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Wenn konträre Meinungen aufeinanderprallen

Quelle: freeimages.com, Mart1n

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Ein kurzes Posting in der Gruppe 'Inside Accenture' in der e-fellows.net community, noch schnell den Lebenslauf hinterhergeschickt – und schon waren die Studierenden Anna und Daniel zum 'World Business Dialogue' der Uni Köln eingeladen, den Accenture unterstützt. Dort trafen sie auf Redner wie die Halbschwester des amtierenden US-Präsidenten, Auma Obama, und Dr. Gerhard Knies, den Gründer von Desertec, eine Stiftung, die die Bedingungen zur Erzeugung von Ökostrom schaffen will.

Was ist der World Business Dialogue?

Daniel: Das ist ein Wirtschaftskongress in Köln, den Studierende organisieren. Dieses Jahr waren dort jeweils dreihundert Studierende aus aller Welt, Unternehmensvertreter und etwa sechzig führende Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Wirtschaft. Das Thema des Kongresses war Konsum und insbesondere Konsum in der digitalen Welt. Accenture gehörte zu den Teilnehmern und lud Anna und mich zur Veranstaltung ein.

Anna: Für mich ist der World Business Dialogue ein beeindruckend gut organisiertes Event. Es war faszinierend, was die Studierenden da auf die Beine gestellt haben. Es war eine gute Mischung aus "hohen Tieren", aber auch Entrepreneuren wie der Gründer von Desertec, Rüdiger Grube von der Deutschen Bahn oder Auma Obama, Halbschwester des US-Präsidenten Obama und Unterstützerin von CARE International. Das hat die Diskussionen spannend gemacht, weil es so viele verschiedene Sichtweisen gab.

Während des Kongresses habe ich auch Accenture kennengelernt: Julia Hoffmann aus dem Recruiting sowie die zwei Berater Maik und Susanne, begleiteten uns durch die drei Tage. Das war eine total nette Truppe, die sich gut um uns gekümmert hat – es ist direkt ein richtiges Teamgefühl entstanden.

Was habt ihr beim World Business Dialogue erlebt?

Daniel: Am Vorabend des Kongresses lud uns Accenture zu einer Business Lounge ein, an der wir teilgenommen haben. Dort stellten uns Mitarbeiter das Unternehmen vor und wir konnten unsere Fragen zu Accenture als Arbeitgeber loswerden. Wir bekamen zum Beispiel mehr Infos über die Management-Beratung von Accenture. Accenture-Berater erzählten von ihren Projekten und erklärten uns, welche Aufgaben auf einen zukommen.

Der Kongress selbst startete mit einer beeindruckenden Eröffnungsfeier. Am spannendsten fand ich die "Executive Sessions", in denen man in kleiner Runde mit CEOs und anderen interessanten Leuten aus der Wirtschaft diskutieren konnte. Eine dieser Runden diskutierte zum Beispiel über die Entwicklung des Konsums in der digitalen Welt, der in Zukunft noch mobiler, individueller, sozialer und lokaler sein wird.

Spannend war für mich auch eine Podiumsdiskussion über Konzepte für die globale Energieversorgung, an der ein Vorstand von BP und ein Gründer der Desertec Foundation teilnahmen. Die Ansichten der beiden waren zwangsläufig recht konträr. In den Mittagspausen war mir nicht langweilig. So habe ich, zum Beispiel, zusammen mit Unternehmensvertretern Indoor-Golf gespielt. Das hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und ich konnte mein Netzwerk ausbauen.

Anna: Interessant fand ich auch die Diskussion mit dem Titel "Between a smartphone and a cup of rice", in der es um die Diskrepanzen zwischen dem Konsumverhalten in Industrie- und Entwicklungsländern ging. Teilnehmer der Diskussion waren Bernd Kolb, der Gründer des  "Club of Marrakesh", Valentin Turn, der Regisseur des Films "Taste the waste", Joachim Schneider, Senior Vice President von Bayer, und Auma Obama. Das schärfte den Blick für die jeweils essenziellen Kundenbedürfnisse eines Erdteils, aber auch, wie in gesättigten Märkten der Wettbewerb um neue Kunden- und Absatzmöglichkeiten zunimmt.

