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Theorie und Praxis unter einem Hut

Deutsche Telekom Interview Duales Studium (Autor: Picture-Factory, Quelle: Fotolia.com)

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Nach dem Abi direkt in ein Unternehmen - Marie von Bethmann und Lisa Mack haben es gewagt. Eine Entscheidung, die sie nicht besser hätten treffen können, sind sie sich einig. Und obwohl sie ganz schön eingespannt sind, bleibt immer noch Zeit für Freunde und Hobbys.

Warum habt ihr euch für ein Duales Studium entschieden?

Marie: Ich habe schon vor dem Abi oft überlegt, was ich machen könnte. Ich wollte gerne in die wirtschaftliche Richtung, aber ein Studium erschien mir zu trocken. Ich will immer gerne wissen, wozu ich etwas lerne. Das Duale Studium war für mich daher die beste Option - weil es Theorie und Praxis verbindet.

Lisa: Ich wollte nach dem Abi etwas machen, wo ich mich wirklich reinhängen konnte und gefordert wäre. Das Duale Studium schien mir dafür ideal.

Und haben sich eure Erwartungen erfüllt?

Marie: Absolut. An der Uni lernt man eher die Grundlagen, in der Praxis lernt man, sie umzusetzen. Wenn ich zum Beispiel mit Datenbanken arbeite, habe ich vorher im Studium gelernt, wie sie funktionieren und aufgebaut sind.

Lisa: Mich hat das Duale Studium schon nach ein paar Monaten überzeugt. Weil man nämlich arbeiten muss für den Erfolg. Wenn man sich reinhängt, kann man wirklich etwas erreichen. Das macht mich sehr zufrieden.

Wie hast du dich beworben?

Marie: Ich habe klassisch meine Unterlagen eingeschickt und wurde dann zu einem Auswahltag eingeladen. Der hatte bei der Telekom einen sehr persönlichen Charakter, weil wir mehrere Bewerber waren und uns verschiedene Entscheider interviewt haben. An der Uni musste ich allerdings einige Tests - Englisch, Logik, Gruppengespräche - durchlaufen. Das hat geschlaucht. Aber am Ende war ich natürlich total glücklich, dass es geklappt hat.

Wie bringt ihr Studium und Praxis unter einen Hut?

Lisa: Bei mir ist der Praxis-Anteil sehr hoch. Ich verbringe nur 14 Wochen pro Jahr an der Hochschule. Weil das natürlich nicht ausreicht, um allen Stoff zu lernen, löse ich zweimal in der Woche abends Aufgaben über eine E-Learning-Plattform und habe jeden Samstag eine Vorlesung über den virtuellen Klassenraum.

Marie: Ich bin drei Tage die Woche im Unternehmen und drei Tage -also Montag, Dienstag und Samstag- an der Frankfurt School. Da ist natürlich eine Menge Selbstdisziplin gefragt und Durchhaltevermögen. Aber es macht Spaß, weil man wirklich viel lernt.

Wie sieht es bei den Aufgaben aus? Darfst du eigenverantwortlich arbeiten?

Marie: Da ich das gesamte Programm in einer Abteilung verbringe, kann ich zum Teil auch eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen. Mein Team betreut den Kunden Deutsche Bank. Ich helfe dabei, Kunden-Events und Teammeetings zu organisieren, und mache mich mit den internen Prozessen vertraut. Im Frühjahr hatte ich die Möglichkeit, ein sechswöchiges Praktikum in der Bank zu absolvieren, wodurch man auch mal einen Einblick in die Abläufe des Kunden erhalten konnte.

So ein Wechsel von der Schule in ein Unternehmen ist doch sicher nicht leicht, oder?

Lisa: Mir ist der Einstieg eigentlich ganz leicht gefallen, obwohl es schon eine große Umstellung war. Die Telekom hat aber bereits vor dem eigentlichen Beginn der Ausbildung Seminare organisiert. Dort habe ich die anderen Teilnehmer kennengelernt und wurde mit dem Unternehmen vertraut gemacht. Wir haben einiges über Prozesse, die Unternehmenskultur und unsere Aufgaben erfahren. Das hat mir schon ziemlich viel Sicherheit gegeben.

Wie haben dich deine Kollegen aufgenommen?

Marie: Das war wirklich schön - vom ersten Tag an habe ich mich dazugehörig gefühlt. Meine Kollegen haben mir das Du angeboten, sind auf mich eingegangen und haben mir alles erklärt. Und auch wenn ich nur die Hälfte der Woche im Büro bin, klappt die Zusammenarbeit sehr gut. Ich muss immer schauen, dass alle über die nötigen Infos verfügen, so dass die Kollegen in meiner Abwesenheit an dem aktuellen Stand der Dinge weiter arbeiten können.

Was ist denn anstrengender – Arbeit oder Studium?

Lisa: Das kann ich nicht wirklich sagen. Insgesamt macht mir das Arbeiten mehr Spaß, weil ich eher der praktische Typ bin. Da merke ich dann auch nicht wirklich, wenn es anstrengend ist. Trotzdem bin ich froh, dass ich an der Hochschule etwas über die Theorie lerne - denn ich merke, dass man ohne sie nicht auskommt. Erst mal sind die Vorlesungen an sich nicht so anstrengend, wenn dann aber Klausuren anstehen, muss man sich auch ganz schön ins Zeug legen.

Habt ihr noch Tipps an die Abiturienten?

Lisa: Wenn ihr euch für ein Duales Studium entscheidet, seid euch bewusst, dass es mehr Aufwand ist, als nur eins von beiden zu machen. Und habt den Mut zu wechseln, wenn es nicht passt.

Marie: Findet heraus, was euch wirklich wichtig ist. So habt ihr etwas, dass euch weitertreibt, wenn ihr in ein Loch fallt. Durchhänger hat jeder mal, man muss nur wissen, wie man sie übersteht.

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