Partner von:

E-Buch auf Amerikanisch

e-book e-reader Tasche Schule Uni (© monropic - Fotolia)

© monropic - Fotolia

In New York war e-fellow Eva zwar schon öfter, im Random House Building aber noch nie. Zum Glück gehörte sie zum Gewinnerteam des Events 'Talent Meets Bertelsmann'. So reiste sie in die Stadt, die niemals schläft, um den weltgrößten Publikumsverlag kennenzulernen. Geschlafen hat sie tatsächlich wenig, dafür umso mehr gelernt. Zum Beispiel, wie ein E-Book die Suche nach einem Restaurant erleichtert.

Titel der Veranstaltung

Bertelsmann Strategieworkshop

Datum und Ort

29. bis 30. Oktober im Random House Building in New York City, USA

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

Zehn Studenten aus Deutschland und China, Führungskräfte von Random House und Bertelsmann

Karriere-Ausblicke

Der Ausblick ist beeindruckend vom 14. Stock des Random House Buildings in New York. Hier findet der zweitägige Strategieworkshop statt, zu dem Bertelsmann das Gewinnerteam von "Talent Meets Bertelsmann" eingeladen hat. Zehn Studenten aus Deutschland und China sind gekommen, um das Unternehmen und natürlich die Stadt näher kennenzulernen.

Von Gütersloh nach Manhattan

Den Auftakt macht am Morgen des 29. Oktober Martin Guersoy. Der Deutsche ist Leiter von Business Development & Sales bei Arvato Systems North America, einem Teil der Dienstleistungssparte von Bertelsmann. Er gibt uns einen Überblick über seine Firma und erzählt, welche Herausforderungen und Trends ihn aktuell beschäftigen. Arvato bietet komplette Dienstleistungen an - von technischen Lösungen über Lagerung und Versand bis hin zum Call-Center. "Da sind die Luxusmarken spät dran", sagt Guersoy. "Vor allem in der Mode sehen wir große Wachstumschancen."

Besonders spannend ist auch sein persönlicher Karriereweg, der ihn immer wieder zwischen Gütersloh und internationalen Stationen wechseln ließ und schließlich nach Manhattan führte. "Dieser Weg war aber nicht immer leicht", sagt Guersoy. Zum Schluss gibt er uns noch Tipps für den Fall, dass wir auch einmal eine Idee vor Bertelsmann-Vorstand Hartmut Ostrowski pitchen dürfen.

Random House im Umbruch

Anschließend lernen wir Führungskräfte von Random House kennen, der größten Publikumsverlagsgruppe der Welt. Milena Alberti-Pérez ist zuständig für Mergers & Acquisitions und klärt uns über die Positionierung der Verlagsgruppe auf: Es geht vor allem darum, wie Random House künftig über neue (digitale) Formate möglichst viele Leser erreicht. Milena Alberti-Pérez argumentiert dabei sogar mit vertraulichen Zahlen und Analysen.

Ins Detail gehen wir dann mit Madeline McIntosh, President Sales, Operations & Digital bei Random House. Sie weiß wirklich alles über E-Books und erklärt, wo sich die Digitalisierung von Literatur und Musik unterscheiden und was das für die Zukunft ihres Unternehmens bedeutet: weg vom traditionellen Buchverlag, hin zur "Content Company". Es geht um Inhalte, und die müssen nicht mehr zwischen zwei Buchdeckel gepresst sein, damit Random House sie erfolgreich vermarkten kann. Genau das soll auch Thema unserer Gruppenarbeit sein.

"Was meint ihr – investieren oder nicht?"

Doch vorher lernen wir mit Urs Cete noch einen weiteren Deutschen kennen, der den Sprung vom Bertelsmann-Hauptsitz Gütersloh nach New York geschafft hat. Cete arbeitet bei Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI). Diese noch recht junge Tochterfirma investiert in jede Art von jungen Medienunternehmen – solange sie sich irgendwie mit einer der bestehenden Sparten von Bertelsmann verbinden lassen. Das muss allerdings nicht bedeuten, dass jede Firma nach ein paar Jahren übernommen wird. "Oft verkaufen wir nach fünf, sechs Jahren wieder", sagt Cete.

