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Zum Job-Start gibt's eine Indien-Reise

Elefant [Quelle: freeimages.com, Autor: subhadipin]

Quelle: freeimages.com, subhadipin

Fünf Wochen Indien gehörten bei Christina Butzlaff zum Jump-Start-Programm von Accenture. Sie lernte in Bangalore, der drittgrößten Stadt Indiens, nicht nur neue Programmiersprachen. Sondern auch, warum Inder manchmal 'nein' meinen, wenn sie 'ja' sagen. Und warum ihr Deutschland plötzlich klein vorkommt.

Was ist das Besondere am Jump-Start-Programm von Accenture?

Fünf Wochen Training in Indien! Es war besonders klasse, dass wir viele Soft Skills in der Praxis trainieren konnten.

Zu Beginn des Programms haben wir an einer zweitägigen Orientierungsveranstaltung teilgenommen und lernten das Unternehmen Accenture kennen. Danach fand ein zweiwöchiges Training statt, in dem es hauptsächlich um Soft Skills ging: Wie hält man eine Präsentation? Wie setzt man Power Point am besten ein? Wie sollte man mit Kunden oder Kollegen sprechen, wie sieht die richtige Körperhaltung aus? Bei den Präsendationen haben uns die Trainer auch gefilmt und mit uns zusammen die Aufnahmen ausgewertet.

In einem weiteren Themenblock ging es um "Business Communication". Dabei wurde zum Beispiel besprochen, wie man eine Telefonkonferenz managet. Auch der richtige Kleidungsstil bei der Arbeit stand auf dem Programm: Wie sieht ein klassischer Business Look aus, was ist Business Casual und wann ist welche Kleidung angebracht? Die Kurse zum Thema "Cultural Awareness" waren für uns besonders interessant, da wir anschließend nach Indien gehen sollten. Hier haben wir besprochen, wie man mit anderen Kulturen umgeht. Es ist wichtig, andere Sichtweisen zu respektieren und sich in andere Personen hineinzuversetzen. Man sollte sich bewusst machen, dass in anderen Ländern anders kommuniziert wird und das als Chance nutzen, um über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Wie sind Sie auf Accenture aufmerksam geworden?

Ich wurde auf XING angeschrieben und man hat mir die verschiedenen Jump-Start-Programme von Accenture vorgestellt. Daraufhin habe ich mich beworben, allerdings zunächst auf das Programm mit dem Schwerpunkt Java. Nach einem Telefoninterview wurde ich zum Auswahltag eingeladen. Schon im Telefoninterview habe ich erfahren, dass es auch ein Programm für die SAP-Programmiersprache ABAP gibt, bei dem man das Training in Indien absolviert. Vorkenntnisse waren nicht nötig. Das klang gut.

Wie lief Ihr Aufenthalt in Bangalore ab?

Wir waren insgesamt fünf Wochen in Bangalore. In unserem Kurs waren sieben deutsche Kollegen und 14 indische. In einem vierwöchigen Training lernten wir die Programmiersprache ABAP von SAP. Außerdem übten wir mit Case Studies die Anwendungsmöglichkeiten von SAP. Am Ende fanden die Prüfungen statt: die Diskussion unserer Case Studies, eine praktische Programmieraufgabe und ein theoretischer Test. Die letzte Woche war der Nachbesprechung gewidmet. Wir fassten unsere Erfahrungen in Indien für die nächsten Teilnehmer am Jump-Start-Programm zusammen. Wir waren ja der erste Kurs, der sein Training im südindischen Bangalore absolviert hat, deswegen wollten wir den nachfolgenden Gruppen mit einem kleinen Handbuch eine Hilfe für ihren Start geben.

Warum fand das Training in Indien statt?

Zurzeit passiert ja sehr viel in Indien, viele Firmen lagern Arbeit in das Land aus und viele deutsche Firmen haben dort einen Sitz. So werden wir auch bei Accenture vermehrt mit indischen Kollegen zusammenarbeiten. Deswegen ist es wichtig, dass wir nicht nur den technischen Hintergrund kennen, sondern auch die kulturellen Besonderheiten direkt vor Ort erlebt haben. Was läuft bei der Kommunikation in Indien anders als bei uns? Wir haben festgestellt, dass Inder ungern einen Wunsch ausschlagen. Wenn man einen indischen Kollegen fragt: "Kannst du das bis zu diesem Zeitpunkt erledigen?", dann wird er immer "ja" sagen, egal ob es machbar ist oder nicht. Deswegen muss man lernen, wie man seine Fragen richtig stellt, um Missverständnisse zu vermeiden.

