Partner von:

Private Equity bei Clifford Chance - ein Associate im Gespräch

Clifford Chance Private Equity Associate (Autor: ArTo, Quelle: Fotolia.com)

© ArTo - Fotolia.com

Warum fiel Ihre Karriereentscheidung für Clifford Chance aus?

Ausschlaggebend war letztlich die gute Atmosphäre bei den Vorstellungsgesprächen. Bei allen Treffen und Gesprächen mit Mitarbeitern in London, München und Frankfurt hatte ich das Gefühl, dass ich mich in diesem Umfeld wohlfühlen werde. Außerdem hatte sich sehr schnell herausgestellt, dass Clifford Chance eine super Plattform ist, um in einem internationalen Umfeld an Unternehmenstransaktionen mitzuarbeiten.
 
Den ersten Kontakt zu Clifford Chance hatte ich in London bei einer Veranstaltung für deutschsprachige LL.M.-Studenten im wirklich beeindruckenden Londoner Büro. Ich bekam dort zunächst einen allgemeinen Einblick in die Tätigkeit eines Transaktionsanwalts und besprach in Einzelgesprächen meinen möglichen Einstieg. Danach stand für mich auf jeden Fall fest, dass ich mich bei Clifford Chance bewerben werde. Dazwischen lagen allerdings noch einige ganz tolle Monate in London.

Was war nach der Einarbeitung Ihre erste große Aufgabe?

Wirklich Zeit zur Einarbeitung hatte ich eigentlich gar nicht. Nach einer zweitägigen, allgemeinen Einführung ging es für mich gleich in die Vollen – zuerst arbeitete ich an der Erstellung einer Angebotsunterlage im Rahmen eines voluminösen Übernahmeangebotes mit. Dabei kam mir übrigens zugute, dass ich meine Dissertation zum Übernahmerecht geschrieben hatte und einige Vorkenntnisse einbringen konnte.
 
Gleich anschließend arbeitete ich an der Erstellung eines umfangreichen Due Diligence-Reports mit, also einem Bericht über rechtliche Risiken, vor dem Erwerb eines international breit aufgestellten Unternehmens. Hauptbestandteil meiner Tätigkeit war die Koordinierung des Reports, der immerhin 16 Jurisdiktionen aus allen Ecken der Welt umfasste.

Wie verlief die Zusammenarbeit im Team und mit den Mandanten?

Aus dem Übernahmeangebot ist letztlich nichts geworden, aber das lag – hoffentlich – nicht an meiner Mitarbeit. Spaß beiseite – beide Anfangsprojekte waren sehr lehrreich für mich, ich habe bereits da sehr viele Facetten des Transaktionsgeschäfts live erleben können. Ich konnte mich aber auch als Neuling aktiv einbringen und habe schon beim zweiten Projekt einige Bereiche mehr oder weniger eigenständig bearbeitet. Bei beiden Projekten war die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Teams prima, was mir den Einstieg auch sehr einfach gemacht hat. Jedenfalls waren Türen und Ohren meistens offen für sämtliche Fragen, die man so als Berufseinsteiger hat. Und das sind einige.
 
Auch mit den Mandanten lief es von Beginn an unproblematisch. Natürlich ist der Kontakt anfangs noch nicht so intensiv. Aber die Mandanten sind meist offen für neue Gesichter. Sie banden mich recht schnell in die Projekte mit ein und akzeptierten mich als Ansprechpartner. Es war jedenfalls ein tolles Gefühl, als ich vom Mandanten das erste Dankeschön für gute Zusammenarbeit bekommen habe.

Welchen Tipp geben Sie interessierten Juristen, die auch Ihren Weg gehen wollen?

Wichtig ist vor allem, dafür zu sorgen, dass einem das, was man tut, Spaß macht. Es ist sicher keine Überraschung, wenn ich sage, dass unsere Arbeitsbelastung teilweise recht hoch ist und das kann man auf Dauer nur bewältigen, wenn die Arbeit auch Spaß macht. Wie funktioniert das? Es gibt natürlich keine Garantie, dass man den Job findet. Aber man sollte für sich einen Bereich finden, der einen auch über den juristischen Tellerrand hinaus interessiert. Ich fand beispielsweise die Fusion von Thyssen und Krupp Ende der neunziger Jahre und das ganze Drumherum sehr spannend. Da dachte ich schon, dass ich gern in diese Richtung gehen möchte, wenn auch noch nicht klar war, dass ich das als Anwalt tun würde.
 
Zweitens sollte man bei der Jobsuche auf das Umfeld achten. Denn gute Teams leben auch und ganz besonders von der guten Atmosphäre. Das zahlt sich für alle Beteiligten in jeder Hinsicht aus. Und schließlich kann ich aus eigener Erfahrung einen längeren Aufenthalt im Ausland sehr empfehlen. Das hilft nicht nur den Fremdsprachenkenntnissen, sondern kann auch eine ganz phantastische Erfahrung weit über Jura hinaus sein.

nach oben
Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren