Partner von:

Zwischen Consulting und Kinderbetreuung

Kind Mädchen Tocher (Quelle: freeimages.com, royalshot)

Quelle: freeimages.com, royalshot

Unternehmensberater gilt nicht gerade als familienfreundlicher Job. Komisch eigentlich, denn die Projektarbeit ist wie geschaffen für flexibles Arbeiten, findet Beraterin Meike Bosse. Als Teilzeit-Consultant mit zwei Kindern muss sie es ja wissen.

Nach rund zehn Jahren Beratungstätigkeit im Umfeld SAP und Business Process Management in einer mittelständischen IT- und Managementberatung suchte ich eine berufliche Veränderung. Mit zwei Kindern (zu der Zeit zwei und vier Jahre alt) befand ich mich dabei in der für viele Frauen typischen Situation, Familie und Beruf vereinbaren zu wollen. Daher kam für mich nur ein Unternehmen infrage, das mir auf der einen Seite zeitliche Flexibilität im beruflichen Alltag und auf der anderen Seite ein vielseitiges und anspruchsvolles Projektumfeld bietet.

Beraterin in Teilzeit?

In einem Projekt bei einem gemeinsamen Kunden lernte ich die Detecon International GmbH und ihre Arbeitskultur kennen. Dabei wurde mir klar: Hier könnte trotz einer Teilzeitbeschäftigung eine Beratungstätigkeit mit interessanten Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten funktionieren.

Skepsis beim Einstieg

Der Wechsel war dennoch nicht selbstverständlich - bei der Detecon war das Modell des Teilzeitberaters bisher nicht etabliert, und verständlicherweise betrachtete das Management mangels erprobter Vergleichsmodelle meine eingeschränkte Verfügbarkeit skeptisch. Deshalb wurde das Teilzeitmodell im Sinne eines "Piloten" auf zunächst ein Jahr befristet. So startete ich im Januar 2014 als Senior Consultant im Bereich Organisation & Processes mit einer Arbeitszeit von 75 Prozent.

Meine Organisation von Beruf und Familie ist bei dem Versuch, sowohl der Familie als auch meinem Job und meinen eigenen beruflichen Ansprüchen selbst gerecht zu werden, absolut auf Kante gestrickt - Work-Life-Balance als Balanceakt sozusagen, weil im Hintergrund immer eine Deadline für einen Termin liegt. Diese Situation erfordert viel Gestaltungsfreiraum und auf allen Seiten die Bereitschaft zu Kompromissen.

Flexibilität ist alles

Für mich bedeutet dies, in meinen Projekten gewissermaßen auf Stand-by zu sein, um flexibel auf Anforderungen zu reagieren. Dafür werden von der Detecon aber meine familiären Belange berücksichtigt: Ich bin schließlich nicht durchgängig verfügbar; im Gegenzug muss ich über meinen Mann oder Freunde eine Alternativbetreuung für meine Kinder organisieren, wenn Job-Termine mit dem Familienalltag kollidieren. Genau hier bietet mir das Ergebnis-orientierte Arbeitskonzept der Detecon den Freiraum, auch zu Hause und zeitlich flexibel an meinen Themen und Projekten zu arbeiten. Und da ich überwiegend in Projekten für die Deutsche Telekom eingesetzt werde, bin ich in der Regel an meinem Wohnort in Bonn tätig. Das ist für einen Berater purer Luxus, für mich als "Teilzeitberater" aber ein wesentlicher Faktor. Die Arbeit im Team ermöglicht mir zudem, Aufgaben zu delegieren.

Erfolg vor Präsenz

Dennoch bleibt es ein Balanceakt. Die Verantwortung, dass dieser funktioniert, liegt überwiegend bei mir. Ein gutes Zeitmanagement und Effizienz sind dafür essenziell. Der große Vorteil bei Detecon ist, dass allein der Abschluss der Aufgaben im Team zählt und nicht die körperliche Präsenz vor Ort. Aktuell stehen die Rahmenbedingungen bzgl. verfügbarer Projekte sehr gut. Eine veränderte Projektsituation würde sich auf die Umsetzbarkeit meines Teilzeitmodells aber sicher auswirken.

Mein Fazit

Allein dass man sich die Frage stellen muss, ob Familie und Beruf in der Beratungsbranche zusammenpassen, ist absurd und nicht mehr zeitgemäß. Das Beratergeschäft ist eigentlich prädestiniert für ein Teilzeit-Modell - statt in zwei bis drei parallelen Projekten werde ich eben in ein bis zwei eingesetzt.

Meine Kunden reagieren in der Regel sogar positiv, obwohl es je nach Projektanforderung zu kritischen Situationen kommen kann. Wichtig hierbei sind eine klare Kommunikation, die volle Unterstützung von Detecon und meinem Projektteam sowie das Signal, dass eventuelle Einschränkungen durch Flexibilität und Leistungsbereitschaft kompensiert werden und keinen Einfluss auf die Beratungsleistung haben. Mein Ziel ist es, dem Kunden echte Beratung zu liefern und die für ihn passende Lösung zu finden. Und das schafft man mit einem starken Team und modernen Arbeitsplatzkonzepten auch in Teilzeit. Die Reduzierung meiner Arbeitszeit auf 75 Prozent ist übrigens nach Ablauf des ersten Jahres verlängert worden.

nach oben

Willst du mehr über unseren Partner Detecon erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren