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SIFE World Cup - Gutes tun und damit siegen

Internationale Bewerbung (Quelle: fotolia, Autor: vege)

© vege - Fotolia.com

'SIFE Germany, you may now start your presentation.' Noch einmal tief durchatmen, dann tritt das fünfköpfige Präsentationsteam von SIFE Regensburg auf die Bühne des 'Kuala Lumpur Convention Center', dem diesjährigen Gastgeber des SIFE World Cups. Auf diesen Moment haben die 50 Mitglieder von SIFE Regensburg hingefiebert, seit sie den nationalen Wettbewerb in Bonn für sich entschieden haben.

2.000 Studenten und 1.000 Unternehmensvertreter aus 37 Ländern verfolgen gebannt die showreife Präsentation von Josef, Hans-Georg, Julia, Andriana und Yvonne. 24 Minuten hat das deutsche Team Zeit, erst sein Land, dann das Team und schließlich drei unternehmerische Projekte vorzustellen, deren Ziel es ist, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. "Unwirklich und verrückt" seien diese 24 Minuten gewesen, sagt später Hans-Georg Mann, einer der beiden Teamleiter. Denn nach der Präsentation hält es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen: Das Team bekommt Standing Ovations für seinen Auftritt. "Das war ein Riesenmoment - sogar noch besser, als den Pokal zu kriegen."

Der Auftritt vom deutschen Team beim SIFE World Cup:

Denn den durften die Regensburger schließlich nach Hause tragen - zu ihrer eigenen Überraschung, so Hans-Georg: "Uns wurde immer gesagt, der World Cup sei ein Wettbewerb der Resultate, der großen Zahlen. Die anderen SIFE-Teams hatten wirklich beeindruckende Ergebnisse – eine harte Konkurrenz. Mit unserem Projekt "Bottles for a better life" haben wir vier Jobs in Deutschland geschaffen - das klingt nach nicht viel. Aber es geht eben nicht nur um beeindruckende Zahlen: Es geht darum, ein gutes, nachhaltiges, rundes Projekt auf die Beine zu stellen."

Gutes tun mit Unterstützung von KPMG und der Telekom

Gutes tun auf eine unternehmerische Art – das ist, kurz gesagt, der Gedanke der studentischen Non-Profit-Organisation SIFE ("Students in Free Enterprises"). Ein Gedanke, mit dem sich auch die Deutsche Telekom und KPMG identifizieren. KPMG unterstützt den deutschen Ableger SIFE Germany seit dessen Gründung 2003 finanziell und mit Know-how. Auch Marc-Stefan Brodbeck, Leiter des Recruiting & Talent Service der Telekom und Board Member von SIFE, ist von diesem Konzept begeistert: "Wir unterstützen SIFE, weil wir ähnliche Werte haben und uns auf einer gemeinsamen Ebene bewegen: Nachhaltigkeit und Verantwortung sind für unser Unternehmen und SIFE gleichermaßen Schlüsselwörter. Ich finde den Schwung, mit dem SIFE an seine Projekte herangeht, richtig klasse. Das ist auch für erfahrene Kollegen sehr inspirierend."

Die Telekom richtete im Mai den SIFE National Cup 2011 in Bonn aus und ist Hauptsponsor des SIFE-Teams Regensburg.

Mit Unterstützung der Berater der Telekom und von KPMG bereitete sich das Regensburger Team in nur fünf Monaten auf Malaysia vor. Bis zur letzten Minute, verraten Dr. Sandro Urban, Manager im Bereich Steuerberatung ("Tax") und Arno Stranegger, Senior Manager in der Wirtschaftsprüfung ("Audit") von KPMG, haben sie noch mit den Studenten an der Präsentation gefeilt. Seine Rolle erklärt Arno Stranegger so: "Wir sind Ansprechpartner bei Problemen, die im Zuge der Projektarbeit auftreten. Das betrifft wirtschaftliche, steuerliche und zollrechtliche Aspekte. Es kann zum Beispiel sein, dass ein Student auf uns zukommt und fragt: Was muss ich beachten, wenn ich Maschinen als Spende nach Bulgarien bringen will?"

Doch warum stecken Studenten und Unternehmensvertreter eigentlich so viel Zeit und Arbeit in die Projekte? "Bei SIFE nutzt man das, was man an der Uni gelernt hat, um etwas Sinnvolles zu tun. Und lernt dabei unglaublich viel: Zeit-, Konflikt- und Teammanagement zum Beispiel. Aber auch, wie man gute Ergebnisse unter Zeitdruck erzielt und wie einen die Sichtweisen anderer voranbringen", erklärt Hans-Georg.

Projekte in Bulgarien und Rumänien

Einige Mitglieder des Regensburger Teams kommen aus Osteuropa und berichteten von sozialen Problemen in Bulgarien und Rumänien. So entstand das Projekt "Microleasing", mit dem das Regensburger SIFE-Team bulgarische Kleinstunternehmer fördert, und das Projekt "Integration ON", bei dem es um die Integration von Roma in Rumänien geht.

Mit ihren Projekten und ihrer Präsentation haben die Regensburger die Messlatte hoch gelegt:  "Was wir paar Studenten einer kleinen Uni uns ausgedacht haben, ist jetzt Vorbild für 1.600 Unis weltweit, die ähnliche Projekte starten werden. Dadurch können unsere Konzepte noch mehr Menschen zu Gute kommen, und das ist eigentlich das Beste an diesem Sieg." Neue Projekte in Deutschland, Osteuropa und sogar der Türkei sind schon geplant, die Mitgliederzahl von SIFE Regensburg stieg auf 100. Teilnehmer.

