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Vom ersten Tag an: Learning by doing

Telefoninterview (Quelle: fotolia, Autor: Robert Kneschke)

© Robert Kneschke - Fotolia.com

e-fellow Ulrike entschied sich nach ihrem Studium für ein Trainee-Programm im Vertrieb/Marketing bei Telefónica, dem internationalen Telekommunikationsunternehmen. Ihr wichtigster Tipp für die Bewerbung als Trainee lautet: "Sei du selbst."

Telefónica als Unternehmen mit seinem globalen Head Office in Madrid ist Spanien- und Südamerikareisenden oftmals ein Begriff. In Deutschland kennt man eher die Marke o2 – und um diese dreht sich auch mein Arbeitsalltag als European Graduate im Vertrieb/Marketing.

Jeder ist seines Glückes Schmied

Das Programm ist ebenso wie das Unternehmen international ausgerichtet. Alle Workshops finden auf europäischer Ebene in Madrid, London, Prag, Dublin und München statt und ermöglichen somit den Aufbau eines guten Netzwerks. Zwei externe Coaches aus Großbritannien sowie die Programmleiter und Mentoren aus den unterschiedlichen Ländergesellschaften begleiten die Graduates durch die Trainee-Zeit. Ziel ist es, am Ende des Programms eine bestimmte Position im Unternehmen zu erreichen.

Jeder Graduate bespricht in seinem Bereich mit seinem Mentor und gegebenenfalls der Personalabteilung seinen persönlichen Entwicklungsplan, wodurch das Programm für jeden etwas anders verläuft. Für das Erreichen der Zielposition werden sechs Dimensionen beachtet (zum Beispiel Soft-Skills oder Führung) und Lernziele für den Programmzeitraum und die einzelnen Abschnitte festgelegt. Je nach Breite und Spezialisierungsgrad sind somit sinnvolle Rotationen in andere Bereiche frühzeitig möglich. Ein fixer Bestandteil des Programms ist zudem ein internationaler Einsatz in einer anderen Ländergesellschaft.

Neben diesen Hilfestellungen hat der Graduate bei Telefónica sein Glück zum großen Teil selbst in der Hand. Man kann seinen Weg somit zu einem großen Grad selbst gestalten und erhält dabei maximale Unterstützung – allerdings steht man auch vor der Herausforderung, sich durchzuboxen und sich in einem globalen Konzern zurechtzufinden. Gleichzeitig ist die Erwartungshaltung an die Graduates hoch. Damit sollte ein Absolvent umgehen können oder es zumindest schnell lernen.

Learning by Doing

Graduates sind vom ersten Tag an im Tagesgeschäft, Learning by Doing bewährt sich hier gut – die richtigen Fragen zu stellen und Prozesse kritisch zu hinterfragen sind die Schlüssel zum Erfolg. Besonders in der ersten Zeit wurde ich zu vielen Meetings mitgenommen, habe Workshops mitgestaltet und somit schnell viele Einblicke bekommen. Ich habe viele Kollegen kennengelernt, Ansprechpartner identifiziert und damit begonnen, ein Netzwerk aufzubauen. Innerhalb kurzer Zeit wurde mir ein Projekt übertragen, an dem unterschiedliche Bereiche beteiligt waren. Die bereichsinternen Strukturen und Vorgehensweisen galt es dabei ebenso zu beachten wie die inhaltliche Ebene. Außerdem unterstützte ich meine Kollegen bei ihren Projekten und übernahm zum Teil auch die Urlaubsvertretung.

Mehr als Arbeit

Telefónica als Unternehmen ist gesellschaftlich sehr engagiert, weshalb die Graduates auch an Veranstaltungen wie Volunteering-Tagen teilnehmen können. So habe ich an einem Tag in einem Freizeitheim mit verschiedenen Kollegen aus dem Unternehmen sowie den Jugendlichen gehämmert und gemalt und bei anderen Möglichkeiten an Events des unternehmenseigenen Jugendprogramms Think Big teilgenommen.

Die Work-Life-Balance bei Telefónica ist sehr gut. So haben wir eine 40-Stunden-Woche als Gleitzeit auf Vertrauensbasis, und Home Office ist eine sehr beliebte Option für Tage, an denen man viel abzuarbeiten hat und keine wichtigen Meetings anstehen. Das Unternehmen hat außerdem ein Fitness-Studio, in dem sich Mitarbeiter in der Pause oder nach der Arbeit fit halten können. Ein normaler Arbeitstag beginnt für mich gegen 8:30 Uhr und endet gegen 18 Uhr.

Neue und unbekannte Wege gehen

Das Unternehmen sucht Absolventen, die neben den klassischen Voraussetzungen (gute Noten, Praktika, ehrenamtliches Engagement, eine gute Uni und internationale Erfahrung)
nicht unbedingt gradlinig studiert haben, sondern einen ausdrucksstarken Lebenslauf vorweisen können, der Charakter zeigt. Gerne darf man auch mal ein Risiko eingegangen und dabei gescheitert sein – wenn der Absolvent zeigt, was er daraus gelernt hat und wie er die Situation zum Positiven genutzt hat, ist dies ein Plus.

In diese Firma und speziell in dieses Programm passen Absolventen, die sich schnell in verschiedene Rollen einfügen können, Affinität zum Telekommunikationsgeschäft haben, Strukturen kreieren und anpassen können, Eigenverantwortlichkeit, Initiative, und „Ownership“ für bestimmte Themen als wichtig empfinden, Flexibilität und hohe Motivation mitbringen, den Status quo in Frage stellen können sowie neue Vorschläge machen und frische Ideen haben.

Graduates bekommen bei Telefónica die Chance, früh Verantwortung zu übernehmen und in einer kurzen Zeit sehr viele verschiedene Facetten eines großen Unternehmens kennenzulernen und dabei ein wertvolles Netzwerk aufzubauen. Mein wichtigster Tipp für die Bewerbung ist: Man selbst sein – schließlich geht es für beide Seiten darum, herauszufinden,ob man ins Unternehmen passt oder nicht.

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