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Auslandsluft schnuppern

International netzwerken, globale Karriere [Quelle: freeimages, Autor: sqback]

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Der Einstieg ins Unternehmen hat geklappt, aber dann kommt der Wunsch nach einem Auslandsaufenthalt. Was tun, wenn man nicht gerade in einem Trainee-Programm steckt? Die Deutsche Telekom hat für ihre Mitarbeiter das X-change-Programm aufgelegt. Dabei kann man bis zu sechs Monate an einem Standort im Ausland arbeiten.

Viele Mitarbeiter wünschen sich die Möglichkeit, für ein paar Monate Auslandsluft zu schnuppern. Sie möchten andere Länder, Kollegen und Arbeitsweisen kennenlernen. Das war auch bei der Deutschen Telekom nicht anders, daher hat sie 2009 das Telekom-X-change-Programm ins Leben gerufen.

Vorteile für beide Seiten

Einen Mitarbeiter ins Ausland zu schicken, bedeutet Arbeit - für die entsendende und für die aufnehmende Seite. Aber es gibt auch viele Vorteile für beide. Die Teams können Wissen austauschen und von den neuen Erkenntnissen profitieren. Im Ausland erwirbt der Mitarbeiter interkulturelle Kompetenz, lernt seine Arbeitsweise aus einem anderen Blickwinkel kennen und bringt neue Ideen mit zurück.

Wer kann dabei sein?

Das Programm richtet sich an alle Mitarbeiter, die mindestens ein Jahr im Unternehmen sind. Natürlich muss der Vorgesetzte mit dem Austausch einverstanden sein, denn schließlich fehlt ihm für ein paar Monate eine Arbeitskraft. Daher ist das Programm auch auf sechs Monate beschränkt.

Wie haben Sie von dem X-change-Programm erfahren?

Das war ein Zufall. Ich hospitierte gerade für einen Monat bei Magyar Telekom in Ungarn und traf dort eine Kollegin aus Deutschland. Sie organisierte den Aufbau des Programms mit südosteuropäischen Ländern. Die Chance habe ich genutzt und sie über das Programm ausgequetscht. Ein paar Monate später war ich selbst als eine der ersten Telekom-X-change-Teilnehmerinnen in Deutschland.

Warum ausgerechnet Deutschland?

Ich wollte schon immer gerne außerhalb Kroatiens leben. Ich war in den USA, habe in der Schule aber auch Deutsch gelernt. Und meine Familie hat Freunde in Deutschland. Also war es für mich naheliegend, dorthin zu gehen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass Deutschland ganz gut europäische Mentalität und amerikanischen Kapitalismus kombiniert. Das gefällt mir.

Wie haben Sie sich auf den Aufenthalt in Deutschland vorbereitet?

Ich habe an einem interkulturellen Training teilgenommen. Dabei haben wir einige Übungen gemacht, um herauszufinden, welche Arbeitsweise wir haben und welche Gemeinsamkeiten es zu Deutschland gibt. Meine Testergebnisse zeigten, dass ich schon ganz schön internationalisiert bin. Meine Vorstellungen waren näher an den deutschen oder amerikanischen als an den kroatischen.

War das X-change-Programm der einzige Weg ins Ausland?

Es gibt bei der Telekom verschiedene Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen. Ich habe in Ungarn an einem neu ins Leben gerufenen Job-visiting-Programm teilgenommen. Da lernt man ein anderes Land und eine andere Abteilung kennen. Viele Kollegen gehen auch für ein Projekt, das ein paar Monate dauert, ins Ausland.

Mussten Sie denn nach den vier Monaten wieder zurück?

Ja, das ist so vorgesehen. Nach dem geplanten Zeitraum geht man wieder zurück an seinen alten Arbeitsplatz. Er wurde mir freigehalten, und meine Kollegen in Kroatien können die Arbeit ja auch nicht immer für mich übernehmen.

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