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Großkanzlei macht Spaß

Waage, Recht, Gesetz, Jura [Quelle: freeimages.com, Autor: darktaco]

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''Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, umso besser wird sie bezahlt'', wusste schon Mark Twain. Aber was hat Vergnügen mit einer internationalen Großkanzlei zu tun? e-fellow Celia war skeptisch und neugierig, probierte es schließlich aus, begleitete spanische Mandanten im Bereich Real Estate Transactions bei Clifford Chance - und räumte erst mal mit vielen Vorurteilen auf.

Großkanzlei? Arbeitet dort nicht der Typ Anwalt, der sein Studium mit exzellenten Noten in kürzester Zeit absolviert hat, mehrere Sprachen fließend spricht, seine Arbeit über alles stellt und mehr als 60 Stunden die Woche im Büro verbringt? Spaß? Vergnügen? Mit solchen Vorurteilen ging ich während meines Auslandsaufenthaltes in Lausanne zu einer Abendveranstaltung, zu der Clifford Chance geladen hatte. Ich konnte mir definitiv nicht vorstellen, jemals in einer Großkanzlei zu arbeiten.

Nach einem Vortrag über Real Estate Transactions, den die Anwälte Dr. Gerold Jaeger und Christian Trenkel hielten, wurde ich beim nachfolgenden Abendessen hellhörig, als Herr Jaeger mir erzählte, dass er sich bei seinem Einstellungsgespräch in einem Büro voller E-Gitarren wiedergefunden habe: Der Partner, der ihn damals interviewte, liebte E-Gitarren und sammelte sie in seinem Büro. Das passte so gar nicht in mein vorgefertigtes Bild; mein Interesse war geweckt. Einige Stunden und viele Fragen später hatte Herr Jaeger mich überzeugt: Ich wollte mir selbst ein Bild machen und bewarb mich für ein Praktikum im Bereich Real Estate in Frankfurt.

Schon vor Praktikumsbeginn stand ich in regelmäßigem E-Mail-Kontakt mit Herrn Jaeger, der fortan mein Mentor war. Tatkräftig unterstützte er mich bei allen Fragen zum Praktikum, von der Wohnungssuche bis hin zu vorbereitender Literatur, die er mir gab. Das hatte ich bis dato bei keinem Praktikum erlebt.

Diese freundliche und unterstützende Atmosphäre war denn auch ein Vorbote für die eigentliche Zeit bei Clifford Chance. Vom ersten Tag an wurde ich von der Abteilung Real Estate herzlich und offen aufgenommen. Nicht nur, dass man mir umgehend ein eigenes Büro zur Verfügung stellte und meinen Namen mit Lichtbild sofort ins System einspeiste - auch eine Führung durch die Abteilung inklusive Vorstellung aller Kollegen direkt nach meiner Ankunft schien selbstverständlich.

Begeistert hat mich bei Clifford Chance besonders, dass ich Jura von einer ganz anderen Seite kennenlernte. Ich war mitten im Geschehen, als es darum ging, den Ankauf eines Objekts für spanische Mandanten von der Due-Diligence-Prüfung bis zum Closing samt dem obligatorischen Notartermin zu begleiten. Dabei erhielt ich nicht nur Erklärungen zu allen Vorgängen, sondern übernahm eigenständig die Bearbeitung von Teilaufgaben. Beispielsweise lernte ich, wie man einen Grundbuchauszug auf Belastungen überprüft und welche Posten in der Praxis relevant sind, weil sie wirtschaftliche Auswirkungen haben können.

Als Übung und zur Vorbereitung für meinen Mentor modifizierte ich einen Vertrag und stellte beim Verkauf eines Objekts Teile des Datenraums zusammen, der dem ankaufenden Unternehmen für die Due-Diligence-Prüfung zur Verfügung gestellt wurde. Ich war jedoch nicht nur im Büro vollständig ins Team eingebunden, sondern lernte auch die Mandanten kennen, für die ich arbeitete - zum Beispiel beim gemeinsamen Abendessen und anschließendem Fußballschauen von Spielen der spanischen Mannschaft während der WM.

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass ich zwar mit meinem Mentor zusammenarbeitete, jederzeit jedoch die Möglichkeit hatte, auch anderen Anwälten meine Unterstützung anzubieten. War ich anfangs noch etwas schüchtern, einfach in ein Büro zu platzen und die Anwälte anzusprechen, so verflog das umgehend, als ich merkte, dass die Kollegen sich über Unterstützung freuten und sich für die angebotene Hilfe bedankten.

So nahm ich einer Kollegin in Zeitdruck die Übersetzung eines Gutachten ins Englische ab und half einem Kollegen bei der Vorbereitung eines Vortrags, indem ich ein Prüfungsschema anfertigte, das danach vollständig in seine Präsentation eingearbeitet wurde.

Dabei stellten die Aufgaben eine echte Herausforderung dar, weil gerade im Real Estate Kenntnisse gefragt waren, die ich nicht im Studium erworben hatte. Allerdings wurde ich mit meinen Aufträgen nie alleine gelassen, sondern hatte jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mir Hilfe zu holen. So kam es durchaus vor, dass mir die Grundzüge des Vergaberechts in der Lounge von Clifford Chance bei einem Latte Macchiato erklärt wurden oder ich die Telefonnummer eines Partners in einer anderen Niederlassung erhielt, um mir Rat bezüglich einer Rechtslage zu holen, die zu dessen Spezialgebiet zählte.

Selbst an einem längeren Arbeitstag oder während einer eher trockenen Aufgabe wurde mir deshalb nie langweilig, sondern ich hatte in dieser freundlichen und hilfsbereiten Atmosphäre im Gegenteil viel Spaß bei der Arbeit.

Für mich war es ein Glücksfall, dass ich die Möglichkeit hatte, ein Praktikum bei Clifford Chance zu machen und so mit vielen meiner Vorurteile über Großkanzleien aufzuräumen. Für diese Chance und die tolle Erfahrung, Teil dieses Teams zu sein, bin ich meinem Mentor und den Kollegen sehr dankbar und kann nur alle Jurastudenten dazu ermuntern, sich ein eigenes Bild zu machen - getreut dem Motto von Pablo Picasso: ''Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen.''

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