Was hat Sie in Bangalore besonders überrascht?

Zum einen war ich erstaunt, dass es dort sehr viel vegetarisches Essen gibt. Ob ein Gericht vegetarisch ist oder nicht, wird in Restaurants oder Hotels immer gekennzeichnet. Sogar Schokoriegel haben eine solche Kennzeichnung.

Außerdem ist mir in Bangalore aufgefallen, dass unheimlich viel Personal mit allen möglichen Tätigkeiten beschäftigt ist. An den Supermarktkassen arbeiten zum Beispiel drei Leute: Einer zieht die Einkäufe übers Band, ein zweiter kassiert und ein dritter packt die Einkäufe ein. Es stehen auch in allen Läden Bedienstete, die einem die Türen aufhalten. Für uns Europäer ist das etwas befremdlich. Ich habe mich zu Beginn gefragt, warum so viele Leute mit diesen Aufgaben beschäftigt sind, die eigentlich gar nicht wirklich nötig sind. Aber in meiner Zeit vor Ort habe ich gelernt, dass ein Ziel darin besteht, möglichst vielen Menschen Arbeit zu verschaffen, sodass sie Geld verdienen können.

Accenture in Indien:

Was haben Sie in Indien unternommen?

Wir sind öfter in die Stadt gefahren und haben verschiedene Sehenswürdigkeiten wie Tempel besichtigt. Bangalore ist eher westlich orientiert, das "wirkliche" Indien entdeckt man eher außerhalb der Stadt. So haben wir an einem Wochenende einen Ausflug nach Goa gemacht. Dort waren wir am Strand und haben neben Kirchen und Tempeln auch eine Gewürzplantage besichtigt, auf der wir gesehen haben, wie Chili und Ananas angepflanzt werden.

Was nehmen Sie aus der Zeit im Ausland an Erkenntnissen und Erfahrungen mit?

Ich habe in Indien gemerkt, wie klein Deutschland eigentlich ist. Ich war vorher noch nie außerhalb Europas unterwegs und alles war komplett neu für mich. In Indien wurden wir zusammen mit den indischen Jobeinsteigern unterrichtet. Als die berichteten, aus welchen Provinzen sie kommen, lagen zwischen den verschiedenen Wohnorten immer sehr große Entfernungen. Dazu kommt, dass man in Indien auf den Straßen nicht so schnell vorankommt. Verkehrsregeln werden nicht unbedingt beachtet, die Straßen sind vollgestopft. Als ich wieder nach Deutschland kam, habe ich mich gewundert, wie leer und ruhig es hier ist.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit bei Accenture?

Accenture legt viel Wert auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Ich finde sehr gut, dass es verschiedene Arbeitszeitmodelle gibt. Außerdem haben wir die Möglichkeit, an einem sozialen Projekt teilzunehmen, wenn wir mal etwas anderes sehen möchten, zum Beispiel ein Bewerbungstrainig für Schüler zu geben. Mir gefällt außerdem der freundliche Umgang miteinander und dass es bei Accenture so viele Weiterbildungsmöglichkeiten gibt.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um ins Jump-Start-Programm aufgenommen zu werden?

Man sollte teamorientiert sein, weil man bei Accenture viel im Team arbeitet. Und man sollte kommunikativ sein und Motivation zeigen. Was das Fachwissen angeht: Wir haben im Jump-Start-Programm sehr viel in kurzer Zeit gelernt und mussten kein spezielles Vorwissen zu SAP oder ABAP mitbringen. Aber natürlich ist es für die technischen Jump-Start-Programme wichtig, dass man allgemeine technische und IT-Vorkenntnisse hat, ebenso sollte man für die wirtschaftswissenschaftlichen Programme wirtschaftliches Interesse mitbringen.

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