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Mini-MBA nach Bertelsmann Art

Bertelsmann University [Quelle: freeimages, Autor: marygober]

Quelle: freeimages.com, marygober

Wieso braucht ein Unternehmen eine eigene Universität? Was ist das Besondere an den Programmen der Bertelsmann University? Organisatorin Katharina Schoof gibt einen Einblick in die Bertelsmann University - und verrät, wieso die Programme wie ein Mini-MBA sind.

Warum hat Bertelsmann eine eigene Universität?

Die Bertelsmann University wurde Ende der 90er Jahre gegründet - das Unternehmen ist damals stark gewachsen und sehr international geworden. Daher entstand die Idee, dass sich insbesondere die Führungskräfte noch stärker untereinander austauschen und dadurch neue Impulse für ihre Geschäfte bekommen. Dafür ist die Bertelsmann University nun die Plattform, wir bringen die Teilnehmer über die Bertelsmann-Divisionen hinweg in verschiedenen Programmen in den Dialog. Wir sind aber keine klassische Universität: Wir haben keinen Campus, sondern sind eine kleine Einheit in der Konzernzentrale. Zusammen mit sieben Kollegen kümmern wir uns um die Organisation, den Inhalt und die strategische Weiterentwicklung der Executive Education mit vielen unterschiedlichen Programmen für Führungskräfte.

Haben die externen Weiterbildungsangebote nicht gepasst?

Wir möchten den Führungskräften eine Weiterbildung anbieten, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist und sie auf die Herausforderungen unserer Organisation vorbereitet. Im Schwerpunkt geht es in unseren Programmen um Management-Themen, natürlich mit klarem Bertelsmann-Bezug. Für die Teilnehmer ist das besonders spannend: Da gibt es zum Beispiel Teilnehmer von Random House, die führen fünf Leute und treffen auf Kollegen von arvato, die Teams von 150 Leuten leiten, aber dieselben Fragen und Probleme haben. Einen Kurs an irgendeiner Institution belegen kann man immer, aber die Bertelsmann University bietet eine Kombination aus Networking, akademischem Wissenstransfer und vertiefenden kollegialen Gesprächen und Austausch. Ich denke, mittlerweile ist die Bertelsmann University zu einer Institution geworden, die eine wichtige Rolle bei der Führungskräfte-Entwicklung spielt.

Wer kann an den Programmen teilnehmen?

Unsere Programme sind ausschließlich für Führungskräfte und Führungsnachwuchskräfte aller Bertelsmann-Divisionen weltweit gedacht. Das Besondere ist, dass man sich für die Programme nicht einfach selbst anmelden kann, sondern vom Vorgesetzten nominiert wird. Diese Nominierung ist ein Signal: Wer ist Potenzial- und Leistungsträger? Und eine Einladung, über den Tellerrand der eigenen Division hinauszublicken.

Was lernt man an der Bertelsmann University?

In unserem einwöchigen Senior-Management-Programm zum Beispiel ist jeder Tag einem anderen Thema gewidmet: Finanzen, Strategie, Veränderungsmanagement, Kunde und Führung. Die Dozenten kommen von anerkannten Hochschulen und Business Schools und die Teilnehmer bearbeiten die Themen schwerpunktmäßig in Fallstudien. Das hat ein bisschen was von einem Mini-MBA: Es geht um neue Impulse und Perspektiven und die Vermittlung von aktuellem Management-Know-how. Zudem haben die Teilnehmer mal wieder die Möglichkeit, im akademischen Umfeld zu lernen. Zudem bieten wir in vielen Ländern Leadership-Programme an, die Führungskräfte dabei unterstützen sollen, ihre Rolle weiter zu entwickeln und den persönlichen Führungsstil zu optimieren.

Mit welchen Universitäten oder Business Schools arbeiten Sie zusammen?

Zum Beispiel mit der Harvard Business School, dem INSEAD und der ESMT in Berlin, Professoren und Dozenten von diesen und anderen Hochschulen leiten unsere Programme. In Frankreich kommen unsere Trainer zum Beispiel von der HEC. In den USA, Spanien und Deutschland haben wir zudem renommierte lokale Trainer als akademische Partner.

Kann man das Gelernte im Arbeitsalltag anwenden?

Die bisherigen Feedbacks haben gezeigt, dass die Programme wirklich alltagstauglich sind. Sie sind sehr interaktiv und leben vom gegenseitigen Austausch. Die Führungskräfte sollen ihre eigene Themen und Probleme mitbringen - also Fallarbeit aus der aktuellen Praxis. Das bringt sehr viel, weil man ja in einem engen, vertrauten Verbund von Kollegen diskutiert.

Weitere Informationen: Website der Bertelsmann University

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