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Aufstieg nach Auszeit

Nicolas J. von Bosch Rexroth [Quelle: Bosch Rexroth]

Quelle: Bosch Rexroth

Nicolas Justus wollte sich weiterentwickeln. Am besten im Ausland. Und davor noch ein Sabbatical machen. Bei Bosch Rexroth war das nicht zu viel verlangt.

Wie sind Sie zu Bosch Rexroth gekommen?

2009 bin ich direkt nach dem Studium ins Junior Managers Program eingestiegen. Danach war ich knapp ein Jahr in der zentralen Logistikabteilung und habe dann eine Stelle als Vorstandsassistent übernommen, die ich zwei Jahre lang innehatte. Nach meinem achtmonatigen Sabbatical bin ich jetzt frischgebackener Gruppenleiter in der Werkslogistik in den USA.

Was machen Sie da genau?

Meine Abteilung kümmert sich um den Informationsfluss in der Logistik. Das umfasst vor allem die Produktions- und die Beschaffungsplanung der Zulieferprodukte für die hydraulische Antriebs- und Steuerungstechnik, die wir in dem Werk produzieren. Die Produkte werden dann zum Beispiel in Baggern, Traktoren oder Werkzeugmaschinen eingebaut. Ein Teil ist aber auch in Infrastrukturprojekten wie dem Panamakanal, der London Bridge oder dem Eiffelturm verbaut.

Bevor Sie in die USA gingen, haben Sie ein Sabbatical gemacht. Ist das nicht ein eher ungewöhnliches Sprungbrett für eine Führungsposition?

In der Theorie schon. Ich wollte allerdings meine Doktorarbeit abschließen. Darin geht es um die Anwendung von automatisierten Planungssystemen in der Maschinenbau-Industrie. Thematisch bin ich damit also gar nicht weit weg von meiner aktuellen Tätigkeit. 

Heißt das, Ihr Arbeitgeber hat Sie zu dem Sabbatical bewegt?

Nein, das geschah ganz auf meinen Wunsch. Ich muss aber sagen, dass mich Bosch Rexroth dabei sehr unterstützt hat.

Dann hat es gar nicht so viel Überzeugungsarbeit gebraucht?

Nein. Ich hatte meine Doktorarbeit bereits vor meiner Zeit als Vorstandsassistent begonnen. Das war aber zum einen neben der Arbeit nicht ganz einfach, zum anderen wollte ich mich ohnehin

Nicolas J. bei der Arbeit [Quelle: Bosch Rexroth]

weiterentwickeln. Also habe ich die Gelegenheit genutzt, bin zu meinem Chef gegangen und habe mit ihm über die Möglichkeiten gesprochen, beides zu verbinden – also auf eine neue Stelle zu wechseln und vorher noch eine Auszeit für meine Doktorarbeit zu nehmen. Durch die Verbindung mit dem Stellenwechsel war es kein großes Problem, acht Monate von der Arbeit auszusetzen. 

Hatten Sie schon eine neue Stelle in Aussicht, als Sie sich ins Sabbatical verabschiedeten?

Nicht ganz. Es lief folgendermaßen: Während der Auszeit sah sich Bosch Rexroth nach geeigneten Stellen für mich um. Was geeignet wäre und was nicht, hatte ich mit meinem Chef vorher besprochen. Gut drei Monate vor Ende des Sabbaticals meldete sich das Unternehmen mit einem konkreten Angebot – meine aktuelle Position, die sehr gut zu mir passt. Es war aber die ganze Zeit über klar, dass ich nach dem Sabbatical wieder eine gute Stelle bekomme.

Gut in welcher Hinsicht?

Zunächst einmal war klar, dass ich gehaltsmäßig keinen Rückschritt machen würde. Außerdem war der nächste Schritt in meiner Laufbahnplanung, eine Führungsaufgabe zu übernehmen, vorzugsweise im Ausland. All diese Kriterien wurden erfüllt, sodass ich glücklich mit meiner aktuellen Position bin. In vier Jahren soll es dann wieder zurück nach Deutschland gehen.

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