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Eine Schachfigur als Vorbild für sicheres Auftreten

Ladies first - das war das Motto beim Karriereworkshop von Hengeler Mueller. Eine Kommunikationstrainerin erklärte den Nachwuchs-Juristinnen, wie erfolgreiche Männer kommunizieren und was sie selbst tun können, um als Frau in einer internationalen Wirtschaftskanzlei erfolgreich zu sein.

Am 8./9. Juli 2011 fand die Veranstaltung "Ladies First – Karriereworkshop für Juristinnen" in Düsseldorf statt, zu der die Kanzlei Hengeler Mueller ca. 30 Nachwuchsjuristinnen eingeladen hatte.

Trotz hoher Zahl sehr gut qualifizierter Absolventinnen sehen immer noch weniger Frauen als Männer ihre berufliche Zukunft in einer Wirtschaftskanzlei. Gerade in den Führungspositionen besteht noch Nachholbedarf: Bei Hengeler Mueller liegt der Frauenanteil unter den angestellten Anwälten zwar mittlerweile bei rund 37 Prozent; aktuell gibt es aber nur 3 Partnerinnen (von rund 90). Anlass genug also zu einem "Karriereworkshop" speziell für Absolventinnen.

Neben der Herausforderung Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, erweist es sich gerade für Frauen häufig als schwierig, ihre Kompetenz wirksam darzustellen und entsprechend wahrgenommen zu werden. Ziel des Workshops war es, unter der Regie der Kommunikationstrainerin und Gründerin der Firma SheBoss, Marion Knaths, die "Spielregeln" männlicher Kommunikation zu (er)kennen und diese Kenntnisse auf dem eigenen Karriereweg zu nutzen. Zugleich sollte die Veranstaltung die Möglichkeit bieten, einen ersten Eindruck der international tätigen Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller zu bekommen.
Der Workshop fand im Düsseldorfer Büro der Sozietät statt und begann mit Kaffee und einer Begrüßungsrunde. Dr. Daniela Favoccia, Partnerin bei Hengeler Mueller, stellte die Kanzlei vor und berichtete von ihrem beruflichen Werdegang. Es folgte eine kurze Vorstellungsrunde der anwesenden Anwältinnen und der Teilnehmerinnen.

Das Schachspiel als Vorbild

Dann übernahm Marion Knaths das Wort. Sie führte die Teilnehmerinnen in die Welt "genderspezifischer Kommunikation" ein. Eindrucksvoll erläuterte sie mit Wort und Tat, wie "Frau" ihre Aufstiegschancen durch die Nutzung dieser Kenntnisse verbessern kann und wie sie es vermeidet, sich wieder und wieder an der "gläsernen Decke" den Kopf zu stoßen. Als Vorbild diente zunächst die Damefigur des Schachspiels, die selbstbewusst und zielsicher den Regeln folgend ans Ziel gelangt.

Der Vormittag stand sodann ganz im Zeichen der besagten "Spielregeln männlicher Kommunikation", die  nach der Erfahrung unserer Trainerin einer streng hierarchischen Ausrichtung unterliegen. Ganz im Gegensatz zu dem Netzwerkmodell, mit dem Frauen eher vertraut sind. Nach einer Mittagspause in der Kanzlei folgte der zweite, stärker interaktive Teil des Workshops. Einige Teilnehmerinnen "bewarben" sich mit einer kurzen Selbstpräsentation auf eine fiktive Stelle und erhielten individuelles Feedback zu ihrem Auftreten.

Mit Sprechübungen ans Ziel

Es folgten Stimm- und Sprechübungen. In einem gespielten Meeting ergriff eine Gruppe von Teilnehmerinnen schließlich noch die Möglichkeit, die morgens erörterten Kommunikationsweisen praktisch zu erproben.

Insgesamt verlief der Tag in lockerer Atmosphäre. Vor allem der bewusste Blick auf stereotype Verhaltensweisen, und deren gezielte Nutzung gaben regelmäßig Anlass zur Erheiterung. So führte Frau Knaths unter anderem anhand von Videos und Bildern vor, wie Staatschefs die unbewussten Zeichen hierarchischer Kommunikation (für uns nun überdeutlich) einsetzen. Um ca. 18 Uhr endete der aufschlussreiche Workshop.

Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen mit Anwältinnen und Personalverantwortlichen von Hengeler Mueller.

Ein gemütlicher Ausklang

Hier hatten wir ausgiebig Gelegenheit, Fragen zu stellen und auch über nicht karrierebezogene Themen miteinander ins Gespräch zu kommen. Nach dem auf typisch männliches Verhalten konzentrierten Tag ging es nunmehr in entspannter (Frauen-)Runde um Karriere, Kinder, Frauenfußball und den Hengeler Mueller Firmenlauf.

Insbesondere dieser Teil der Veranstaltung gewährte individuelle und nachhaltige Eindrücke, da die anwesenden Anwältinnen sehr offen und interessiert waren. Schließlich endete der Abend gesellig, mit Cocktails an der Bar.

Mein Fazit und wem ich diese Veranstaltung empfehle

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller einen offenen und flexiblen Eindruck machte. Mehrfach hervorgehoben wurden die Möglichkeiten, die Arbeitszeiten individuell anzupassen. Die Atmosphäre war locker und die Anwältinnen vermittelten Begeisterung für ihre Arbeit in dieser Sozietät. Es war eine erkenntnisreiche Veranstaltung, die vor allem auch viel Spaß bereitet hat.

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