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Private Equity unter realen Bedingungen

Whistleblowing-Gesetzentwurf (Quelle: fotolia, Autor: FikMik)

© FikMik - Fotolia.com

Eineinhalb Stunden Zeit, um sich in einen komplett neuen Sachverhalt einzuarbeiten? Beim Workshop mit Clifford Chance erlebte e-fellow Jan-Phillipp, was es bedeutet, eine Private-Equity-Finanzierung unter Zeitdruck vorzubereiten. Und wie zäh die Verhandlungen zwischen Bank, Verkäufer und Käufer sein können.

Titel und Thema der Veranstaltung

Private Equity und Akquisitionsfinanzierungs-Workshop

Zeit und Ort

22. März 2013 in München

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

15 Studenten und Referendare, die zwei Partner Burc Hesse und Thomas Weitkamp, Senior Associate Susanne Baier sowie Senior Associate Michael Lamsa

Durch meine Teilnahme an der Philip C. Jessup Moot Court Competition lernte ich Clifford Chance im Rahmen eines Probeplädoyers in Düsseldorf kennen. Im Januar 2012 nahm ich am Workshop "Steueroptimierung im Rahmen von M&A" der Kanzlei in Frankfurt teil. Der Workshop in München bot daher eine gute Gelegenheit, auch den dritten deutschen Standort von Clifford Chance kennenzulernen und einen Einblick in eines der Hauptfelder der Großkanzlei zu erhalten. Wie viele andere Teilnehmer hatte auch ich keine Vorkenntnisse bezüglich Private Equity und wollte mich über das Studium hinaus darüber informieren.

Private Equity - was ist das eigentlich?

Nach einer Begrüßung in der Kanzlei gab uns Burc Hesse, Partner bei Clifford Chance, einen Überblick über die international ausgerichtete Großkanzlei und die typischen Aufgaben eines Anwalts dort. Dabei ging er auch auf  das Referendariat ein, für das Clifford Chance die hauseigene Referendar Academy anbietet.

Dann ging es ans Eingemachte und Burc Hesse erklärte uns, worum es sich bei Private Equity handelt. Kurz gesagt: die Verwaltung und Investition fremden Geldes auf Zeit. Neben den normalerweise beteiligten Parteien und deren Interessen erklärte er uns auch, welche Rolle der Anwalt dabei spielt.

Im Auftrag der Bank

Nach dieser kurzen Einführung wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt (Verkäufer, Käufer und Bank), um die vorbereitete Fallstudie zu bearbeiten. Mit vier weiteren Mitstreitern vertrat ich die Bank, die Kapital in Millionenhöhe für eine Private-Equity-Finanzierung bereitstellen sollte. Bei dieser Summe war die Bank verständlicherweise etwas um ihr Geld besorgt, sodass wir den Sachverhalt (inklusive der Verträge und Gesetzestexte) innerhalb kurzer Zeit erfassen mussten, um der Bank konkrete Vorschläge zur Absicherung ihres Kredits zu unterbreiten. Nach eineinhalb Stunden meldete sich Burc Hesse in der Rolle des Bankdirektors zu Wort. Ihm mussten wir Rede und Antwort stehen und unsere Ideen vorstellen, um gut vorbereitet in die anschließenden Verhandlungsrunden zu gehen.

Zähe Verhandlungen

Die Käufer- und Verkäuferteams hatten bei gleichem Sachverhalt natürlich unterschiedliche Interessen. In Gesprächen mit den jeweiligen Teams, die aufgrund der Komplexität des Falls von Rechtsanwälten unterstützt wurden, versuchten wir zunächst, die jeweilige Position des Gegenübers zu ermitteln. Dann folgte eine abschließende Diskussion mit allen Teams, um einen Kompromiss zu erreichen. Nach zähen Verhandlungen, bei denen wir auch mit den Rechtsanwälten diskutierten, konnten wir uns schließlich einigen.

Nach einem anschließenden Feedback, bei der wir unsere Eindrücke austauschten, lud uns Clifford Chance in ein Restaurant in der Münchener Innenstadt ein, wo wir mit den Anwälten der Kanzlei den Abend gemütlich ausklingen ließen.

Fazit

Für mich hat sich der Workshop sehr gelohnt. Wer sich für die Tätigkeit in einer Großkanzlei interessiert, für den sind diese interessanten Einblicke ein Muss. Gerade was das  Zeitmanagement betrifft, konnten wir die Abläufe und den Zeitdruck während einer Transaktion bereits in der Fallstudie hautnah miterleben. So hatten wir für die Vorbereitung ohne grundlegende Vorkenntnisse über Private Equity nur eineinhalb Stunden Zeit, um gut informiert unseren Mandanten beraten und überzeugen zu können. Das schnelle Erfassen von komplexen und völlig neuen Sachverhalten gehört zu den notwendigen und typischen Aufgaben eines Wirtschaftsanwaltes. Wer dies einmal praxisnah miterleben möchte, sollte also unbedingt an solch einem Workshop teilnehmen!

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