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"Auch von mir gibt es Partybilder im Internet"

Personalmarketing im Internet bei Bertelsmann [Bildquelle: freeimages.com, Autor: dizzydance]

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Wie funktioniert ein Twitterview? Und wie kann ich Social-Media-Kanäle für die Jobsuche nutzen? Das erklärt Nico Rose von Bertelsmann im Interview - und berichtet außerdem, nach welcher Devise er im Internet aktiv ist.

Wo finde ich das Bertelsmann Karriere-Team im Internet?

Wir haben natürlich eine - gerade frisch modernisierte - Karriere-Website, die zentraler Dreh- und Angelpunkt für diejenigen ist, die an Bertelsmann interessiert sind. Unser Personal-Team ist außerdem seit 2008 bei Facebook und Twitter aktiv - wir waren damit unter den ersten. Facebook nutzen wir zum Beispiel zur Vor- und Nachbereitung von Events, bei Twitter haben wir einen allgemeinen Account und einen Job-Account, auf dem wir ausschließlich Stellen posten. Zusätzlich sind wir auf XING und LinkedIn mit einem Premium-Profil und einer Diskussionsgruppe präsent. Auch Pinterest nutzen wir seit einem Jahr und außerdem Vine, dort kann man kurze Videos hochladen. Und natürlich findet man uns auch in der e-fellows.net community.

Haben Sie auf Social-Media-Kanälen schon besondere Aktionen ausprobiert?

Wir waren die ersten, die ein Twitterview zum Thema Karriere gemacht haben. Interessierte konnten eine Stunde lang über Twitter Fragen an unseren Konzern-Personalchef stellen. Das wurde sehr gut angenommen und ging sogar durch die Presse. Auch andere Unternehmen haben diese Idee danach aufgegriffen. Es kommt eben einfach drauf an, dass man einen direkten Draht ins Unternehmen anbietet. Ansonsten setzen wir auf wiederkehrende Aktionen: Wir haben bei unserer großen Veranstaltung "Talent Meets Bertelsmann" zum Beispiel eine eigene App, mit der Nutzer sich mit den anderen Teilnehmern und Unternehmensvertretern verbinden und auch direkt Event-Fotos in die sozialen Netzwerke hochladen können.

Was versprechen Sie sich von Ihrem Engagement im Internet?

Wir möchten auf diesem Weg Talenten die Möglichkeit bieten, unmittelbar mit uns in Kontakt zu treten. Außerdem haben wir als Medienunternehmen den Anspruch, bei medialen Neuerungen vorne dabei und auf möglichst vielen Kanälen ansprechbar zu sein. Viele Menschen informieren sich heutzutage über Facebook und Twitter, daher ist es nur konsequent, dort auch Informationen bereitzustellen. Seltsamerweise scheuen sich Bewerber in der Regel noch davor zu sagen, dass sie sich über soziale Medien informiert haben. Ich halte auch Vorlesungen zum Thema und da antworten mir die Studenten: "Ich sehe mir schon die Facebook-Seite des Unternehmens an, aber dann gehe ich auf die Website und bewerbe mich dort." Ich habe den Eindruck, dass Social-Media-Kanäle noch als ein wenig unseriös angesehen werden - diese Meinung teile ich nicht.

Sprechen Sie auch Kandidaten direkt im Internet an?

Es gibt Studien, in denen Menschen gefragt wurden, ob sie auf Facebook Stellen angeboten bekommen möchten. 80 Prozent der Befragten antworten darauf mit "nein". Wenn es aber darum geht, ob sie selbst Unternehmen via Social Media ansprechen können, dann wollen 70 Prozent diese Möglichkeit haben. Das ist also ein schmaler Grat: Man muss präsent und ansprechbar sein auf diesen Kanälen, aber man darf die Leute nicht überschütten mit Informationen und Angeboten. Für uns sind Facebook und Co. daher kein direkter Recruiting-Kanal, aber ein "Touchpoint" für Kandidaten. Auf XING und LinkedIn ist das noch etwas anders, weil das explizit Foren für den beruflichen Kontakt sind. Dort sprechen wir potenzielle Kandidaten auch direkt an.

Wie kann ich als Bewerber Social-Media-Kanäle nutzen, um auf Unternehmen einen positiven Eindruck zu machen?

Wenn man sich bei XING und LinkedIn ein Profil anlegt, dann sollte es möglichst professionell sein, also vollständig ausgefüllt und mit gutem Profilbild. Denn man muss damit rechnen, dass der Personaler dort nachsieht. Außerdem kann man in Forendiskussionen mit guten Beiträgen auf sich aufmerksam machen. Ich recherchiere auch manchmal online nach Informationen über einen Bewerber - aber nicht, weil ich nach Partybildern suche, sondern um offene Fragen zu klären, zum Beispiel, wenn jemand bei einem Mittelständler gearbeitet hat, dessen Name mir nicht geläufig ist. Auch von mir gibt es Partybilder im Internet. Jeder hat ein Recht auf ein Privatleben.

Was sollte man denn auf keinen Fall tun?

Negativ auffallen. Man sollte in Forendiskussionen niemanden beleidigen, nicht über den vorherigen oder aktuellen Arbeitgeber lästern. Das Netz vergisst nichts. Ich selbst befolge im Internet zwei einfache Regeln: Ich poste nichts, was meine Mutter jetzt nicht sehen wollen würde. Und nichts, was mein kleiner Sohn in 18 Jahren nicht über mich lesen möchte.

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Willst du mehr über unseren Partner Bertelsmann erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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