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Kommunikationsstarke Zahlengenies gesucht

Mathematiker bei McKinsey (Autor: Gina Sanders, Quelle: Fotolia.com)

© Gina Sanders - Fotolia.com

Warum sollte man als Mathematiker bei der Allianz einsteigen? Weil man fachliche mit kommunikativen Fähigkeiten verbinden kann, zum Beispiel. Oder weil man sehr praxisbezogen arbeitet. Drei Mitarbeiter aus dem Aktuariat, der Tarifkalkulation und dem Vorstandsbüro über ihren Berufsalltag.

Frau Müller, wie sind Sie zur Allianz gekommen?

Ursprünglich als Referentin in der Produktentwicklung bei der Allianz Private Krankenversicherung. Danach war ich für rund ein Jahr stellvertretende Referatsleiterin, wurde dann Assistentin des Fachbereichsleiters und Anfang 2015 schließlich Assistentin des Vorstands Herrn Dr. Jan Esser für das Ressort Produktentwicklung, Aktuariat und Firmenkunden.

Was sind Ihre Aufgaben als Vorstandsassistentin?

Meine Aufgaben sind sehr vielseitig. Ich nehme zum Beispiel jede Woche an diversen Meetings zusammen mit Herrn Dr. Esser teil und diskutiere gemeinsam mit den jeweiligen Experten die aktuellen Themen inhaltlich mit. Dadurch bekomme ich nicht nur einen sehr guten Überblick über alle Themen, sondern bin auch fachlich stark eingebunden. Besonders interessant finde ich hierbei strategische Fragegestellungen und wie man die Strategie in die tägliche operative Arbeit übersetzt. Ich habe aber auch einige eigene Projekte, die ich betreue: zum Beispiel zu aktuellen gesundheitspolitischen Fragegestellungen oder zu speziellen strategischen Themen. Darüber hinaus unterstütze ich Herrn Dr. Esser bei der Vorbereitung von Vorträgen.

Können Sie Ihre mathematischen Fähigkeiten in Ihrem Job überhaupt einsetzen?

Absolut. Mein Chef entscheidet als Vorstand des Aktuariats und verantwortlicher Aktuar über alle kalkulatorischen Projekte, daher gehen meine Tätigkeiten auch sehr in die fachliche Tiefe. Ich bin in den meisten Prozessen eingebunden, habe aber zum Beispiel auch selber schon Tarife nachkalkuliert. Außerdem leitet Herr Dr. Esser in der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) Arbeitsgruppen. Auch dadurch habe ich immer mit aktuellen Aktuariatsthemen zu tun. Zusätzlich habe ich neben dem Job noch meine Ausbildung zum Aktuar DAV abgeschlossen, bei der mich die Allianz unterstützt hat.

Dennoch sind Sie mit Ihrem Job unter Ihren Ex-Kommilitonen wahrscheinlich eine Exotin?

Nun, die Versicherungsbranche ist eigentlich schon typisch für Mathematiker. Neben den fachlichen Kenntnissen ist als Vorstandsassistentin aber auch viel Organisations- und Kommunikationstalent erforderlich - genauso wie in der Produktentwicklung oder als Projektleiterin. 

Warum haben Sie die Allianz als Arbeitgeber gewählt?

Eigentlich war ich nach dem Studium hin- und hergerissen zwischen einer klassisch-mathematischen Tätigkeit und dem Einstieg in die Unternehmensberatung. Die Allianz bot mir beide Aspekte: den fachlichen und den kommunikativen. Besonders schätze ich aber das sehr kollegiale und freundliche Klima bei der Allianz, weshalb ich bis heute dort arbeite.

Herr Gutmann, was genau sind Ihre Aufgaben bei der Allianz?

Meine Hauptaufgabe ist die Tarifkalkulation von Versicherungsprodukten. Ich erstelle neue Kalkulationen, bessere bereits bestehende nach oder passe sie an aktuelle Umstände an. So überprüfe ich zum Beispiel, ob wir die Rechnungsgrundlagen den Tarifen anpassen müssen. Das heißt: die Tarife der Versicherten müssen unter anderem abhängig von neuesten Zahlen in Bezug auf das Risiko des Versicherungsfalls angepasst werden. Wenn das Risiko steigt, ändert sich auch der Tarif.

Und das füllt einen Großteil Ihrer Arbeitszeit?

