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Stimmen die Vorurteile übers Beraterleben?

Fragezeichen [Quelle: freeimages.com, Autor: Dhiegaum]

Quelle: freeimages.com, Dhiegaum 

Ellenbogen-Mentalität, Up-or-Out-Prinzip und ständiges Reisen - vor seinem Start bei dem Beratungsunternehmen Accenture hatte Tobias Müller einige Vorurteile übers Beraterdasein. Welche davon sich bestätigt haben, verrät er im Interview.

Hatten Sie vor Ihrem Start auch Vorurteile über das Beraterdasein?

Ich dachte, dass in der Beratung Ellenbogen-Mentalität herrscht und alles nach dem Up-or-Out-Prinzip abläuft. Ich hatte damit gerechnet, dass mich ein toughes Arbeitsumfeld erwartet, in dem ich mich ständig bewähren muss.

Haben sich manche Ihrer Vorurteile bestätigt?

Im Endeffekt war ich positiv überrascht: Es gibt keine Ellenbogen-Mentalität, Teamarbeit ist bei uns sehr wichtig und wir haben faire Bewertungs- und Beförderungsprozesse. Ich muss nicht zwingend "kämpfen" und mich dauernd behaupten.

Was man auch oft über das Beraterleben hört: Es wird viel gereist. Stimmt das?

Ich war für meine Kunden viel unterwegs, das "Vorurteil" des vielen Reisens hat sich für mich also bestätigt. Das stört mich aber nicht, denn ich sehe gerne verschiedene Städte und Kollegen. Für mich macht das die Arbeit reizvoll.

Was die Arbeitszeiten angeht – da hat sich das Vorurteil teilweise bestätigt. In großen Projekten gibt es Hochphasen, da wird es anstrengend, aber auch spannender. Zwischendurch kommen Phasen, in denen ich "normale" Arbeitszeiten habe. Das hängt vom Projekt ab. Außerdem kann man als Einsteiger Überstunden ausgleichen oder sich vergüten lassen – das empfand ich als untypisch für die Beratung.

Wie kamen Sie zu Accenture in die Technologieberatung?

Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert, was eine gute Grundlage für die Technologieberatung ist. Man bekommt von Technik und Wirtschaft etwas mit. Accenture habe ich als Student bei Infoveranstaltungen kennengelernt. Nach dem Studium bin ich in die IT-Abteilung einer Versicherung eingestiegen. Nach einem halben Jahr habe ich aber festgestellt, dass ich mehr herumkommen und in einem größeren Unternehmen in größeren Projekten arbeiten möchte. Also habe ich mich bei Accenture beworben und den Auswahlprozess erfolgreich durchlaufen von der Online-Bewerbung übers Telefoninterview bis hin zum Auswahltag.

Wieso wollten Sie gerade zu Accenture?

Accenture hat mir auf den Infoveranstaltungen an der Uni gut gefallen, die künftigen Kollegen schienen mir sympathisch. Accenture ist ein sehr etabliertes Unternehmen, was mir auch wichtig war. Auch die Atmosphäre beim Auswahltag hat mich überzeugt und mir Lust gemacht, in dem Unternehmen zu arbeiten.

Wie sieht Ihre Arbeit aus?

Ich optimiere Prozesse in Großunternehmen, die dadurch ihre IT effizient und kostengünstig betreiben können. Es geht zum Beispiel um den Austausch von Komponenten, um Support, Systemanpassungen – alles natürlich, ohne dass die Anwender es merken. Besonders spannend ist IT-Beratung bei großen Banken oder in der Luftfahrt, wo die Systeme sehr stabil und sicher sein müssen. Meine Arbeit ist manchmal branchenabhängig, doch in jedem Unternehmen werden auch ähnliche IT-Systeme eingesetzt – teilweise sichtbar für den Endanwender, teilweise nicht.

Sind Sie selbst auf eine Branche oder Sparte spezialisiert?

Accenture ist nach Technologien, Branchen von Automobil bis Pharma und geografischen Einheiten aufgestellt. Daher entwickelt jeder Mitarbeiter eine gewisse Spezialisierung. Bei mir ist sie themenbezogen: Ich bin für "IT Operations" verantwortlich und helfe den Unternehmen, Best Practices für die IT-Betriebs-Prozesse umzusetzen.

Was war Ihr spannendstes Projekt?

Ein Highlight war, die IT von zwei Großbanken zusammenzuführen. Das Projekt hat zwei Jahre gedauert, über 1.000 Filialen in Deutschland waren einbezogen, über 60.000 Mitarbeiter betroffen und 12 Millionen Produkte. Wir haben auf ein festes Datum für die Umstellung hingearbeitet, an der 100 Leute mitgearbeitet haben und die innerhalb weniger Tage stattfinden sollte. Karfreitag ging es los und nach Ostern funktionierte wieder alles. Für diesen Kraftakt brauchte es viele Trainings, Schulungen und Testläufe – aber die Umstellung hat prima geklappt.

Worauf kommt es bei Ihrer Arbeit besonders an?

Wichtig ist, ein Problem analysieren und lösen zu können. Auch Kreativität ist gefragt – es gibt zwar Best-Practice-Ansätze, aber jeder Kunde steht anderen Herausforderungen gegenüber und setzt andere IT-Systeme ein. Außerdem ist bei meiner Arbeit Kundenorientierung gefragt: Wir sind immer in Diskussion mit dem Kunden, um seine Ziele punktgenau zu erreichen. Darüber hinaus sind wichtig: Einsatzbereitschaft, Belastbarkeit und Flexibilität, was die Reisen angeht und die Zusammenarbeit mit dem Kunden. Gute Voraussetzungen bietet ein Studium der Wirtschaftsinformatik, der Informatik oder anderer technischer Studiengänge. Es gibt bei uns auch Quereinsteiger – aber natürlich sollte man großes IT-Interesse mitbringen.

Werden die Einsteiger von Accenture unterstützt?

Ja, zum Start bekommt jeder einen Mentor zur Seite gestellt, einen erfahrenen Kollegen. Wenn man selbst mehr Erfahrung gesammelt hat, coacht man selbst Einsteiger. Dieses Mentoren-Programm fand ich positiv, es hilft sehr bei der Orientierung im Großunternehmen und nimmt die Angst. Accenture hat mir außerdem ein vielseitiges Trainingsprogramm angeboten. 

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit bei Accenture?

Die herausfordernden Projekte gefallen mir, außerdem das Umfeld, in dem ich immer weiter lernen kann. Ich muss mich auf neue Kunden einstellen, das ist sehr abwechslungsreich. Und es macht mir Spaß, Verantwortung zu übernehmen. Bei Accenture bekommt man sie von Anfang, und sie wächst im Laufe der Zeit. Mich motiviert auch die teamorientierte Einstellung bei Accenture – ich kann meinen Kollegen vertrauen, wir arbeiten gut zusammen und keiner lässt den anderen hängen.

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