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Nur mal Akten durchforsten war gestern

Anlagen-Aktenstapel (Quelle: fotolia, Autor: rdnzl)

© rdnzl - Fotolia.com

'Das wird doch nur anstrengend!', 'Vor neun kommt man da nicht raus!' oder 'Da hast du gar keinen richtigen Mandantenbezug!' – das waren die Reaktionen meiner Kommilitonen, als ich ihnen davon berichtete, ein Praktikum in einer Großkanzlei absolvieren zu wollen. Meine Antwort heute: 'Falsch!'

Ungeachtet vieler Vorurteile über Großgroßkanzleien bewarb ich mich bei Clifford Chance in der Hoffnung, endlich  einmal ein Praktikum zu erleben, welches auch der Bedeutung dieses Wortes (lateinisch: "practicare"= ausüben) gerecht wird. Bloß in Akten blättern oder einmal in einer Verhandlung dabei sein konnte ich bereits in verschiedenen Schülerpraktika. Jetzt bin ich Student und wollte mehr erleben.

Herzlicher Empfang und "Open-Door-Policy"

Meine Aufregung am ersten Tag verflog schnell, da die anderen Praktikanten und ich sehr herzlich empfangen wurden. Bei der Einführungsveranstaltung wurden wir mit Snacks und Getränken versorgt – besonders cool fand ich das hauseigene Clifford-Chance-Wasser. Anschließend wurde ich in meine Abteilung, Banking & Capital Markets, begleitet und allen Kolleginnen und Kollegen dort vorgestellt. Was mir sofort auffiel: Hier arbeitet keiner hinter verschlossenen Türen; hier herrscht eine "Open-Door-Policy"! Das bedeutet, dass ich jederzeit ohne Scheu in die Büros gehen konnte, um nachzufragen, wenn mir etwas unklar war, mich etwas besonders interessierte oder um einfach nur ein gemeinsames Mittagessen oder eine Kaffeepause zu vereinbaren.

Networking und eigenverantwortlich arbeiten

Jeder der Anwälte hat sich trotz des enormen Arbeitsdrucks stets Zeit genommen, sodass ich in den vier Wochen meines Praktikums äußerst viele Kontakte knüpfen konnte. Die Atmosphäre im Team war freundschaftlich und ich war sofort integriert: Siezen? Nein, das gab es von Anfang an nicht. Ich hatte das Gefühl, zum Banking-Team dazuzugehören – im starken Gegensatz zu dem, was mir so mancher Kommilitone über seine Praktika berichtete, wo er in ein Nebenzimmer verfrachtet wurde und sich als der klassische, lästige Praktikant fühlte. Aber nicht bei Clifford Chance und nicht in meiner Abteilung: Hier war ich für vier Wochen "Banking-Lawyer"!

Hintergrundinformationen und Fachvorträge

Umgehend wurde ich in die aktuellen Fälle eingeführt, erhielt zahlreiche Hintergrundinformationen und durfte mitarbeiten. Ein kleiner Auszug meiner Tätigkeiten: Überarbeitung von Verträgen auf Englisch, Verfassen eines Memorandums oder Erstellen von Präsentationsfolien. Das Spektrum war breit gefächert, ich war rundum versorgt.
Zwischendurch wurden wir Praktikanten immer wieder "entführt" und zu diversen Fachvorträgen in die einzelnen Abteilungen (Banking, Tax, Litigation etc.) eingeladen, außerdem zu einem English - und auch Verhandlungsmanagement-Kurs. Hier konnten wir uns kennenlernen und auch aktiv mitarbeiten; zum Beispiel konnte jeder eine Präsentation auf Englisch vor der Gruppe halten oder eine Vertragsverhandlung simulieren. Die Referenten und Kursleiter waren alle sehr engagiert, was mein Interesse auch an den anderen Abteilungen weckte.

Mitten drin im Geschehen

Speziell für uns Praktikanten wurden After-Work-Drinks organisiert, bei denen wir den Tag entspannt ausklingen lassen und uns austauschen konnten. Auch der monatliche Stammtisch-Abend in einem nahegelegenen Lokal bleibt mir in guter Erinnerung, denn hier durfte ich andere Referendare und wissenschaftliche Mitarbeiter besser kennenlernen. All dies gehörte zum Praktikantenprogramm, sodass über die vier Wochen insgesamt ein ausgesprochen angenehmer Mix aus Theorie und Praxis zustande kam - Theorie in den Vorträgen, Praxis im Büro.
Mein mit anderen Referendaren geteiltes Büro erlaubte nicht nur einen faszinierenden Ausblick über Frankfurt am Main, sondern ermöglichte auch ideale Arbeitsbedingungen. Es befand sich mitten in der Abteilung – und genau so habe ich mich auch gefühlt: mitten drin!

Fazit: wertvolle Praxiserfahrung

Vieles war anfangs neu. Wertpapierhandelsgesetz? Ad-hoc-Publizität nach § 15 WpHG? Ist unter diese Norm auch ein "breach of covenant" subsumierbar? Dies war Neuland für mich, aber genau das war die Herausforderung - ein Praktikum, bei dem ich sehr viel lernen konnte; Dinge, die man im Jura-Studium nicht im 20. Semester hören würde. Das theorielastige Universitäts-Jurastudium erlaubte ich mir für vier Wochen auf Eis zu legen, um mich den Rechtswissenschaften in der Praxis zu widmen - dank des Praktikums bei Clifford Chance wurde mir genau das ermöglicht.

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