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Mit Neonfarben zum Mobile Marketing

Smartphone, Apps, App (Quelle: freeimages.com, Autor: mrceviz)

Quelle: freeimages.com, mrceviz

Marnies Bewerbung strotzte nur so vor Neonfarben - genau die richtige Strategie, um eine Einladung zum Bertelsmann Mobile Marketing Day zu ergattern. Mit Ballerinas an den Füßen landete die Wahl-Spanierin im Münchener Winterchaos und erlebte eine spannende Veranstaltung eines Unternehmens, das so gar nicht dem Klischee von 'Muttis Buchclub' entspricht.

Titel der Veranstaltung

Create Your Own Career: Bertelsmann Mobile Marketing Day

Datum und Ort

10. Dezember 2010, Random House, München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter

20 Teilnehmer, sieben Unternehmensvertreter (Christian Damke – Geschäftsführer Premium Vertriebs GmbH; Andreas Hofmann – Bereichsleiter Multichannel-Vermarktung, AZ Direct GmbH; Katrin Schmeling – Junior Kampagnen-Manager, arvato online services GmbH; Anke Birkenhake – Personalreferentin Marketing & Data Services, arvato online services GmbH; Henrik Matthies – Head of Sales & Business Development, CRM & Loyalty Solutions, arvato services GmbH; Judith Charles – HR/Employer Branding, Bertelsmann AG; Johanna Scheffer – HR/ Employer Branding, Bertelsmann AG) und Julia Vorsamer von e-fellows.net

Mobil gemacht

Zum Bertelsmann Mobile Marketing Day (MMD) fuhr ich aus zwei Gründen: Zum einen stehe ich kurz vor Abschluss meines Master-Studiums in Spanien und werde anschließend mit hoher Wahrscheinlichkeit auf selbstständiger Basis in Spanien tätig sein. Dort läuft alles noch eine Spur langsamer. Deshalb sichern mir neue Einblicke in den Mobile-Markt unheimliche Wettbewerbsvorteile. Zum anderen lehne ich die Einladung eines solch renommierten Unternehmens wie Bertelsmann zu einem so begehrten Event natürlich nicht ab. Also buchte ich, sobald die Bestätigung von e-fellows.net kam, ein Ticket von Valencia nach Memmingen und lernte dadurch als Nordlicht auch einmal den Süden Deutschlands kennen.

Ziel: Random House, München

Obwohl ich mich extra eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung auf den Weg gemacht hatte, schaffte ich es trotzdem, im weißen Winter-Wirrwarr zu spät zum Mobile Marketing Day bei Random House einzutrudeln. Dummerweise hatte ich auch noch Ballerinas an. Die waren nun völlig durchnässt und meine Haare hatten teilweise schon Eiszapfenform angenommen. Glücklicherweise waren auch ein paar andere Teilnehmer nicht viel pünktlicher, und trafen ebenfalls ziemlich verschneit in letzter Minute ein.

Die Gruppe war klein und aufgeweckt und die meisten Teilnehmer saßen schon an der langen gedeckten Tafelrunde. Hier und da wurde gegrübelt, was Bertelsmann mit der Veranstaltung bezweckte und was uns genau bevorstünde. Doch sehr schnell wurde klar, dass die Bertelsmänner den MMD wirklich nicht als getarntes Assessment Center ausrichteten und so entspannten sich auch die letzten nervösen Gesichter. Bald herrschte ein nettes Klima in der gemütlichen Runde von 20 Studenten und sieben Bertelsmann- und arvato-Mitarbeitern. Zusätzlich war auch Julia Vorsamer von e-fellows.net dabei.

Viel mehr als nur Bücher

In der ersten Seminarhälfte wurden die Unternehmensstrukturen von Bertelsmann, arvato und Random House knapp für uns zusammengefasst und Zusammenhänge zwischen den Firmen sowie Tätigkeitsbereiche erklärt. Es gab viele "Ah"- und "Oh"-Effekte im Publikum, da wir uns die Aufgaben des Unternehmens Bertelsmann – das man als globalen Verlag kennt, nicht aber als internationalen Medien- und Dienstleistungskonzern – nicht so umfassend und weitreichend vorgestellt hatten. Wer hätte denn vermutet, dass seine Google AdSense- oder Luftmeilen-Abrechnung über Bertelsmann läuft?

Ziemlich zügig kamen wir zum eigentlichen Thema der Veranstaltung, dem Mobile Marketing. Laut Marktanalysen wird sich dieser Kanal schneller entwickeln, als man eine App herunterladen kann. In spätestens drei Jahren ist mehr als ein Drittel aller Deutschen mit einem Smartphone ausgerüstet, um für jeden "Pipapo" mobil aufs Netz zuzugreifen, so die Prognose. Auch in Entwicklungsländern wäre dies früher oder später abzusehen.