Und wer könnte besser diesen Weg zum Sieg beschreiben als die SIFE-Studenten selbst? Josef Plank und Hans-Georg Mann, Teamleiter von SIFE Regensburg, erzählen uns, wie sie ihr letztes SIFE-Jahr erlebt haben:

"Grelles Scheinwerferlicht, über 3.000 Studenten, hochrangige Unternehmensvertreter im Saal und einige zehntausend Menschen, die uns gerade via Livestream in aller Welt verfolgen - so erlebten wir das Finale des SIFE World Cups. Was in diesem Moment trotz weicher Knie Halt gibt, sind die geschwenkten Deutschlandfahnen im hinteren Ende des Auditoriums und ein ungefähr vierzigköpfiges Team, das uns lautstark unterstützt. So gestärkt begann also unsere alles entscheidende Präsentation in Kuala Lumpur.

In nur 24 Minuten und keiner Sekunde mehr musste das jeweilige SIFE-Team die Jury überzeugen. Zu den Bewertungskriterien zählen dabei die Fokussierung auf eine bestimmte Zielgruppe notleidender Menschen, der Innovationsgrad der Idee, die Nachhaltigkeit der Umsetzung und die Resultate für die notleidenden Menschen. Eine große Herausforderung, unsere Projekte, innovativen Konzepte,  Resultate, kurz gesagt unser ganzes Herzblut in 24 Minuten zu verpacken.

Im Mai 2011 hatte unser SIFE-Team der Universität Regensburg zum bereits den deutschen Landesentscheid gewonnen und sich somit für die Weltmeisterschaft in Kuala Lumpur qualifiziert. Als Teamleiter waren wir unheimlich stolz auf unser Team und dankbar, dass es voller Elan für unsere Projekte einsetzt.

Nun mussten wir uns also in fünf Monaten auf die Weltmeisterschaft vorbereiten. Das hört sich im ersten Moment vielleicht lang an. Aber glaubt uns, die Zeit rast. Daher gab es in diesem Jahr für unser Team keine Semesterferien, und auch Praktika und Uni mussten hinten anstehen. Wir wollten Deutschland gut vertreten und noch mehr Menschen in Not nachhaltig helfen. Um das zu gewährleisten, expandierten wir beispielsweise mit einer unserer Regensburger Projektideen deutschlandweit, ferner bauten wir unsere Projekte in Bulgarien, Serbien, Rumänien und der Türkei weiter aus. Richtig spannende Aufgaben, bei denen man sehr interessante Kulturen und Menschen kennenlernt. 

Neben der harten Projektarbeit begannen wir zwei Monate vor dem World Cup mit der Erstellung einer 24-minütigen Präsentation. In diese kurze Zeit mussten all unsere innovativen Konzepte, unsere Resultate und unser Herzblut einfließen. In Zusammenarbeit mit unserem Dachverband SIFE Germany e.V., einer professionellen Agentur und unseren Unternehmensvertretern der Deutschen Telekom und KPMG ist es uns gelungen, diese Aufgabe zu stemmen.

Ein weiteres Highlight war unser Kurzfilmdreh in Zusammenarbeit mit einer Agentur aus Köln. Dieser diente als Einleitung unserer Präsentation. Mal etwas ganz anderes, auf einmal ein Drehbuch zu entwickeln und in Tonstudios zu gehen. Aber schließlich sollte alles für Kuala Lumpur perfekt werden.

Und da standen wir nun, 10.000 km von zu Hause entfernt, auf der großen Bühne in Malaysia. Ein unbeschreibliches Gefühl. 37 SIFE-Teams aus den unterschiedlichsten Ländern der Erde in einem Saal vereint. Am ehesten ist das mit dem Zusammenleben im olympischen Dorf zu vergleichen: 37 Nationen, 37 Gebräuche, 37 Trachten und ein ganz besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl. Da möchte man am liebsten vergessen, dass man gerade im Wettbewerb um den Titel "SIFE World Champion 2011" mit ihnen steht.

Als erstes europäisches Team gelang es uns, den Pokal nach Europa zu holen. Über ein Jahr harte Projektarbeit, intensiver Austausch mit Vertretern der Deutschen Telekom, KPMG und SIFE Germany fand sein Ende in diesem unbeschreiblichen Erfolg. Wie echte Weltmeister wurden wir in Regensburg dann auch standesgemäß mit Fahnen und Begrüßungsschildern erwartet. Ein unvergessliches SIFE-Jahr liegt hinter uns, in dem wir als Team noch enger zusammengewachsen sind. Daher gilt abschließend ein großer Dank unserem Team, der Deutschen Telekom, SIFE Germany und KPMG, die diesen Erfolg erst ermöglicht haben."

Was ist SIFE?

In der 1975 in den USA gegründeten Non-Profit-Organisation SIFE ("Students In Free Enterprise") engagieren sich weltweit rund 57.000 Studierende an 1.600 Hochschulen in 39 Ländern. Damit ist SIFE die weltweit größte Studierendenorganisation. Zentrale Veranstaltungen der politisch und konfessionell neutralen Initiative sind die jährlich stattfindenden Landeswettbewerbe und der World Cup, an dem die jeweiligen Gewinnerteams der nationalen Wettbewerbe teilnehmen. SIFE Regensburg wurde 2005 auf Initiative von Prof. Dr. Michael Dowling gegründet. Derzeit umfasst das Team ca. 100 Studierende verschiedener Fachrichtungen und Nationalitäten (www.sife-regensburg.de).

Mehr Infos:
http://www.sife.org/worldcup/
www.sife-regensburg.de

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