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Das Buch aus der Steckdose

E-Book-Day bei Bertelsmann (Autor: Maksym Yemelyanov, Quelle: Fotolia.com)

© Maksym Yemelyanov - Fotolia.com

Richtige Literatur gibt es nur auf Papier? Nicht mehr - mit den E-Books startet eine Digitalisierung der anderen Art. Mit dem Buch aus der Steckdose sollen Leseratten bequemer an Informationen und ihre Lieblings-Romane kommen. Welche Chancen die digitale Literatur sonst noch bietet, erfuhr Hilke-Gesa beim E-Book Day von Bertelsmann - und lernte auch, was es mit 'ausleihenden Leseratten und Regalstellern' auf sich hat.

Titel der Veranstaltung

Create Your Own Career: Bertelsmann E-Book Day

Datum und Ort

21. September 2011, Random House, München

Teilnehmer

13 Teilnehmer, fünf Unternehmensvertreter (Dr. Nico Rose, Director Corporate Management Development, Bertelsmann AG; Dr. Thomas P.J. Feinen, Geschäftsführer pubbles GmbH & Co. KG; Christian Damke, Geschäftsführer Skoobe GmbH; Matthias Aichele, Director Business Development, Verlagsgruppe Random House; Johanna Scheffer, Projektmanagerin Employer Branding, medienfabrik Gütersloh GmbH)

Was genau ist ein E-Book?

Die Beliebtheit des E-Books steigt, gleichzeitig tauchen aber auch viele Fragen auf. Was genau ist ein E-Book? Was sind die Ziele von digitalisierter Literatur? Und welche Verbesserungen müssen kommen, damit das E-Book noch mehr genutzt wird?

Literatur nicht nur auf Papier

Diese Fragen bewegten mich dazu, nach München zum E-Book Day zu fahren. Als Germanistikstudentin wollte ich mehr als nur Literatur auf Papier kennenlernen. Denn mein Studium konzentrierte sich bisher hauptsächlich auf Printbücher. Ich möchte in meinem Berufsfeld aber auch über die Innovationen des 21. Jahrhunderts informiert sein. Beim E-Book Day konnte ich genau das kennenlernen und Kontakte knüpfen. Dafür lohnte sich sogar die lange Fahrt von Frankfurt am Main nach München.

Digital bei Random House unterwegs

Neue Technik macht's möglich: Dank Smartphone und integriertem Navigationssystem erreichte ich am Vormittag Random House. Da ich bereits um halb sechs in der Frankfurter Kälte aufgebrochen war, freute ich mich über Sonnenschein in München. Nun konnte es losgehen: Wir waren eine angenehme, konstruktive und produktive Gruppe an einem der runden Tische, die man von wichtigen Konferenzen aus dem Fernsehen kennt. Bei der Begrüßung von Dr. Nico Rose und nach einem einleitenden Video über Bertelsmann wurde uns direkt das Du angeboten - eine sympathische Geste. Der erste Stein war ins Rollen gebracht und der E-Book Day konnte starten.

E-Books wohin das Auge reicht

Am Vormittag gab es Vorträge der Unternehmensvertreter. Wir lernten die Unternehmensstrukturen von Bertelsmann kennen, die Internetplattformen "Skoobe" und "pubbles" und schließlich Random House. Wir staunten nicht schlecht, was alles mit E-Books möglich ist und welche Konzepte die einzelnen Onlineportale verfolgen. Die Idee von pubbles, einen "E-Kiosk" zu etablieren und Lesern sowohl E-Books als auch E-Magazine anzubieten, überzeugte uns und machte neugierig. Auch Skoobe weckte unser Interesse, immerhin stehen dort Leseproben zur Verfügung, die ohne jeden Download gelesen werden können. Eine gute Möglichkeit für Leser, online in Romane hinein zu schnuppern!

Leseratten und Regalsteller

Während der Vorträge liefen uns  "ausleihende Leseratten und Regalsteller" (Formen von Buch- und Lesetypen) über den Weg und wir stellten uns schließlich die Frage: Wie muss ein E-Book aussehen, und was wollen wir mit digitaler Literatur erreichen? Besonders Christian Damke von "Skoobe" sprach die Beschaffenheit eines E-Books an: Von wechselbarer Schriftgröße über unterschiedliche Endgeräte. Gelungene Umblätter-Animationen sollen das E-Book-Lesen außerdem zum Genuss machen und dem Leser ein vertrautes Gefühl geben.

Erfahrungen statt knallhartes Studium

Während des Mittagessens hatten wir die Möglichkeit, die Unternehmensvertreter näher kennenzulernen. Bei bayrischen Köstlichkeiten ging es weiter um digitale Literatur. Wir tauschten Erfahrungen aus und waren uns schnell einig, dass das E-Book seine Anerkennung auf dem Buchmarkt erhalten wird. Die Gespräche drehten sich auch um Karriere-Einstiege bei Bertelsmann. Hier konnten uns die Unternehmensvertreter beruhigen: Nicht die Schnelligkeit eines Studenten zählt, sondern die Qualifikation. Auslandssemester und Berufserfahrungen sind mehr wert als ein knallhartes Studium in möglichst geringer Semesteranzahl. Gestärkt und motiviert kehrten wir zurück in den Konferenzraum, um am Nachmittag die gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen.

Online und Social Web sind hoch im Kurs

Wir bekamen die Aufgabe, ein Vermarktungskonzept für zwei E-Originals des Genres "politisches Essay" zu entwickeln. E-Originals sind E-Books, die nur in digitaler Form publiziert werden. In den knappen anderthalb Stunden Bearbeitungszeit feilten alle Gruppen an ihrem perfekten Konzept. Unsere Gruppe versuchte, über die Zielgruppenanalyse ein Marketingkonzept aufzubauen. Schnell waren einige Seiten Flipchart beschrieben und in Gedanken Newsletter und soziale Netzwerke befüllt. Bei der Präsentationen der einzelnen Gruppen stellte sich schnell heraus: Social Media und Onlinemarketing stehen hoch im Kurs!

Innovative Ideen und kritische Rückfragen

Fast jede Gruppe plante interaktive Veranstaltungen, beispielsweise Livestream-Lesungen mit Diskussionsrunden auf sozialen Netzwerken, Fanpages und Websiten. Die einzelnen Strategien erschienen uns am Ende zum Greifen nah — aber natürlich nicht ohne kritische Rückfragen. Wie sollen Newsletter, Fanpages, Adwords und Lesungen mit einem geringen Budget finanziert werden? Kreative Antworten der Teilnehmer rundeten den E-Book Day ab.

Fazit: Es hat sich gelohnt!

Für mich war der E-Book Day ein gelungener Tag. Wir sahen Seiten der digitalen Literatur, die einigen Teilnehmern noch neu waren. Gerade ich als Germanistikstudentin beschäftige mich eigentlich nur nebensächlich mit Marketing und konnte viel dazulernen. Die Vertreter von Bertelsmann füllten geschickt Theorie mit interessanten Inhalten — kurz und präzise. Es wurden alle Fragen beantwortet und auch Probleme des noch jungen E-Book-Markts aufgezeigt.

Mein Fazit: Es hat sich gelohnt! Die Möglichkeiten, die wir mit digitaler Literatur haben, sind noch lange nicht ausgeschöpft. Aber wir sind uns alle einig, dass sie spannend sein und viel Neues bringen werden.

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Willst du mehr über unseren Partner Bertelsmann erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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Kommentar (1)

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  1. Vincent

    E-books und Social Web sind wohl die Zukunft! Die Frage ist, wie kann man den Trend möglichst gut ausnutzen... Danke für die Hinweise!

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