Partner von:

Von der Schulbank in die Großkanzlei

Schule, Klassenzimmer, Schulbank, Tafel [Quelle: freeimages.com, Autor: igoghost]

Quelle: freeimages.com, igoghost

Gerade drückte sie noch die Schulbank und schon sitzt sie in ihrem eigenen Büro bei Clifford Chance. Bei ihrem Schülerpraktikum erfuhr e-fellow Daniela, wie eine Großkanzlei funktioniert und begleitete dabei nicht nur Juristen - auch die Poststelle war ein Besuch wert.

Mein Plan stand schon vor dem Abitur fest: Ich wollte später einmal Jura studieren. Bei der e-fellows.net-Messe Startschuss Abi in Hanau bei Frankfurt am Main konnte ich mich im November 2010 über mein künftiges Studienfach informieren. Dort stellte Christine Koziczinski Clifford Chance vor. Sie ist dort Corporate-Partnerin im Frankfurter Büro. Am Ende ihres Vortrags erwähnte sie, dass ausnahmsweise auch für Schüler die Möglichkeit besteht, ein einwöchiges Praktikum zu machen. Nach einem Schülerpraktikum 2009 in einer kleineren Stuttgarter Anwaltskanzlei wollte ich noch einmal Kanzleiluft schnuppern. Also bewarb ich mich für das Schülerpraktikum in Frankfurt und konnte im Juli 2011 den Alltag in einer Großkanzlei hautnah miterleben.

Wie funktioniert das Projekt Großkanzlei überhaupt?

Während meines Praktikums lernte ich Clifford Chance nicht nur von der rein juristischen Seite kennen. Ich konnte auch erleben, wie so ein Unternehmen überhaupt aufgebaut ist und wie es funktioniert. Einerseits bekam ich Einblicke in den Bereich Corporate, für den ich mich beworben hatte. So gab es zum Beispiel eine Bereichspräsentation für alle Praktikanten, also sowohl für Schüler als auch für Studenten. Ich konnte aber auch schon ein wenig mithelfen, indem ich eine Liste von beglaubigten Dokumenten zusammenstellte.

Was ist eine Marke und wann herrscht unlauterer Wettbewerb?

Zudem erhielt ich Materialien der kanzleieigenen Referendar Academy. Diese bietet Kurse für die Examensvorbereitung an oder auch Veranstaltungen zu Themen wie Präsentationstechnik oder Verhandlungsführung. Mein Thema "Unternehmenskauf und Due Diligence" war zwar komplex, verschaffte mir aber einen guten Überblick. Darüber hinaus verbrachte ich einen ganzen Tag bei der IP-Abteilung. Hier erfuhr ich mehr über die Markenverwaltung: Was ist eigentlich genau eine Marke? Welche verschiedenen Arten von Marken wie zum Beispiel Hör- oder Farbmarken gibt es? Und welche Probleme umfasst der unlautere Wettbewerb? Zu guter Letzt nahm ich an einer Präsentation zu Litigation teil, die dank verschiedener Beispielfälle sehr anschaulich war.

Erinnerungsmails für vergessliche Anwälte

Neben den juristischen Einblicken habe ich auch erfahren, dass eine Großkanzlei aus weitaus mehr als nur Anwälten und Partnern besteht. Auch die Fristenkontrolle für die Mandanten ist sehr professionell. So werden die Anwälte nicht nur von ihren eigenen Kalendern und Sekretariaten, sondern auch noch einmal zentral vom Bürovorsteher oder seinen Mitarbeitern an wichtige Fristabläufe undTermine erinnert. Die Poststelle beispielsweise, bei der ich einen Vormittag verbrachte, erleichtert die Arbeit der Juristen ungemein. Hier half ich den Auszubildenden beim Sortieren der Post und erfuhr so, nach welchen Punkten die Post geordnet wird. Außerdem erklärten mir die Mitarbeiter einiges zu Fristen, Terminen und Gerichtspost.

Übersetzung? Not my favorite...

Außerdem hatte ich einen Nachmittag lang die Gelegenheit, in den Bereich Business Development hineinzuschnuppern. Hier gab es eigentlich auch für mich als Schülerin ohne juristische Kenntnisse immer etwas zu tun. Meine Hauptaufgabe war, ein Portfolio zu den wichtigsten Mandanten von Clifford Chance zusammenzustellen – inklusive Geschäftsbericht und weiteren key facts. Ebenfalls interessant war die Arbeit in der Übersetzung. Wir Schülerpraktikanten wurden jedoch nicht mit der Übersetzung schwieriger juristischer Fachtexte betraut, sondern bekamen verschiedene Texte aus dem Internet, die auf unsere Interessen zugeschnitten waren. Und schon da gab es die eine oder andere Formulierungsschwierigkeit.

Mein PC, mein Telefon, mein Büro

Den Charme des Praktikums bei Clifford Chance machten jedoch nicht nur das Inhaltliche, sondern auch die Räumlichkeiten und die Menschen aus. Zunächst war ich beeindruckt von der Höhe und Modernität des Clifford-Chance-Gebäudes. Von den Büros hat man einen fantastischen Ausblick auf die Frankfurter Innenstadt. Apropos Büros: Selbst als Schülerpraktikant erhält man seinen eigenen Arbeitsplatz mit Computer, Telefon und Co. Ich hatte sogar das Glück, mir mit einer anderen Praktikantin ein Zimmer zu teilen, sodass wir unser richtig eigenes Büro hatten – da bekam man beinahe das Gefühl, schon selbst Anwältin zu sein.

Frisches Obst und Kaffee für alle

Abgesehen davon war auch für das leibliche Wohl stets gesorgt: Neben hauseigener Kantine, die kostenlos frisches Obst für die Mitarbeiter zur Verfügung stellt, sowie einer Cafeteria mit Lounge, befindet sich in jedem Stockwerk eine Küche. In der werden unter anderem Kaffeemaschinen und Getränke zur freien Verfügung gestellt. Außerdem gibt es eine sehr gut ausgestattete Bibliothek, die zum Schmökern in diversen Fachzeitschriften einlädt. Nicht zu vergessen das Intranet von Clifford Chance, durch das ich mir einen guten Überblick über das Unternehmen verschaffen und zum Beispiel meinen Englischkenntnisse aufpolieren konnte.

Die Chance ergreifen

Besonders positiv überrascht war ich von der guten Atmosphäre bei Clifford Chance. Ich wurde ausnahmslos sehr freundlich aufgenommen und möchte mich an dieser Stelle beim gesamten Corporate-Team bedanken – und bei allen anderen Mitarbeitern, die sich in dieser Woche Zeit für mich genommen haben. Ich habe eine tolle Zeit bei Clifford Chance verbracht und bin mit vielen Eindrücken im Gepäck wieder nach Hause gefahren. Ich kann euch daher nur empfehlen, die Chance (wie der Name Clifford Chance es schon andeutet) zu ergreifen und ebenfalls ein Praktikum dort zu absolvieren.

nach oben

Willst du mehr über unseren Partner Clifford Chance erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren