ansätze nicht schlecht gewesen waren, allerdings gab es auch einige Punkte, die wir noch übersehen hatten.

Diskussionen über Schweineschlachtung

Weiter ging es mit einer ungewöhnlichen kartellrechtlichen Gerichtsverhandlung, zu der zwei Praktikantinnen aus dem Kartellrecht und ich die Anwälte begleiten durften. Es ging um die Frage der Marktabgrenzung im Schlachtbetrieb. Ich muss sagen, dass die Situation im Gerichtssaal für mich als Außenstehende zunächst recht bizarr wirkte. Drei Richter und die Anwälte der jeweiligen Parteien diskutierten mit ernster und sachlicher Miene über die Frage, ob der Markt für die Schlachtung von Sauen geografisch und sachlich getrennt von dem Markt für Schweineschlachtung betrachtet werden muss.

Insbesondere um die Frage der sachlichen Marktabgrenzung in der erforderlichen Tiefe erörtern zu können, wurden Details diskutiert, die mich gedanklich schon zur Vegetarierin werden ließen. Aber ich habe mir versichern lassen, dass sich Anwälte bei Hengeler Mueller doch eher selten mit diesen Themen beschäftigen.

Bewerbungstipps von der Recruiting-Expertin

Am nächsten Morgen stand das letzte Corporate Breakfast an. Allerdings wurde dieses Mal kein Rechtsgebiet vorgestellt, stattdessen bot Dr. Astrid Arndt, die bei Hengeler Mueller für das Recruiting und die Personalentwicklung verantwortlich ist, ein Bewerbungstraining an. Dabei lernten wir anhand von fiktiven Lebensläufen die "Dos und Don’ts" einer juristischen Bewerbung. Die Tipps, die sie uns gegeben hat, waren wirklich sehr aufschlussreich und werden mir bei den nächsten Bewerbungen bestimmt eine Hilfe sein.

Am Donnerstagabend stand dann der Abschied der Praktikanten bei Wein und Antipasti an, wozu die ganze Kanzlei eingeladen wurde. Es kamen wirklich viele Anwälte, wodurch der Abend eine nette Gelegenheit wurde, sich noch ein letztes Mal mit dem einen oder anderen auszutauschen. Der harte Kern der Gruppe, bestehend aus den Praktikanten und unserer Betreuerin, saß noch gemütlich bis Mitternacht beisammen. Mit dem Wissen, dass am nächsten Tag für die meisten von uns der letzte Praktikumstag sein würde, fiel es vielen schwer, sich loszueisen.

Ein letztes Mal im Büro

Dann stand schon der letzte Tag an, der ein einziges geschäftiges Treiben war. Die letzten E-Mails wurden verschickt, Tätigkeitsberichte ausgefüllt, Geschenke überreicht, Nummern und E-Mail-Adressen ausgetauscht und ein letztes Mittagessen mit unseren Tutoren stand auf dem Programm. Gegen 17 Uhr verließen wir dann (durchaus ein bisschen wehmütig) zum vorerst letzten Mal das Büro von Hengeler Mueller.

Rückblickend war das Praktikum bei Hengeler Mueller eine wirklich tolle Erfahrung, die ich jederzeit weiterempfehlen würde. Dazu beigetragen hat für mich in erster Linie die Atmosphäre in der Kanzlei, die ich - anders als bei einer Wirtschaftskanzlei erwartet - als sehr warmherzig und freundlich empfunden habe. Die Türen der Anwälte standen für uns Praktikanten immer offen. Ich wurde kein einziges Mal gebeten, später wiederzukommen, im Gegenteil nahm man sich immer selbstverständlich Zeit für uns Praktikanten, egal wie voll der Schreibtisch war.

Dazu war das vielseitige Praktikantenprogramm eine tolle Ergänzung zu der täglichen Arbeit mit den Tutoren. Besonders gut gefallen haben mir dabei die einzelnen Programmpunkte zu den verschiedenen Rechtsgebieten. Es ist toll, durch das Praktikum nicht nur einen Einblick in das Kartellrecht zu bekommen, wo ich hauptsächlich tätig war, sondern auch erste Grundkenntnisse im Gesellschaftsrecht, Öffentlichen Wirtschaftsrecht und im Bereich M&A gewonnen zu haben. Außerdem waren die Abendveranstaltungen eine super Gelegenheit, die Anwälte und Mitarbeiter in ungezwungener Atmosphäre besser kennenzulernen.

Vielen Dank, liebe Hengeler Muellers, für diese tolle Zeit!

Im ersten Teil ihres Tagebuchs berichtete Elisabeth von dem Start ihres Frühjahrspraktikums, im zweiten Teil von einer Verhandlung, die großes Medieninteresse weckt, und im dritten Teil von Aktennotiz und Unternehmensverkauf.

nach oben

Willst du mehr über unseren Partner Hengeler Mueller erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

Jobs, Praktika

und akademische

Stellen suchen

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren