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Trainee sein: Eine echte Chance für alle Lernwilligen!

Wirtschaft studieren [© Kurhan - Fotolia.com]

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Nach seinem Studium absolvierte e-fellow Marcus ein Trainee-Programm bei der Commerzbank. Wichtig war ihm vor allem, das Gelernte aus dem Studium anwenden und dennoch als Lernender wahrgenommen werden zu können. So hat er das Beste aus seinem Traineeship rausgeholt.

Der Weg ist das Ziel – rückblickend kann ich sagen, dass dieses Zitat am ehesten auf meinen beruflichen Werdegang zutrifft. Denn schon im Rahmen meines BWL-Studiums habe ich eine Vielzahl von Praktika im Bankenwesen absolviert. Dadurch konnte ich frühzeitig Einblicke in verschiedene Geschäftsbereiche der Finanzbranche gewinnen. Besonders wichtig waren mir dabei immer die Lernkurve aus fachlicher Sicht und auch die persönliche Entwicklung, genau wie Netzwerkaufbau und -pflege.

Als sich das erste Studium dem Ende näherte, suchte ich nach beruflichen Einstiegsmöglichkeiten. Mein Job sollte mir die Chance bieten, das Gelernte anzuwenden und trotzdem noch als Lernender wahrgenommen zu werden – quasi ein Studium außerhalb der Hochschule. Nach Abwägung einiger Möglichkeiten entschied ich mich letztendlich für ein Trainee-Programm bei der Commerzbank.

Warum ein Trainee-Programm?

Natürlich bietet sich alternativ zu einem Trainee-Programm auch ein Direkteinstieg in das Berufsleben an. Die damit verbundene Spezialisierung kam für mich aber zunächst nicht infrage. Ich war mir sicher, mit dem Trainee-Programm den Grundstein für eine vielseitige Entwicklung legen zu können.

Im Wesentlichen bietet das Programm den Absolventen die Chance, verschiedene Arbeitsgebiete und Herausforderungen kennenzulernen und sich seinen Platz im Unternehmen aktiv zu suchen. Dabei spielen der Bedarf der Firma und natürlich auch die persönlichen Stärken und Präferenzen eine wichtige Rolle. Dass Trainees oft etwas weniger verdienen als Direkteinsteiger, sollte bei einer Entscheidung für oder gegen ein Trainee-Programm nicht ausschlaggebend sein. Geboten werden dafür vielfältige Kontakte und diverse Möglichkeiten, sich auszuprobieren. Der finanzielle Unterschied stellt von daher kein Hindernis, sondern vielmehr eine Investition in Wissen und Erfahrung dar – nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass man im Rahmen eines Trainee-Programms den einen oder anderen Auslandsaufenthalt relativ unkompliziert arrangieren kann.

Bewerbung gemeistert

Nach meiner schriftlichen Bewerbung folgten verschiedene Etappen bis zum begehrten Trainee-Vertrag in einem Dax-30-Unternehmen. Nach drei Einzelgesprächen mit Verantwortlichen aus dem Personalbereich und Managern aus verschiedenen Geschäftsbereichen folgte ein dreitägiges Auswahlverfahren. Gemeinsam mit mehreren Mitbewerbern war dies mein erster intensiver Kontakt mit dem Wunscharbeitgeber, wobei die Atmosphäre stets angenehm war. Da ich mich schon vor dem Auswahlverfahren mit der einschlägigen Literatur vorbereitet hatte, blieben Überraschungen bei den Tests aus. Die Aufgaben waren zwar fordernd, aber fair. Die Vielzahl verschiedener Gesprächspartner, die ich schon vor dem Einstieg kennenlernen konnte, half mir zu beurteilen, ob ich mich bei meinem Wunscharbeitgeber wohlfühlen würde.

Ein Trainee-Programm: Die beste Schule fürs Leben

Letztendlich verhält es sich mit einem Trainee-Programm wie mit so vielem im Leben: Man ist selbst dafür verantwortlich, was man daraus macht. Trainee sein bedeutet, sich als Lernender in ein neues Umfeld einzufügen. Je mehr Wissensdurst und Neugier man mitbringt, umso mehr kann man erfahren und lernen. Um sich in der Fülle neuer Informationen zurechtzufinden und um zielgerichtet das mitnehmen zu können, was man in den nächsten Jahren gut gebrauchen kann, sollte man eigene Gedanken ohne Scheu einbringen und aktiv nachfragen. Dies gilt auch, wenn man etwas nicht versteht oder gern noch mehr erfahren will. Außerdem sollte man sich schnell die Feedback-Regeln aneignen und niemals vergessen, dass man Feedback aktiv einfordern muss. Letzten Endes ist es das ausgewogene Verhältnis von Nachfragen, An-die-Hand-genommen-Werden und Selber-Laufen, das aus dem Trainee-Programm das Beste herausholt.

Aus dem Leben eines Trainees: Immer auf Achse und Netzwerken pur

Ausgehend vom Tagesgeschäft, von verschiedenen Projekten und vom umfangreichen Seminarprogramm kam es bei mir häufig zu teilweise auch mehrmonatigen Aufenthalten in Hotels und Appartements. Reisebereitschaft ist also ein wichtiger Punkt als Trainee bei einem Großunternehmen. Gemeinsam mit meinem Betreuer aus dem Personalbereich legte ich für das Trainee-Programm Schwerpunkte zu Inhalten, Zielen, Entwicklung und zu absolvierenden Seminaren fest, was Auswirkungen auf mein nächstes Reiseziel und die mir übertragenen Aufgaben hatte. Dabei begegnete ich stets vielseitigen und abwechslungsreichen Herausforderungen – natürlich wiederholt sich der eine oder andere Ablauf von Zeit zu Zeit, aber es bewegte sich in einem gesunden Verhältnis. Als wissbegieriger Trainee habe ich auch das umfassende Seminarangebot als sehr wertvoll empfunden. Bemerkenswert ist, dass die Seminare oft modular aufgebaut sind, d. h., man kann sich durch E-Learnings oder Studienbriefe vorab auf die Seminartage vorbereiten. Manchmal hat sich hierfür
tagsüber die Möglichkeit geboten, hin und wieder jedoch auch im Feierabend.

Abschließend betrachtet bin ich sehr froh, mich für dieses Trainee-Programm entschieden zu haben, und ich kann es jedem Gleichgesinnten wärmstens empfehlen. Es hat mich gut auf die zukünftigen Aufgaben vorbereitet, und ich habe eine Menge verschiedener Charaktere kennengelernt. Ich denke immer noch mit Freude an diese ersten, sehr wertvollen Berufserfahrungen und die vielen interessanten Weggefährten zurück.

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