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"SAP-Beratung ist etwas für Leute, die gerne tüfteln"

Idee [Quelle: freeimages.com, Autor: hisks]

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Du tüftelst gerne und lässt dich von Schwierigkeiten nicht gleich einschüchtern? Prima Voraussetzungen für die SAP-Beratung. Die Aussichten sind gut: SAP-Berater sind gefragt in der Industrie. Und Jetski-Fahren in Acapulco steht manchmal auch auf dem Plan.

Wer ist für die Arbeit als SAP-Berater geeignet?

Geeignet ist in erster Linie, wer Interesse an Technik und Prozesswissen hat. Mit einem rein technischen Fokus wird man zwar auch in bestimmten Bereichen der SAP-Beratung glücklich. Durch ein zusätzliches Interesse an Geschäftsprozessen eröffnet sich jedoch ein noch breiteres Einsatzgebiet. SAP ist ein komplexes System - es gibt viele, die sich ein bisschen in SAP auskennen, aber wenige kennen sich sehr gut aus. SAP-Beratung ist etwas für Leute, die gerne tüfteln. Deswegen ist die Fähigkeit, SAP zu beherrschen, sehr gefragt.

Wie sieht Ihre Arbeit als SAP-Berater bei Accenture aus?

Ich mache hauptsächlich große Transformationsprojekte, bei denen sich durch Zukäufe oder Abspaltungen Änderungen in der Wertschöpfungskette (Supply Chain) des Kunden ergeben. Darauf muss die SAP-Software angepasst werden. Mein Team und ich analysieren zuerst die Anforderungen der Kunden und entwickeln eine Strategie. Anschließend setzen wir diese um und betreuen die Einführung der neuen oder überarbeiteten Module beim Kunden. Teilweise läuft auch der Betrieb über Accenture.

Arbeiten Sie dabei auch direkt vor Ort beim Kunden?

Um einen Eindruck vom Ablauf der Prozesse beim Kunden zu bekommen, sehen wir uns das Unternehmen vor Ort an, um genau zu verstehen, was der Kunde möchte. Das hilft uns bei der Umsetzung von SAP-Projekten, bei der wir das Kundenteam ebenfalls vor Ort unterstützen.

Wie sehen die einzelnen Schritte eines Projekts aus?

Wenn wir die Analyse abgeschlossen haben, dokumentieren wir die Anforderungen. Dieses Anforderungsdokument muss dann vom Kunden abgenommen werden, bevor es an die Umsetzung geht. Anschließend geben wir den Anforderungskatalog weiter an unsere Entwickler. Während der Entwicklungsphase stimme ich mich ständig mit den Entwicklern ab, um sicherzugehen, dass das Projekt in die richtige Richtung geht und damit ich im Zweifelsfall gegensteuern kann.

Und wenn die Entwicklung abgeschlossen ist?

Sobald ein Arbeitspaket fertig ist, machen wir den technischen Abnahmetest und überprüfen, ob alles funktioniert. Anschließend testet auch der Kunde. Wenn der Kunde das Arbeitspaket abgenommen hat, gibt es einen Stichtag, an dem alle Funktionen live geschaltet werden. Übrigens sind mit der Einführung neuer SAP-Funktionen viele Änderungen im Unternehmen verbunden. Wir begleiten unsere Kunden auch bei diesem Prozess, helfen, die Einführung vorzubereiten und die Änderungen an die betroffenen Mitarbeiter zu kommunizieren.

Wie groß sind die Teams, in denen Sie arbeiten?

Manchmal sind wir zu zweit oder zu dritt, manchmal arbeiten wir aber in großen Teams mit bis zu 40 Leuten, möglicherweise auch an mehreren Standorten.

Können Sie ein Beispiel-Projekt erklären?

Bei einem Kunden aus der Bau-Chemie in der Schweiz habe ich eine Supply Chain eingeführt. Aus steuerlichen Gründen sollte die gesamte Lieferkette immer über die Schweiz laufen. Die Herausforderung war, den gesamten physischen Warenfluss abzubilden, aber auch den Geldfluss. Welche Ware geht wann von A nach B, und welche Einnahmen, Ausgaben und Steuern fallen dafür wo an? Die Lieferkette sollte so ausgelegt sein, dass die Steuern immer dort anfallen, wo die Steuersätze niedrig sind. Ich war dafür verantwortlich, dass die neuen SAP-Module gut eingeführt werden und dass alle Standorte des Unternehmens davon profitieren.

SAP im Supply Chain Management - worauf muss man besonders achten?

Das SAP-Modul deckt die gesamte Lieferkette ab: Lieferantenauswahl, Lieferantenbewertung, Planung der Liefernetzwerke, Planung der Produktion, Auslieferungsplanung, Abrechnungsplan und vieles mehr. Als SAP-Berater für dieses Modul muss ich einen Gesamtüberblick haben. Außerdem muss ich die Grenzen des Tools kennen und wissen, was SAP wirklich kann, damit ich dem Kunden nicht das Blaue vom Himmel verspreche. Und natürlich ist es auch wichtig, dass ich mich in den Logistik-Prozessen in der Industrie auskenne, damit ich weiß, wie man diese in SAP abbilden kann. Eine Grundvoraussetzung ist, offen und interessiert zu bleiben für die Branche, in der man arbeitet.

Was gefällt Ihnen besonders an der Arbeit bei Accenture?

Hier gibt es keine Ellenbogenmentalität, wie man sie in der Unternehmensberatung manchmal erwartet. Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen ist super. Mir gefällt besonders die Internationalität von Accenture und seiner Kunden. In sechs Jahren Accenture war ich in 14 Ländern, zum Beispiel in China und in Taiwan. Momentan arbeite ich in einem Team aus zwölf Nationen. Bei der Beratungsarbeit bekommt man gute Einblicke in die Unternehmen, ich lerne ständig dazu und finde es spannend, die Abläufe beim Kunden kennenzulernen. Außerdem legt Accenture viel Wert auf Aus- und Weiterbildung. Wir bekommen Trainings bezahlt und können selbst Trainings entwickeln. Ich gebe zum Beispiel ein Seminar zum Warehouse Management, also zu Lagerhaltung und Beständen. Man kann insgesamt bei Accenture viel über das tägliche Projektgeschäft hinaus machen - das Gesamtpaket stimmt.

Was war bisher Ihr spannendstes Projekt?

Das eine spannendste Projekt gibt es nicht. Für mich gibt es zwei Arten von spannend: zum einen inhaltlich spannend. Dann gibt es noch eine andere Art von spannend: Notfall-Einsätze, wenn etwas schiefgelaufen ist. Das sieht dann so aus, dass am Freitag das Telefon klingelt und ich Montag in Mexiko-Stadt sein muss. Dort hatte ich dann das Wochenende frei und bin mit dem Bus nach Acapulco zum Jet-Ski gefahren.

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