Er erklärt uns, was ein Unternehmen mitbringen muss, damit er und seine Kollegen sich für eine Investition (die immer mindestens im siebenstelligen Bereich liegt) entscheiden: "Tolle Teams sind wichtiger als tolle Ideen." Eine Idee kann noch so neu und vielversprechend sein – wenn die, die sie hatten, nicht gut zusammenarbeiten, ist alles für die Katz. Zum Schluss zeigt Cete uns noch einen aktuellen "Investitionskandidaten" und fragt, was wir mit diesem Projekt machen würden: investieren oder nicht? Wir können uns zwar nicht ganz festlegen, aber aus der Diskussion, sagt Cete, nehme er einige neue Gedanken mit, die er den Gründern unbedingt mitteilen müsse.

Präsentation trotz Party

Nach einem Mittagessen in der Kantine von Random House beginnen wir mit der Arbeit an unserer Präsentation für den nächsten Tag. Wir wollen Konzepte für ein interaktives E-Book entwerfen und nehmen beispielhaft dafür drei Bereiche, in denen Random House besonders stark ist: Romane, Kochbücher und Reiseführer. Welchen Mehrwert könnte man innerhalb eines E-Books generieren?

Außerdem wollen wir der Verlagsgruppe ein neues Geschäftsfeld vorschlagen, das mit dem E-Book-Trend womöglich völlig neu aufgerollt werden könnte, nämlich Schul- und Studienliteratur. Wie praktisch wäre es, wenn die Schüler nicht mehr fünf schwere Wälzer mit sich herumtragen müssten, sondern nur noch einen E-Reader, der noch dazu nützliche Zusatzfunktionen böte?

Am Abend lädt uns Miodrag Perin, Vice President HR Services, zusammen mit seinen deutschen und amerikanischen Kollegen in seine Stammbar ein. In der "Fat Black Pusscat" gibt es typisch amerikanisches Fingerfood und grandiose Live-Musik. So landen am Ende alle auf der Tanzfläche, anstatt die Nacht durchzuarbeiten.

Mit dem E-Book essen gehen

Dennoch gelingt uns am nächsten Morgen eine einigermaßen runde Präsentation. Wir stellen den Reiseführer vor, der Landkarten und Restaurantbewertungssysteme beinhaltet, und ein interaktives Schulbuch mit Vokabeltrainer und Übungsaufgaben. Danach gibt es ein ausführliches Feedback von den Bertelsmann-Mitarbeitern. Sie können auch einschätzen, wie realistisch unsere Vorschläge sind – sehr realistisch, wie sich herausstellt. Miodrag Perin wundert sich gar, dass wir nicht noch viel weiter gegangen sind: "Warum kann ich den Tisch im Restaurant nicht auch gleich aus dem E-Book heraus buchen?"

Geschäftlich in New York – gerne wieder!

Die zwei Tage bei Bertelsmann in New York waren für mich voller neuer, spannender Eindrücke, die ich auch zurück in Deutschland noch nicht vollständig verarbeitet habe. Die Mitarbeiter, allen voran Judith Charles aus dem deutschen und Miodrag Perin aus dem amerikanischen Team, schafften eine lockere, freundschaftliche Atmosphäre. Kein Beitrag wurde übergangen, keine Frage war zu blöd – auch nicht vor Madeline McIntosh, die sich am Ende sogar eine halbe Stunde länger Zeit nahm als geplant.

Die Vorträge der Bertelsmann-Mitarbeiter waren mein persönlicher Höhepunkt. Die Mitarbeiter erzählten von ihren verschiedenen Leidenschaften und Karrierewegen und haben sich oft ihren Job einfach selbst geschaffen - genau das möchte ich auch mal erreichen.

nach oben

Willst du mehr über unseren Partner Bertelsmann erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren