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Zwischen Hochschule und Berateralltag

Puzzle Partnerschaft doppelt zusammenpassen [© Sergey Nivens - Fotolia.com]

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Als dualer Student pendelt Timo Günter im Dreimonatsrhythmus zwischen Vorlesungen und IT-Beratung bei Accenture. Im Interview gibt er Einblick in seinen Arbeitsalltag und erklärt, warum er in Südkorea Bäume gepflanzt hat.

Herr Günter, warum haben Sie sich für ein duales Studium entschieden?

Ich habe vorher eine kaufmännische Ausbildung im Bereich Marketing und digitale Medien gemacht und anschließend ein Studium an der Technischen Universität in Darmstadt begonnen. Das, was ich dort gelernt habe, hatte mir aber zu wenig Praxisbezug. Deshalb habe ich das Studium abgebrochen und mich stattdessen für ein duales Studium entschieden. Als den größten Vorteil eines dualen Studiums sehe ich den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis. Die theoretischen Inhalte kann ich tatsächlich bei meiner Arbeit anwenden, zum Beispiel im Rechnungswesen oder in der Programmierung. Außerdem ist das duale Studium sehr strukturiert, das gefällt mir. Und dass ich als Student auch schon Geld verdiene, ist natürlich auch nicht schlecht.

Weshalb haben Sie sich für Accenture als Arbeitgeber entschieden? 

Weil Accenture zwei Themenbereiche verbindet, die mich schon lange interessieren: Beratung und angewandte Informationstechnik. Mit IT hatte ich ja auch während meiner Ausbildung zu tun. An Accenture finde ich besonders toll, dass dort nicht nur theoretische Beratungskonzepte erarbeitet werden. Stattdessen analysieren die Mitarbeiter das Problem des Kunden, entwickeln eine Lösung, testen sie und implementieren sie auch. So gibt es für jeden Bereich eigene Spezialisten. Das ist bei vielen Beratungsfirmen anders. Außerdem gefällt mir das Arbeitsklima bei Accenture. Das habe ich schon beim Assessment-Center gemerkt: Die Atmosphäre war richtig gut. Umso glücklicher bin ich, die Stelle bekommen zu haben.

Wie sieht denn Ihr Arbeitsalltag zwischen Hochschule und Beratung aus?

Beim dualen Studium wechseln sich Theorie- und Praxisphasen ab, die je drei Monate dauern. In den Theoriephasen wohne und studiere ich in Ravensburg. Am Ende jeder Theoriephase finden Prüfungen statt. Anschließend verbringe ich dann drei Monate bei Accenture auf Projekten. Derzeit arbeite ich zum Beispiel an einem SAP-Hana-Upgrade für einen Kunden aus dem Bereich der Fertigungsindustrie. Mit dem Projektteam bin ich montags bis donnerstags beim Kunden vor Ort. Freitags arbeite ich entweder im Accenture-Büro in Kronberg oder vom Homeoffice in Darmstadt aus, wo ich während der Praxisphasen wohne.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem dualen Studium? Und gibt es etwas, das Ihnen nicht gefällt?

Das praxisnahe und strukturierte Studium gefällt mir gut und bei Accenture fühle ich mich sehr wohl. Die Kollegen sind nett und die Hierarchien flach. Ich kann mich beispielsweise auch an einen Senior Manager wenden, wenn ich eine Frage habe, da Vorgesetzte und Mitarbeiter bei uns auf Augenhöhe miteinander kommunizieren. Somit besteht eine gute Möglichkeit besonders von dem Wissen erfahrener Kollegen zu profitieren.

Bei Accenture kann der Arbeitsalltag auch flexibler gestaltet werden, das bedeutet, dass ich gelegentlich auch sehr gerne Homeoffice mache, was bei uns völlig normal ist. Ich kann das duale Studium deswegen jedem empfehlen. Allerdings sollte man über ein gutes Zeitmanagement verfügen, denn in den Theoriephasen muss man den Stoff intensiv nachbereiten und viel lernen, damit man die Prüfungen gut besteht.

Sie haben Anfang 2016 ein Auslandssemester in Seoul, Südkorea, verbracht. Nicht gerade ein klassisches Ziel für ein Auslandssemester, oder?

Stimmt. Der Grund, warum ich nach Südkorea wollte, ist die extrem digitalisierte und innovationsfreudige Gesellschaft. Dort gehören zum Beispiel bargeldloses Bezahlen und die Nutzung von Wearables zum Alltag. Auch sonst spielen digitale Prozesse dort eine wesentlich größere Rolle als bei uns. Das fand ich persönlich und beruflich spannend. Mein Auslandssemester hat mir auch deshalb richtig gut gefallen.

Wie war es, dort zu studieren?

Der Unialltag an der Sejong University ist schon sehr anders als hier. Das Arbeitspensum der Studenten ist in Südkorea deutlich höher als in Deutschland. In den Vorlesungen und Seminaren gab es regelmäßig sogenannte Homework Assignments. Dazu mussten wir ausführliche Zusammenfassungen oder Ausarbeitungen innerhalb weniger Tage erstellen. Während des Semesters bis 22 Uhr in der Bibliothek zu arbeiten, gehört in Südkorea zum Studentenalltag. In Gruppenprojekten habe ich auch  mit Studenten aus anderen Ländern zusammengearbeitet. Dabei konnte ich gut die kulturellen und individuellen Unterschiede in der Arbeitsweise beobachten – aber auch, welche Gemeinsamkeiten es doch gibt.

Welche Erfahrungen haben Sie außerhalb der Universität in Südkorea gemacht?

Erstaunlicherweise kam ich dort mit Englisch außerhalb der Uni nicht allzu weit. Im Supermarkt oder beim Essengehen musste ich dann gelegentlich mit Händen und Füßen kommunizieren. Aber ich habe mich trotzdem gut eingefunden. Das "International Office" der Uni hat mir und anderen Ausländern Kontakte zu Koreanern vermittelt, die uns in sprachlich kniffligen Situationen begleitet haben: zum Beispiel, als ich eine koreanische SIM-Karte gekauft habe. Wir haben uns schnell angefreundet und auch privat einiges unternommen.

Ich habe auch die Gelegenheit genutzt und im Accenture-Büro in Seoul vorbeigeschaut. Dort fand zufällig gerade ein Corporate-Citizenship-Event statt, also ein ehrenamtliches Projekt, bei dem ich mitmachen durfte. Im Noeul Park, einem Grünareal auf einer ehemaligen Mülldeponie, haben wir Bäume für eine bessere Umwelt gepflanzt.

Sie sind jetzt im zweiten Studienjahr. Wie geht es nach dem Abschluss weiter?

Mein Plan ist es, nach dem Bachelor erst einmal ein paar Jahre bei Accenture zu arbeiten und Beratungserfahrung zu sammeln. Dann werde ich mir überlegen, ob ich neben dem Job noch einen Master machen möchte. Dabei würde mich das Unternehmen auch unterstützen. Aber ob Master oder nicht, in jedem Fall will ich bei Accenture bleiben.

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