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Von einem der auszog, Accenture zu verändern

Armin ist kein typischer Berater - hat bei Accenture aber trotzdem seinen Platz gefundne [Quelle: Accenture]

Quelle: Accenture

Armin ist Exot, Entrepreneur, experimentierfreudig – und alles andere als der Inbegriff eines klassischen Beraters. Warum er trotzdem bei Accenture eingestiegen ist und wie er dort nach einem holprigen Start seinen Platz gefunden hat.

Ich soll eine ungewöhnliche Story erzählen? Ok. Ich bin im Mittleren Osten aufgewachsen, in einer Zeit, als dort der Kampf um die Rohstoffe loderte. Als halber Perser habe ich, bis ich 19 war, in Teheran gewohnt und am eigenen Leib einen Krieg miterlebt. Ernsthaft realisiert habe ich aber nicht, was damals um mich herum passierte. Wenn nachts die Sirenen heulten und Raketen auf die Hauptstadt flogen, rannten wir durch die Straßen. Die zerbombten Häuser? Waren eher abenteuerlich. Heute sehe ich den Krieg mit anderen Augen, aber ein Draufgänger bin ich geblieben.

Ich bin nicht das typische Accenture-Gewächs. Ich bin laut, anders, fancy. Kampagnen wie die Jägermeister-Hirsche Rudi & Ralph tragen meine Handschrift. Genauso Webseiten und Apps von MüllerMilch, Audi und Lufthansa oder die globale Ikea-Store-App – ich habe mich wohl gefühlt in der kreativen Welt, bei Design-Agenturen und im digitalen Brand Management. Noch vor wenigen Jahren sah ich mich als ewigen Freelancer: guter Verdienst, viel Freizeit, immer am Puls der Zeit und in Bewegung. Einen meiner langjährigen Freunde habe ich sogar als Verräter tituliert, nachdem er fest bei Accenture angefangen und damit unseren Eid gebrochen hat.

Vom Pionier …

Ich habe mich nicht aus Leidenschaft fürs Informatikstudium entschieden, sondern weil mein Bruder damit bei IBM viel Geld verdient hat. Das wollte ich auch. Als Student tat ich dann den ersten Schritt in Richtung des vielleicht besten Coups meines Lebens – ohne zu wissen, was mir da in den Schoß fiel. Wie alle Studenten ging ich gerne feiern. Eine Freundin hatte immer ihre Kamera dabei und hielt unsere Erlebnisse auf Fotos fest; aus den Abzügen hat sich jeder ein paar rausgesucht. Das war cool, aber umständlich. Deshalb haben wir uns gemeinsam eine Digicam gekauft, eine Webseite erstellt, dort die Bilder hochgeladen und die Zugangsdaten an unsere Clique verteilt. Als mich dann die Betreiber des P1 in München – damals gute Bekannte von mir – fragten, ob wir Fotos von einer Party machen und sie danach auf unserer Seite zur Verfügung stellen können, hatte ich eine Bedingung: Ich sammle die E-Mail-Adressen der Fotografierten ein und die gehören dann mir! Das waren 2.500 Kontakte am ersten Abend. Die Idee war geboren, unsere Plattform kommerziell zu nutzen. Mit Nachtagenten.de gründeten wir im Jahr 2000 Europas erste Social-Media-Plattform und hatten bereits nach einem Jahr über eine Million aktive Nutzer. Das brachte mich auf die Idee, dass ein Marketingstudium eine gute Ergänzung zu Informatik sein könnte. Damals ahnte ich nicht, wie nachhaltig Mark Zuckerberg vier Jahre später mit Facebook den Markt verändern würde.

So kam ich ins Agenturgeschäft und baute HTML-Newsletter, später in die strategische Markenführung, natürlich alles digital. Das war cool, ich hatte Erfolg. Dennoch: Da war nichts Greifbares. Ich wollte schon immer etwas bewegen, etwas verändern. Ich will sehen, was ich geschaffen habe. Mit der Geburt unserer Tochter vor vier Jahren habe ich das endgültig gemerkt und bin komplett aus dem Projektgeschäft ausgestiegen. Ich habe mich als freiwilliger Helfer bei Amnesty International gemeldet und Integrationshilfe geleistet. Auch bei Ärzte der Welt war ich aktiv: Wir hatten einen eigenen Krankenwagen, ein bisschen Equipment und Medikamente, und damit halfen wir, wo wir konnten. Eine tolle Zeit, großartige Erfahrungen, die mir persönlich unglaublich gutgetan haben. Aber das war ehrenamtlich und irgendwann ging mir das Geld aus.

… zum Transformator

Zu der Zeit kam die Anfrage von Accenture. Meine Bedingung: Ich will etwas verändern können! Mit unseren 400.000 Köpfen sind wir eine mächtige und ziemlich schlaue Armee mit riesigem Potenzial, wenn nur alle in die gleiche Richtung marschieren. Dieser Gedanke hat mich damals schon gefesselt und tut es auch heute noch. Der Laden ist beeindruckend. Trotzdem: Glücklich war ich anfangs nicht. Viele Barrieren und starre Prozesse verbannten mich in den ersten drei Monaten auf die Bank. Mir wurde von Tag zu Tag langweiliger. Dann habe ich begonnen, Kollegen beim Business Development zu unterstützen. Ich fiel auf, mein Netzwerk wurde größer und immer mehr Türen öffneten sich.

Das konnte ich schon immer – auffallen. Wo ich auch bin, ich bin das Einhorn. Mit meiner Digital- und Agile-Erfahrung konnte ich nun auch bei Accenture punkten und versuche jetzt, das Unternehmen von innen zu transformieren. Ich will weg von der Arbeitnehmerüberlassung, will Brücken schlagen zwischen den DTEs, zwischen der "klassischen" Technologieberatung und der verrückten, kreativen Agentur, die wir bei Accenture Digital sind. Mit End2End-Lösungen können wir uns ohnehin schon vom Wettbewerb absetzen. Wenn wir es schaffen, übergreifend agil zusammenzuarbeiten, bieten wir eine ganz neue Kundenerfahrung. "Define it, build it, run it" soll unser Motto sein – und das nicht nur im Sinne von Scrum, sondern im Sinne von digitaler Transformation auf allen Ebenen. Das kann unsere Konkurrenz nicht bieten. Wir schon.

Kumpel, Verräter und zurück: Armin Vakili und Alex Holzreiter, heute beide bei Digital [Quelle: Accenture]

Kumpel, Verräter und zurück: Armin Vakili und Alex Holzreiter, heute beide bei Digital

Ja, ich habe meinen eigenen Eid auch gebrochen: Ich bin nicht mehr der ewige Freelancer, sondern Unternehmer im Unternehmen. Und obwohl mir das immer zuwider war, weiß ich, dass ich hier richtig bin. Ich muss mich nicht anpassen, ich kann die schnöde Beratung verändern, und mit Accenture habe ich die Station gefunden, die diesem Schritt gegenüber so offen ist wie sonst keine andere. Ich kann unsere Zukunft mitgestalten und die unserer Kunden, ich kann die Welt verändern. Kriege braucht es dafür nicht, die bringen nichts – das weiß ich aus erster Hand.

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