Einige Teilnehmer sind sich dieser Entwicklung bereits bewusst und programmieren schon fleißig, wie ich in Pausengesprächen herausfand. Auch die Anwendungsbeispiele, die Katrin von arvato vortrug, wurden schnell ergänzt und neu definiert. Bisher noch ohne Smartphone, fühlte ich mich hier als Laie und sog deshalb alles auf, was ich mitnehmen konnte. Spanien liegt leider immer noch weit hinten in den Statistiken, doch das birgt natürlich auch seine Chancen - zum Beispiel für mich.

Lunch mit den Bertelsmännern und e-fellows.net

Beim Lunch hatten wir die Möglichkeit, uns zu den Bertelsmännern und -frauen  zu gesellen und uns über Einstiegsmöglichkeiten zu informieren. "Du warst doch die mit dem schrägen Lebenslauf", sprach mich Andreas Hofmann an. Von ihm bekam ich nun auch eine Erklärung, warum ausgerechnet ich am MMD teilnehmen durfte. Um mal etwas Neues auszuprobieren, hatte ich nämlich einen CV eingesandt, der nur so vor Neonfarben strotzte. Eigentlich hätte ich einen Warnhinweis "Augenkrebsgefahr" außen anbringen müssen. Doch scheinbar war dies die richtige Bewerbungstaktik gewesen.

Da auch Julia Vorsamer mit uns zu Mittag aß, nutzte ich die Gelegenheit, bei ihr nachzuhaken, welche Vorlieben Personaler eigentlich haben. Sie bestätigte meine Vermutung, dass meine Strategie zwar diesmal geklappt hatte, weil sie themengerecht angelegt war, aber nicht unbedingt immer erfolgversprechend sein müsse.

Offene Brieftaschen kommen bestimmt

Nach dem Mittagsessen gab es einen weiteren Vortrag zur Zukunft der "Mobile Coupons". Der Kunde kann damit beim Einkauf auf eine Riesenmenge an Rabatten verschiedener Handelsmarken zugreifen, die er direkt auf sein Handy gesendet bekommt. Der Fokus des Vortrags lag auf der Frage, wie dies seitens der Firmen ermöglicht werden kann. Damit beschäftigt sich bei Bertelsmann ein neues firmenübergreifendes Projekt: "Arcado Open Wallet".

In anschließenden Fallstudien sollten wir das Einbetten von "Mobile Couponing" in Multichannel-Strategien selbst erarbeiten. Dazu gab es drei Team-Aufgaben zur freien Auswahl, bei denen für jeden etwas dabei war.

Fallstudien nach Wahl

Eine eher praktische Frage befasste sich mit Ideen zur Incentivierung (Be- oder Entlohnung für Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner, die bei Erfüllung einer vorher definierten Vorgabe ausgehändigt wird) von Kunden: Wie bringe ich möglichst viele Menschen dazu, "Mobile Coupons" zu nutzen und Daten von sich preiszugeben, die dann weiterverwendet werden können und somit in neue Marketing Strategien einfließen?

Die beiden anderen Fälle beinhalteten abstraktere Aufgaben. Man konnte wählen zwischen der Aufstellung eines Konzeptes zur Gewinnung von Neukunden über multiple Marketingkanäle oder der Formulierung eines Service Portfolios zur Integrierung der "Mobile Coupons" in die Wertschöpfungskette des Unternehmens.

Nach einer knappen Stunde Gruppendiskussionen wurden die Ergebnisse der einzelnen Teams an Flipcharts vorgestellt. Anschließend fand noch eine allgemeine Feedbackrunde statt und dann machten sich langsam alle auf den Heimweg.

Fazit

Ich empfand die Veranstaltung als spannend und sehr gelungen. Alle Vortragenden stellten ihre Themen sehr praxisnah dar, Firmengeschichte und -philosophie wurden kurz und knapp gehalten, wie ich es mir zu Studienzeiten so manches Mal in meinen Vorlesungen gewünscht hätte … Vielleicht möchten die Mitarbeiter von Bertelsmann ja mal in die Dozentenrolle schlüpfen?

Bertelsmann ist kein steifes und konservatives Unternehmen, wie man im Hinblick auf das Klischee von "Muttis Buchclub" meinen könnte. Der Konzern ist jung, natürlich und dynamisch. Auch die Teilnehmer waren thematisch wirklich auf Zack, so kam ein interessanter Austausch zustande. Dass es um mehr als nur Bücher gehen würde, ahnte ich vorab, aber die globalen Ausmaße der Tätigkeiten des Konzerns plus seiner Töchterunternehmen wie arvato, lassen die Reichweite und Einflüsse des Netzwerks nur ansatzweise vermuten.

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Willst du mehr über unseren Partner Bertelsmann erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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