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Vom Profi-Segler zum Inhouse-Berater

Vom Profisegler zum Vorstandsassistenten [Quelle: freeimages, Autor: egbotta]

Quelle: freeimages.com, egbotta

Früher analysierte Alexander als Profi-Segler Wetterdaten - jetzt analysiert er Kennzahlen für den Vorstand bei der Allianz. Strategisches Geschick ist bei beiden Aufgaben gefordert. Im Interview berichtet Alexander, wie er bei seinem Job als Inhouse-Berater von seinem Erfahrungsschatz als Sportler profitiert.

Warum haben Sie sich für das Inhouse Consulting der Allianz entschieden?

Ich habe schon während des Studiums zwei Praktika bei der Allianz gemacht, im Investment Controlling und bei Allianz Investment Management in Singapur. Dabei wurde ich sozusagen "infiziert" von der Allianz und deren Unternehmenskultur, die mir sehr gut gefallen hat. Deshalb wollte ich nach dem Studium auf jeden Fall bei der Allianz einsteigen. Das Inhouse Consulting fand ich sofort sehr interessant. Als ich dann eine Stellenausschreibung dafür bei e-fellows.net gesehen habe, habe ich mich gleich beworben.

Welche Projekte bearbeiten Sie im Inhouse Consulting?

Das Inhouse Consulting übernimmt Projekte in allen Bereichen der Allianz. Eines meiner ersten Projekte war für die Allianz-Tochter AllSecur, das ist unser Direktversicherer. Dort haben wir die Preisgestaltung optimiert, um die Preise dynamischer und kundengerechter zu gestalten. Dafür haben wir eng mit verschiedenen Allianz Bereichen zusammengearbeitet, unter anderem mit dem Vorstand der AllSecur, mit dem Aktuariat, das die Allianz-Produkte entwickelt und mit der IT, die bei der Umsetzung unterstützt. Wir vom Inhouse Consulting haben auch als Schnittstelle zwischen den Abteilungen fungiert und den Vorstand informiert.

In einem anderen Projekt haben wir im Controlling der Allianz ein neues Management-Reporting aufgebaut. Das Ziel war, sämtliche Kennzahlen der Allianz in einem einheitlichen Format zu erfassen, um das monatliche Reporting für den Vorstand zu erleichtern. Wir haben uns das bereits bestehende Reporting intensiv angeschaut und uns dabei überlegt, wie man die Datenbeschaffung und -aufbereitung vereinheitlichen und anschließend an den Vorstand kommunizieren kann. Das Ziel hierbei war, den Automatisierungsgrad zu maximieren und dadurch den Controlling-Einheiten zusätzliche Kapazitäten für die Analyse zu verschaffen. Dieses Projekt war gerade für mich als Einsteiger interessant, weil ich dabei einen guten Überblick über das Unternehmen bekommen habe.

Wie gehen Sie an ein Projekt heran?

Ich versuche zunächst einmal, das Problem genau zu verstehen. Dafür sehe ich mir den Ist-Zustand an und analysiere, wo Schwachstellen sind. Es hilft zum Beispiel, wenn man einen Prozess visualisiert, um die Lücken zu entdecken. Auf diesem Weg sieht man ziemlich schnell, wo noch Optimierungspotenzial besteht und kann sich diesen Bereich genauer ansehen.

Was finden Sie an Ihrer Arbeit besonders herausfordernd?

Sämtliche Beteiligte eines Projekts und deren Interessen ins selbe Boot zu bekommen - das ist eine Herausforderung. Das liegt auch an der Größe des Konzerns: Es gibt bei der Allianz allein 11 Vorstände. Da allen Interessen gerecht zu werden, ist nicht immer ganz einfach.

Wie können Sie Ihre Stärken am besten in Ihrem Job einsetzen?

Ich war lange Zeit Profi-Segler und für die Strategie im Regatta-Team verantwortlich. Weil ich mich schon immer gerne mit Zahlen beschäftigt habe, habe ich zum Beispiel Wetterdaten über einen langen Zeitraum analysiert, um aus den Beobachtungen eine Strategie für Wettkämpfe abzuleiten. Auch jetzt versuche ich, in einem Projekt die strategischen Aspekte und das große Ganze im Auge zu behalten. Man gewinnt die Kollegen leichter für ein Projekt, wenn man ihnen erklärt, was das Ziel ist und welchen Vorteil sie davon haben.

Was gefällt Ihnen am besten an Ihrer Arbeit?

Ich mag es sehr, dass ich so viel von meinen Kollegen lernen kann. Bei der Allianz arbeiten in allen Bereichen sehr erfahrene und gute Mitarbeiter. Außerdem beginne ich im Schnitt alle vier Monate ein neues Projekt – das ist so, als würde ich alle vier Monate einen neuen Job machen. Ich kann mir ganz verschiedene Abteilungen ansehen, habe mit vielen verschiedenen Menschen zu tun und erarbeite mir dadurch viel Wissen. So lerne ich nach und nach die ganze Wertschöpfungskette bei der Allianz kennen.

Welche Karriere-Möglichkeiten hat man nach dem Inhouse Consulting?

Das Inhouse Consulting ist ein Karriere-Sprungbrett - dort werden Führungskräfte für die Allianz entwickelt. Einer meiner Kollegen ist gerade Abteilungsleiter in der Betriebsorganisation geworden und führt nun ein Team mit 25 Mitarbeitern. Nach der Zeit im Inhouse Consulting stehen einem viele Türen offen, nicht nur in der Allianz Deutschland, sondern weltweit. Ein Vorteil dabei ist auch, dass man sehr nah am Vorstand arbeitet.

Überblick Allianz Inhouse Consulting:

  • Voraussetzungen: Master-Abschluss; mit Promotion oder MBA kann man direkt als Consultant einsteigen.
  • Anforderungen:
    • analytische Fähigkeiten
    • sehr gute akademische Leistungen
    • Auslandserfahrung
    • Führungskompetenz
    • soziales Engagement
  • Standort: Unterföhring bei München
  • Karrierestufen: Junior Consultant, Consultant, Senior Consultant, Senior Manager, Partner
  • Mitarbeiterzahl: derzeit 15 Berater
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