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120 Hände schütteln und Einblick in ein Mandat bekommen (1. Teil)

Hände schütteln (Quelle: freeimages.com, mikecco)

Quelle: freeimages.com, mikecco

In ihrer ersten Woche im Frühjahrspraktikum bei Hengeler Mueller schüttelte Elisabeth 120 Hände. Denn in der Kanzlei ist es Brauch, dass sich die Praktikanten bei allen Mitarbeitern persönlich vorstellen. Eine Fallstudie und ein Englischkurs standen ebenfalls auf dem Programm.

Es ist Freitagabend und ich blicke zurück auf eine ereignisreiche erste Praktikumswoche bei Hengeler Mueller, die wie im Fluge vergangen ist.

Montagmorgen um 9.55 Uhr stieg ich ein bisschen aufgeregt aus dem Aufzug und betrat den schicken Empfangsbereich von Hengeler Mueller in Düsseldorf. Dort wartete auch schon die erste Überraschung: ein sehr sympathischer, bunter Haufen an Frühjahrspraktikanten, die keineswegs die Großkanzlei-Praktikanten-Klischees erfüllten, die ich ein bisschen erwartet hatte.

Dieser erste Eindruck hat sich in den nächsten Tagen nur bestätigt: schon nach einer Woche sind wir zu einer netten Gruppe zusammengewachsen. Wir treffen uns abends zum Fußballgucken, Kino oder Sport und haben mittags unseren Stammplatz an der Kaffee-Maschine in der 6. Etage (die beste im Haus) gefunden.

Der Montag selbst war von Anfang bis Ende komplett durchgeplant mit Terminen, was uns gut auf Trab gehalten hat. Es ging los mit einer Präsentation über die Kanzlei und einer Führung durch das Büro. Anschließend lernten wir unsere Betreuer kennen (jeder ist zwei Anwälten und einem Partner zugeordnet) und gingen gemeinsam mit ihnen zum Mittagessen. Danach ging es weiter mit einer Führung durch die Bibliothek und später beendeten wir den Tag mit einem Willkommensdrink und Häppchen an der kanzleieigenen (!) Bar. Dort konnten wir die  Gespräche mit den Betreuern fortführen und andere Anwälte der Kanzlei kennenlernen.

Kein Vorwissen? Kein Problem

Auch die nächsten Tage ging es vielseitig weiter. Dienstag hatten wir ein wenig mehr Zeit und konnten die ersten Aufgaben von unseren Tutoren entgegennehmen. Ich bin dem Gebiet Kartellrecht zugeordnet und meine Betreuerin nahm sich viel Zeit, mir ihr aktuelles Mandat zu erklären und beantwortete jede meiner Fragen mit einer Engelsgeduld. Entgegen meiner ersten Befürchtungen ist es nicht weiter schlimm, dass ich kaum Vorkenntnisse im Kartellrecht habe – das wird von den Betreuern nicht vorausgesetzt und alles, was man wissen muss, erklären sie geduldig.

Mittwoch hatten wir dann das erste von drei Treffen zu einer Fallstudie, die wir praktikumsbegleitend lösen. Dahinter steht der Gedanke, dass die wenigen Praktikumswochen zu kurz sind, um einen M&A-Deal vollständig mitzubekommen. Aus diesem Grund "spielen" wir Praktikanten zusammen mit einem Anwalt einen M&A-Deal anhand eines fiktiven Falles von vorne bis hinten gemeinsam durch.

Von der Fallstudie direkt in den Englischkurs

Am Dienstag ging es erst mal los mit juristischen und wirtschaftlichen Grundlagen des Unternehmenskaufs. Ich habe in diesen vier Stunden unheimlich viel gelernt und konnte mein Wissen auch sofort bei der nächsten Aufgabe meines Tutors anwenden. Bis zur nächsten Woche sollen wir die Fallstudie lesen und ein paar Fragen beantworten. Das ist auf jeden Fall ein guter Lückenfüller, wenn man mal gerade keine Aufgabe hat, und wird bestimmt inhaltlich spannend.

Nach der Fallstudie ging es sofort weiter zum Englischkurs, zu dem sich die meisten Praktikanten angemeldet hatten. Bei Brötchen und Getränken haben wir uns eine Stunde lang auf Englisch unterhalten und wurden behutsam an die Kunst des "Legal English" herangeführt.

Altbier und Killepitsch

Der Donnerstag begann dann mit einem "Corporate Breakfast", bei dem ein Partner der Kanzlei einen Vortrag über das Gesellschaftsrecht hielt. Die Hintergründe zum Gesellschaftsrecht waren sehr aufschlussreich und werden bestimmt noch von großer Hilfe sein. Abends ging es dann weiter mit einer Stadtführung durch Düsseldorf. Highlight war natürlich der Killepitsch (Düsseldorfer Schnaps), den es auf der Hälfte der Strecke gab.

Danach kehrten wir gemeinsam in ein gemütliches Brauhaus ein. Dort probierten einige von uns zum ersten Mal ein "Altbier" – nicht unbedingt mein Höhepunkt der Woche :). Der Abend war sehr nett, weil er die Gelegenheit gab, sich in lockerer Atmosphäre mit den Anwälten, Referendaren, Personalreferentinnen und anderen Praktikanten auszutauschen.

120 geschüttelte Hände

Am Freitag starteten wir dann unsere Vorstellungsrunde. Bei Hengeler Mueller ist es Brauch, dass sich alle neuen Mitarbeiter (auch Praktikanten) im ganzen Haus – bei jedem (!) – persönlich vorstellen. Als wir mit unserer Kleingruppe loszogen, war ich ein wenig skeptisch angesichts dieser Tradition. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass alle Partner und Mitarbeiter wirklich ein Interesse daran haben würden, uns kennenzulernen, wo wir doch nur für vier bis sechs Wochen hier sind.

Aber da hatte ich mich wirklich getäuscht. Jeder nahm sich kurz Zeit für uns, wollte wissen, wo wir studieren, wie es uns gefällt und wie wir auf Hengeler Mueller gekommen sind. Im Nachhinein haben sich die 120 geschüttelten Hände und die gleiche Anzahl an Smalltalks gelohnt, denn es ist schön, durch die Kanzlei zu gehen und alle Gesichter zu kennen.

Insgesamt blicke ich auf eine spannende Woche voller neuer Eindrücke und netter Begegnungen zurück. Wenn das so weitergeht, werden die nächsten Praktikumswochen wie im Fluge vergehen. Auch wenn ich mich auf ein ruhiges Wochenende freue, bin ich schon jetzt gespannt, was die nächste Woche bei Hengeler Mueller mit sich bringt.

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