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Darauf kommt es im Assessment Center an

Hochhaus, Skyscraper, Wolkenkratzer, Gebäude [Quelle: freeimages.com, Autor: SBillBerg]

Quelle: freeimages.com, SBillBerg

Worauf muss ich achten, wenn ich ein Assessment Center durchlaufe? Wie kann ich mich vorbereiten? Das verrät Gustav von der Schulenburg im Interview - denn er konnte bei der Telekom an einem Trainings-Assessment-Center teilnehmen. Dabei gaben die Telekom-Mitarbeiter nach jeder Runde Tipps fürs richtige Verhalten.

Sie waren bei der "Leave your mark"-Tour dabei, bei der die Telekom sich an zehn verschiedenen Standorten vorgestellt hat. Wieso haben Sie teilgenommen?

Ich bin durch eine E-Mail von e-fellows.net auf das Event aufmerksam geworden und dachte mir, das wäre eine gute Gelegenheit, die Telekom und die Einstiegsmöglichkeiten dort kennenzulernen. Im Rahmen der "Leave your mark"-Tour gab es die Möglichkeit, an einem Trainings-Assessment-Center teilzunehmen. Dafür habe ich mich beworben und wurde auch prompt eingeladen.

Wie genau lief das Trainings-Assessment-Center ab?

Das Assessment Center war genauso gestaltet, wie es in der Realität aussehen würde. Zuerst sollten wir uns auf Englisch selbst präsentieren, dann bearbeiteten wir in Gruppen eine Fallstudie sowie einen Brainteaser und absolvierten schließlich ein Rollenspiel. In den Übungen waren zum Teil Diskussionselemente vorhanden. Der einzige Unterschied zu einem "richtigen" Assessment Center war, dass wir nach jeder Runde Feedback zu unserer Leistung bekommen haben und Tipps, was man noch besser machen könnte. Die Telekom-Mitarbeiter erklärten uns außerdem, wie man sich generell in einem Assessment Center verhalten sollte und worauf die Telekom Wert legt. Zwischendrin gab es ein Mittagessen, bei dem wir uns auch mit Mitarbeitern unterhalten und unsere Fragen loswerden konnten.

Worum ging es im Brainteaser genau?

Wir haben eine Schätzaufgabe bekommen, die im Zusammenhang mit der Telekom stand. Wir diskutierten zu viert und natürlich war nicht so sehr das Endergebnis wichtig als vielmehr die Art und Weise, wie wir an das Problem herangingen. Die Teamkoordination und -orientierung spielten dabei ebenso eine wichtige Rolle. Um den Brainteaser zu lösen, hatten wir ungefähr eine Viertelstunde Zeit.

Und wie lief das Rollenspiel ab?

Ich sollte mich in die Rolle eines Teamleiters hineinversetzen, der seinen Mitarbeiter überzeugen soll, ausnahmsweise an einem Wochenende zu arbeiten. Meine Strategie dabei war, dem Mitarbeiter in einer wertschätzenden Art zu erklären, warum es so wichtig ist, dass er an diesem Wochenende präsent ist. Außerdem habe ich ihm Möglichkeiten angeboten, wie er von der Mehrarbeit profitieren kann, indem ihm zum Beispiel mehr Verantwortung übertragen wird und er seine Ergebnisse anschließend selbst dem Management präsentieren kann.

Was haben Sie beim Assessment-Center-Training gelernt?

Ich habe festgestellt, dass man sich zwar auf einige Bestandteile des Assessment Centers vorbereiten kann, auf andere aber wiederum überhaupt nicht. Außerdem sollte man immer im Hinterkopf behalten, bei welchem Unternehmen man sich bewirbt. Bei meiner Selbstpräsentation habe ich zum Beispiel erklärt, warum ich mit meinem Lebenslauf so gut zur Telekom passe. Meine großen Interessen sind Technik und Wirtschaft – also habe ich berichtet, wie ich diesen Interessen in meinem Leben schon nachgegangen bin und wie das zur Arbeit bei der Telekom passt. Wichtig ist es, dass man einfach man selbst bleibt. Bei der Gruppenarbeit zum Beispiel sollte man sich konstant einbringen, ohne dabei die Ellenbogen auszufahren. Und bei den Interviews sollte man nicht nur auswendig Gelerntes von sich geben, sondern zwischendurch immer seine Antworten überdenken. Authentisch bleiben und wirken sind hier die Tipps, die man mitnehmen sollte.

Demnächst starten Sie ja sogar bei der Telekom - wie kam es dazu?

Während des Events habe ich mich mit einem Recruiter über die Möglichkeiten bei der Telekom unterhalten. Dieser hat mich nach dem Assessment-Center-Training noch einmal angerufen und meinte, das Trainee-Programm im "Center for Strategic Projects" der Telekom könnte gut zu mir passen. Das "Center for Strategic Projects" ist eine Art Inhouse-Beratung der Deutschen Telekom. Weil ich ja schon an einem Assessment Center teilgenommen hatte, konnte ich direkt in die letzte Runde der Bewerbung für das Trainee-Programm einsteigen. Das hat gut geklappt, daher fange ich demnächst bei der Telekom an.

Wieso haben Sie gerade die Telekom als Arbeitgeber gewählt?

Das hat zwei Gründe: Die Arbeit passt genau zu meinen Interessen Technologie und Wirtschaft – da kann ich mich gut einbringen. Es gibt viele Projekte im "Center for Strategic Projects", bei denen man eine technische Entscheidung trifft, die gleichzeitig auch betriebswirtschaftlich sinnvoll sein muss. Der zweite Grund: Durch die Interviews und die Gespräche mit den Mitarbeitern habe ich festgestellt, dass die Telekom ein sympathischer Arbeitgeber ist und dass dort hervorragende Leute arbeiten. Ohne das Event hätte ich das nicht mitbekommen, denn von außen ist so etwas schwer zu beurteilen. Ich finde auch prima, dass ich mit einem Trainee-Programm einsteigen kann – dadurch lege ich mich noch nicht gleich auf einen bestimmten Job fest und habe die Möglichkeit, mich im Unternehmen umzusehen.

Was werden Ihre neuen Aufgaben sein?

Das "Center for Strategic Projects" setzt die strategischen Themen der Telekom um beziehungsweise unterstützt andere Abteilungen dabei. Dieses Center ist sozusagen meine Heimat-Abteilung, in der ich auch die erste Station meines 15-18-monatigen Trainee-Programms machen werde. Danach habe ich einen Einsatz, bei dem der Kundenkontakt im Vordergrund steht, um zu erfahren, welche Wünsche sie haben. Anschließend kommen noch drei weitere Einsätze, davon einer im Ausland.

Mehr über die "Leave your mark"-Events erfährst du hier:

Weitere Videos gibt es auf der "Leave your mark"-Website der Deutschen Telekom.

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