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"Wie beim Handtaschen-Kauf"

Unternehmensrecht Freshfields (Autor: Kzenon, Quelle: Fotolia.com)

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'Wir kämpfen für Sie' sagte Dr. Britta Zierau und verglich den Berufseinstieg bei einer Großkanzlei mit einem Handtaschen-Kauf. Beim Power Breakfast mit Freshfields Bruckhaus Deringer konnte e-fellow Andrea mit führenden Anwältinnen diskutierten: über Promotion versus LL.M., die Bedeutung eines Doktortitels und über den Werdegang, der nicht immer glatt verlaufen muss.

Titel der Veranstaltung

Power Breakfast bei Freshfields Bruckhaus Deringer (FBD)

Datum

28. Oktober 2011

Teilnehmer und Unternehmensvertreter

Referentinnen: Dr. Tina Sandmann, Rechtsabteilung Merck sowie Dr. Ulrike Schweibert und Dr. Britta Zierau von Freshfields Bruckhaus Deringer, 24 Stipendiatinnen von e-fellows.net

Ungewöhnliche Frauen-Dichte

"Ich freue mich, endlich mal so viele Frauen in diesem Raum zu sehen! Sonst sitzen hier meistens nur Männer." So begrüßte uns Dr. Britta Zierau, Partnerin im Bereich Gesellschaftsrecht im Frankfurter Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer zum Power Breakfast. Dabei blickte sie in 24 weibliche Gesichter, denn die Veranstaltung richtet sich nur an Stipendiatinnen. Fast alle deutschen Universitäten waren vertreten. Studentinnen ab dem dritten Semester bis hin zu Doktorandinnen und Referendarinnen waren anwesend.

Die Referentinnen Dr. Tina Sandmann, Dr. Ulrike Schweibert und Dr. Britta Zierau stellten sich zunächst vor und beschrieben ihren Werdegang. Dabei war spannend zu hören, dass der Karriereweg der drei Anwältinnen nicht immer "glatt" verlaufen war. Nichtsdestotrotz schafften es zwei von ihnen "bis ganz nach oben" zur Partnerin. Tina Sandmann begann ihre berufliche Karriere als Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer. Da sie merkte, dass ihr Gesellschaftsrecht liegt und sie erfüllt, arbeitet sie jetzt als Senior Legal Counsel bei Merck.

Ulrike Schweibert holte die eine oder andere Teilnehmerin vielleicht etwas in die Realität zurück. Sie meinte, dass Kind und Job ein großer Spagat sei, und selbst mit gut organisiertem sozialem Umfeld oft anstrengend ist. "Manchmal wird es eng, aber es ist machbar. Und die Situation für junge Mütter wird immer besser."

Auf die Frage, wie sie zu FBD gekommen ist, antwortete Britta Zierau: "Das ist wie beim Handtaschen-Kauf. Man muss sofort denken: Das ist’s. Und das Gefühl hatte ich hier."

Warum der Doktortitel für Frauen wichtiger ist

Anschließend sprachen wir über Themen wie Promotion versus LL.M., Ausbildungsprogramme für Referendare oder Auslandsstation im Studium oder Referendariat. Alles natürlich aus der Frauenperspektive. Was ich bei der Entscheidung LL.M. versus Promotion (oder vielleicht beides?) noch nicht bedacht hatte: "Für Frauen ist der Doktortitel noch wichtiger als für Männer, denn mit diesem Titel wird man immerhin nicht mit der Sekretärin verwechselt."

Warum gibt es in Frankfurt nur zwei Partnerinnen? Legen die Männer vielleicht die Zugangsregeln für eine Welt fest, die sie beherrschen? Und wird die Zeit das Problem regeln, dass viele Männer die Frauen immer noch am liebsten am Herd sehen? Zumindest bei der letzten Frage waren wir uns einig: wahrscheinlich. Aber diese Zeit haben FBD und andere Kanzleien nicht. Nicht alle Frauen streben die Partnerschaft an. Aber die, die dieses Ziel haben, erreichen es häufig nicht. "Das muss sich ändern", meinte Britta Zierau. "Und zwar schnell. Wir kämpfen für Sie und ich glaube, wir sind auf einem guten Weg." Die Referentinnen gehen auf jeden Fall mit gutem Beispiel voraus, denn alle drei haben Kinder.

Unsere kleinen oder großen Anliegen konnten wir anschließend in Gesprächen in kleineren Gruppen loswerden. Neben den Referentinnen kamen noch einige Associates dazu, die uns geduldig unsere Fragen beantworteten - und vielleicht auch kleinere Sorgen nahmen.

Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung empfehle

Das Power Breakfast ist die ideale Gelegenheit, um einen Einblick in die Tätigkeit in einer Großkanzlei zu bekommen. Wer also Lust hat, eine Großkanzlei mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, seine Fragen loszuwerden und dabei in lockerer Runde über "Frauenthemen" diskutieren will, für den ist die Veranstaltung genau das Richtige. Und nur unter Frauen zu sein ist ja auch mal schön. "Wobei wir unsere männlichen Kollegen natürlich nicht missen wollen", bemerkte eine der Referentinnen von Freshfields, "auch wenn sie sich manchmal benehmen wie Gorillas oder Erdmännchen."

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