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Gesellschaftsrecht ganz praxisnah

Frau mit Lupe [© vladimirfloyd - Fotolia]

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Darf ein Firmenpatriarch Vermögensgegenstände seines Unternehmens verkaufen, um ein neues Projekt zu finanzieren? Beim Workshop der Kanzlei Hengeler Mueller stellte sich Anna dieser Frage und lernte dabei die Feinheiten des Gesellschaftsrechts kennen. 

Titel und Thema der Veranstaltung

"Wirtschaft und Recht"

Zeit und Ort

Anwaltssozietät Hengeler Mueller, 13. und 14. November 2015 in Düsseldorf

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

Der Workshop fand unter der Leitung von Herrn Dr. Alexander Nolte und Herrn Dr. Daniel Möritz sowie weiteren Anwälten und Personalverantwortlichen der Kanzlei Hengeler Mueller und einem Professor für Accounting der Universität St. Gallen statt. Rund 20 Nachwuchsjuristen aus verschiedenen Bereichen nahmen teil.

Motivation

In meinem bisherigen Studienverlauf und im Referendariat hatte ich kaum Berührungspunkte mit großen Wirtschaftskanzleien. Jetzt, nach dem zweiten Examen, habe ich begonnen, mich für die verschiedenen möglichen Berufswege als Anwältin zu interessieren. Der Workshop bei Hengeler Mueller schien mir daher eine tolle Gelegenheit zu sein, um einmal "hinter die Kulissen" einer international agierenden Wirtschaftskanzlei zu schauen und deren Anwälte und Mitarbeiter kennenzulernen.

Grundlagen schaffen: Gesellschaftsrecht und Bilanzierung

Ein wenig nervös war ich schon, als der Workshop begann, denn ich habe fast keine Vorkenntnisse in dem Bereich. Deshalb war ich mir nicht sicher, ob ich fachlich alles verstehen würde. In meiner Dissertation beschäftige ich mich mit Strafprozessrecht - nicht grade eine Kernmaterie der kommenden zwei Tage! Doch wie ich beim Empfang bei Kaffee, Tee und kleinen Snacks herausfand, war die Gruppe recht gemischt. Obwohl viele Teilnehmer einschlägige Vorkenntnisse hatten, waren auch einige dabei, die - wie ich - aus anderen Fachrichtungen kamen.

Zum Auftakt hielten zwei Anwälte eine Einführung in das Gesellschaftsrecht, um uns die nötigen Vorkenntnisse für die Fallstudie zu vermitteln. Ein Professor der Universität St. Gallen, mit der Hengeler Mueller eine Kooperation betreibt, gab uns anschließend Einblicke in die Bilanzierung. Mit Aktiva, Passiva, Geschäftsvorfällen und Buchungssätzen vertraut gemacht, stiegen wir in die Case Study ein.

Die Fallstudie: Mission mobiler Imbisswagen

Vereinfacht gesagt ging es in der Fallstudie um Folgendes: Ein (fiktiver) Unternehmenspatriarch hat die Geschäftsidee, sein bisher auf Supermärkte konzentriertes Geschäft zu erweitern. Er plant, zukünftig auch Foodtrucks zu betreiben. Um diese mobilen Imbisswagen zu finanzieren, braucht er Geld. Daher möchte er Vermögensgegenstände verkaufen, um das neue Geschäftsmodell zu finanzieren. Unsere Aufgabe war es, durch Analyse der Unternehmensstrategie, der Bilanzen und gesellschaftsrechtlichen Rahmensetzung herauszufinden, ob die Strategie des Patriarchen (insbesondere unter Berücksichtigung der §§ 30 und 64 GmbHG) zulässig wäre.

Diesen Fall haben wir am späten Nachmittag und am nächsten Tag in Kleingruppen bearbeitet und schließlich in großer Runde unsere Ergebnisse besprochen. Ich fand es besonders gut, dass wir für unsere Gruppenarbeit eine Handreichung bekamen. Anhand von aufeinander aufbauenden Fragen und Aufgaben kamen wir der Lösung Schritt für Schritt näher. Das machte die Gruppenarbeit effektiver und gab uns das Gefühl, den Lösungsweg verstanden zu haben. Letztlich wurde uns erläutert, wie man den Fall "im echten Leben" praxisgerecht und kreativ angehen könnte.

Nicht zu vergessen: das "Drumherum"

Neben dem Fachlichen ist bei Workshops auch immer die Atmosphäre wichtig - und die war richtig gut, auch dank der umfassenden Versorgung: von Mahlzeiten in jeder Pause über bereitstehende Taxis für den Transfer zur Unterkunft bis zur Unterbringung in einem schönen Hotel in der Düsseldorfer Innenstadt. Mein persönliches Highlight war das gemeinsame Abendessen in einem sehr schönen, kleinen Restaurant. Dadurch konnten wir einander und einige Anwälte der Kanzlei näher kennenlernen.

Mein Fazit

Am Samstagnachmittag bin ich dann zwar etwas müde, aber mit einem großen Bündel neuer Erfahrungen und den Adressen netter Menschen wieder nach Hause gefahren. Ich kann diesen Workshop jedem ans Herz legen, der Lust hat, den Bereich Wirtschaft und Bilanzen kennenzulernen oder sich darin weiterzubilden.

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