Aber ja. Diese Überprüfung wird jährlich für einen Großteil unserer Tarife durchgeführt - und das sind mehrere Hundert; da sitzen 30 Mathematiker gleichzeitig dran. Die Anpassung präsentieren wir zuerst unserem verantwortlichen Aktuar und anschließend prüft diese Anpassung noch ein externer mathematischer Treuhänder, der dem Ganzen seine Zustimmung geben muss. Es fallen aber auch zahlreiche Spezialaufgaben an, die sich etwa aufgrund neuer gesetzlicher Anforderungen ergeben. So hat der Gesetzgeber 2012 entschieden, dass man bei der Prämienkalkulation nicht mehr zwischen den Geschlechtern der versicherten Person differenzieren darf. Diese Einführung der sogenannten Unisex-Tarife musste dann umgesetzt werden. Derzeit beschäftigen uns die Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) oder die erst kürzlich beschlossene Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade (Pflegestärkungsgesetz II), die natürlich auch einen erheblichen Einfluss auf unsere Tarife haben.

Warum sind Sie nach dem Studium bei der Allianz eingestiegen?

Eigentlich wollte ich Unternehmensberater werden. Über e-fellows.net entdeckte ich aber ein Event der Allianz: den Karrieretag für Mathematiker und Physiker. Aus reiner Neugier ging ich hin, war sofort begeistert und hatte bereits kurze Zeit später einen Arbeitsvertrag.

Was an dem Event hat sie überzeugt?

Mich haben zweierlei Dinge überzeugt. Zum einen war die Veranstaltung hochkarätig besetzt. Bis hinauf zur Vorstandsvorsitzenden der Allianz Privaten Krankenversicherung waren die wichtigsten Führungspersonen anwesend. Das zeigte schon einmal die Wertschätzung, die man den Teilnehmern entgegenbrachte. Andererseits bestand das Event selbst aus zwei sehr anschaulichen Fallstudien, die mir zeigten, dass die Versicherungsbranche wesentlich spannender sein kann, als ich mir ursprünglich gedacht hatte. Und: bei der Allianz würde ich nicht vier Tage die Woche für Projekte unterwegs sein müssen.

Was muss man können für Ihren Job - außer Mathematik?

Sehr hilfreich sind gute IT-Kenntnisse. Ich programmiere im Arbeitsalltag auch regelmäßig selbst. Außerdem wichtig: Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten, denn die eigenen Ergebnisse muss man regelmäßig dem Vorstand vorstellen.

Herr Niemeyer, wie sind Sie zur Allianz gekommen?

Über ein Praktikum gegen Ende meines Studiums, das ich in dem Bereich absolviert habe, in dem ich jetzt auch arbeite. Ich hatte mich bereits im Studium auf Aktuarwissenschaften spezialisiert, und schon ein Praktikum bei einer Bank gemacht; danach wollte ich natürlich auch die Versicherungsbranche kennenlernen. Das Praktikum gefiel mir, und nachdem ich meine Promotion beendet hatte, war die richtige Stelle bei der Allianz für mich frei.

Sie sind bei der Allianz in Aktuariat und Research tätig. Was genau sind Ihre Aufgaben?

Ich erstelle zum Beispiel Chance-Risiko-Profile für einzelne Versicherungsprodukte. Dazu simuliere ich verschiedene Kapitalmarktszenarien, die sich unter den Bedingungen des jeweiligen Vertrags ereignen könnten und erstelle daraufhin Diagramme der Ablaufleistungen und Chance-Risiko-Klassen. Außerdem unterstütze ich die Produktentwicklung durch stochastische Simulationen. Neben diesen Tätigkeiten habe ich noch weitere Aufgaben, wie etwa die Mitarbeit am Unternehmensmodell oder die Unterstützung der Kapitalanleger bei einem Projekt.

Was gefällt Ihnen am Aktuariat?

Im Aktuariat kann man finanzmathematische und kommunikative Fähigkeiten verbinden und hat gleichzeitig einen sehr hohen Praxisbezug. Außerdem gefällt mir der kreative Aspekt meiner Arbeit: Denn die optimale Lösung muss man je nach Projekt immer wieder neu finden.

Und warum gerade die Allianz als Arbeitgeber?

Zunächst einmal liegt auf der Hand, dass sich in einer so großen Versicherung wie der Allianz sehr gute Karrierechancen bieten. Zudem sind die Arbeitsbedingungen optimal - von den flexiblen Arbeitszeiten bis zur exzellenten Kantine hat man das Gefühl, dass sich die Allianz sehr um ihre Mitarbeiter kümmert.

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