Welche Redner fandet ihr am beeindruckendsten?

Anna: Rhetorisch überzeugend fand ich Bernd Kolb, den Gründer des "Club of Marrakesh". Das ist ein interdisziplinäres Netzwerk, in dem Unternehmensvertreter, Wissenschaftler und Politiker zusammenkommen und sich zu Lösungen globaler Probleme auszutauschen. Kolb ist einfach sehr charismatisch, die Leute hingen an seinen Lippen. Seine Ideen waren allerdings sehr visionär und diskutabel, wonach zum Beispiel laut seiner Theorie die Probleme der Welt auf den sieben Todsünden resultieren, die sich nur mit Hilfe der sieben himmlischen Tugenden lösen lassen.

Daniel: Mein Highlight war der Vortrag von Professor Kenneth Morse vom MIT Entrepreneurship Center. Er erklärte, was wichtig ist bei einer Unternehmensgründung. Dabei hat er ordentlich Schwung in die Zuhörerschar gebracht – zuerst sollten wir alle aufstehen und unseren Nachbarn umarmen, einfach nur, um wach zu werden.

Kenneth Morse hat selber mehrere Firmen gegründet und ist gleich mit der ersten mächtig gescheitert. Aber seiner Meinung nach gehört Scheitern zur persönlichen Entwicklung dazu. Von seiner ersten Firmenpleite besitzt er heute noch zwei Stühle, die in seinem Büro stehen und ihn immer an diese Zeit erinnern. Beeindruckend fand ich auch Suhas Gopinath, der über Chancen und Risiken der Online-Welt sprach. Er hat mit 14 Jahren seine erste Firma gegründet.

Was hat euch beim World Business Dialogue überrascht?

Anna: Die Atmosphäre und die Organisation. Außerdem fand ich den Mut zur Provokation gut. Die Teilnehmer und Organisatoren des World Business Dialogues haben sich nicht gescheut, heikle Themen anzusprechen oder Personen in Diskussionen zusammenzubringen, die ganz unterschiedliche Meinungen vertraten.

Daniel: Mich hat überrascht, dass die Leute auf der Bühne von uns Studierenden immer ganz selbstverständlich als den künftigen Führungskräften der Wirtschaft sprachen und wie sich dieses Selbstverständnis auf einen Großteil des Publikums übertrug. Eine echt interessante Atmosphäre. Aber man merkte schon, dass alle Studenten sehr motiviert waren, sie haben sich intensiv an den Workshops beteiligt und viel diskutiert.

Was nehmt ihr mit von der Veranstaltung an neuen Ideen oder Erkenntnissen?

Daniel: Ich habe dort über Fragen nachgedacht, mit denen man sich als Student sonst nicht unbedingt beschäftigt: Wie entwickelt sich der Konsum? Was sind die Herausforderungen der Zukunft, zum Beispiel bei der Stromerzeugung und für die Schwellenländer? Was bedeutet das für die künftigen Geschäftsmodelle? Der Kongress kann natürlich keine Lösungen bieten, aber Anregungen, über neue Themen nachzudenken. Ich denke, das wurde auch geliefert.

Anna: Vor allem habe ich mitgenommen, dass eine zielorientierte statt einer problemorientierten Handlungsweise oft erfolgreicher ist. Man sollte sich immer vor Augen halten: Wo will ich eigentlich hin, was ist mein Ziel? Was kann man tun, um langfristige Lösungen zu schaffen, anstatt nur immer akut "Feuer zu löschen"? Dieses Vorgehen lässt sich auf so viele Lebensbereiche anwenden. Und was auch viele Redner hervorgehoben haben: Unsere Generation ist die, die jetzt handeln muss. Es gibt schon viele gute Ideen, aber es müssen jetzt Taten folgen, um sie auch umzusetzen.

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Willst du mehr über unseren Partner Accenture erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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