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In Kopenhagen Kühlsysteme entwerfen

Dänemark Flagge freeimages (Quelle: freeimages.com, vivoad)

Quelle: freeimages.com, vivoad

Nach dem Bachelor für ein halbes Jahr als Projektingenieur nach Dänemark? Annika setzt diesen Plan mit einem Praktikum bei Bosch Rexroth in die Tat um. In Kopenhagen berechnet sie Pumpen, entwirft Kostenpläne für ein Zement-Kühlsystem und montiert selbst Antriebssysteme. Und sogar Dänisch lernt sie von ihren Kollegen.

Art der Beschäftigung

Praktikum bei Bosch Rexroth

Zeitraum und Ort

Oktober 2013 - März 2014 in Kopenhagen, Dänemark

"Hvidovre" heißt der Stadtteil Kopenhagens, in dem der dänische Hauptstandort von Bosch Rexroth liegt. Dass sich die dänische Aussprache komplett von der Schreibweise unterscheidet und sich in diesem Zusammenhang auch viele Verständnisfragen stellten, war eine der ersten Erfahrungen meines sechsmonatigen Ingenieurs-Fachpraktikums bei Bosch Rexroth in Kopenhagen.

Mein Umfeld

Annika Erfahrungsbericht Bosch Rexroth Auslandspraktikum in Daenemark 1 efn 5..3..

Mein Praktikum in Kopenhagen war als Projektingenieurs-Stelle ausgeschrieben. Das fand ich von Anfang an sehr spannend, da ich neben meiner Begeisterung für Technik sehr gerne mit Menschen zusammenarbeite. Ich finde es toll, Teil eines Teams zu sein, das konstruktiv zusammenarbeitet, und beteilige mich gerne auch an der Organisation und Planung neuer Projekte. Diese Möglichkeiten wünsche ich mir auch für mein späteres Berufsleben.

Im "Project Department", in dem ich tätig war, werden hydraulische Antriebe für sogenannte "Cross-Bar-Cooler" entworfen. In Zementwerken wird der heiße flüssige Klinker über lange von unten gekühlte Bahnen, eben jene "Cross-Bar-Cooler" transportiert, um ihn abzukühlen und zu Zement zu verarbeiten. Der Standort Hvidovre ist mit ungefähr 70 Mitarbeitern recht klein, alleine meine Abteilung umfasste zehn Mitarbeiter, wobei ich die einzige Praktikantin war. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und fühlte mich von Anfang an sehr wohl.

Meine Aufgaben

In Hvidovre bekam ich zunächst etwas Zeit, um mich in die Hydraulik einzuarbeiten und die Kollegen, die Abläufe in der Firma und die Systeme und einzelnen Komponenten kennenzulernen. Letztere werden in Deutschland entwickelt und dann in Dänemark zu großen Systemen zusammengefügt. Zwei der Projektingenieure waren hauptsächlich für mich verantwortlich. Sie nahmen sich immer viel Zeit für Erklärungen und ließen mich dann nach und nach Aufgaben ihrer täglichen Arbeit übernehmen.

Ich arbeitete viel mit Excel, berechnete beispielsweise Pumpen, Rohrsysteme, dimensionierte Ventile, zeichnete Hydraulikschaltpläne und entwarf ein Kosten-Berechnungs-Tool und einen Konfigurator für die Beschilderung der Cooler. Auch in die Tätigkeiten eines Projektmanagers wurde ich eingeführt und habe so verschiedene Aufgaben mit SAP bearbeitet. Während meines zweiten Monats durfte ich auch an einem Pumpen-Training teilnehmen, bei dem wir zunächst in der theoretischen Funktionsweise geschult wurden und später in der Testwerkstatt selbst Pumpensysteme justierten.

Auch in die anderen Abläufe des Unternehmens wurde ich integriert. So war ich etwa bei den fast wöchentlichen Department-Besprechungen, dem Jahresbeginn-Meeting und auch bei verschiedenen Workshops anderer Kollegen zu neuen Komponenten oder Konzepten dabei. Ich nahm auch an einem Termin bei der Zementfirma, für die die Antriebe hergestellt werden, teil. Für eine Woche war ich in der Werkstatt und half, große Antriebssysteme zu montieren. Dadurch lernte ich die Anlage besser zu verstehen und einzuschätzen und ich hatte eine Menge Spaß bei der praktischen Arbeit. In den ersten eineinhalb Monaten meines Praktikums konnte ich zudem die drei anderen Standorte von Bosch Rexroth in Dänemark besuchen. Ein weiteres Highlight war die große Weihnachtsparty Ende letzten Jahres.

Herausforderungen

Praxis: Die theoretischen Inhalte der Uni-Vorlesungen unterscheiden sich häufig zum späteren Arbeitsalltag eines Ingenieurs. Da mir die Erfahrung einfach noch fehlt, musste ich öfter nachfragen oder nachlesen, merkte aber zugleich auch, wie ich Fortschritte machte und immer mehr dazu lernte.

Sprache: Anfangs habe ich gar kein Dänisch verstanden. Obwohl meine Kollegen alle sehr gut Englisch sprechen, sprechen sie natürlich untereinander viel Dänisch, sodass ein großer Teil der Gespräche an mir vorüber ging. Ich habe dann freiwillig in einer Abendschule Dänisch gelernt und konnte so auch nach und nach immer besser verstehen, was um mich herum passierte.

Arbeitsklima

Annika Erfahrungsbericht Bosch Rexroth Auslandspraktikum in Daenemark 3 efn

Der freundliche Umgang und die flachen Hierarchien sind mir sehr positiv aufgefallen. So sprechen sich beispielsweise alle mit Vornamen an. Jeden Freitag gibt es ein gemeinsames Abteilungsfrühstück und freitagnachmittags das Angebot, zusammen Badminton zu spielen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und es genossen, neben den ganzen technischen Dingen auch mal über Privates zu plaudern und Späße zu machen.

Mein Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Praktikum. Ich habe eine Menge fachliches Wissen erworben, die Arbeitsabläufe eines Global Players und viele nette Kollegen kennengelernt und kann nun sogar eine neue Sprache sprechen. Zurück in Karlsruhe bin ich wehmütig, dass dieses tolle halbe Jahr in Dänemark so schnell vorbei gegangen ist.

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