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Trainee-Reise durch einen internationalen Aviation-Konzern

Meeting Besprechung Gespräch Kollegen (© pressmaster - Fotolia.com)

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e-fellow Tobias konnte Lufthansa während seines Trainee-Programms von Grund auf kennenlernen. In vier großen Projekten im In- und Ausland konnte er nicht nur seinen ingenieurwissenschaftlichen, sondern auch seinen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund einbringen.

Nach meinem Studium der Luft- und Raumfahrt und der Betriebswirtschaftslehre an der TU München und am Georgia Institute of Technology in Atlanta war es für mich keine Frage, bei welchem Arbeitgeber ich meine berufliche Karriere beginnen wollte. So bewarb ich mich für das Auswahlverfahren für Uni-Absolventen zur Aufnahme in das Trainee-Programm der Deutschen Lufthansa AG. Deren Programm "ProTeam" gibt es inzwischen bereits seit fast zwei Jahrzehnten. Die Gestaltung des Programms blieb dabei über die Jahre im Grundsatz unverändert. Lediglich die einzelnen Bausteine wurden von Zeit zu Zeit den Erfordernissen des Unternehmens angepasst.

Vielfältige und breite Einblicke in den Aviation-Konzern und seine Geschäftsfelder

Zusammen mit meinen Trainee-Kollegen lernte ich in einer einmonatigen "Grundausbildung" in der Konzernzentrale in Frankfurt am Main den Aviation-Konzern, die einzelnen Geschäftsbereiche und Unternehmen der Lufthansa Group sowie die Grundzüge unserer Industrie kennen. Neben einer fachlichen Ausbildung im Rahmen von zahlreichen Vorträgen von Vorständen, oberen Führungskräften und Teilnehmern der vormaligen Trainee-Generationen konnte ich zudem in mehreren Praxiseinsätzen am Check-In-Schalter, am Gate, in der Kabine und (als Zuschauer) im Cockpit den operativen Teil des Geschäfts erleben. Gleich zu Beginn des Programms konnte ich also den gesamten Konzern in einer sehr großen Breite kennenlernen – ein klarer Vorteil gegenüber einem Direkteinstieg, auf den ich schon bei meiner Bewerbung für das Trainee-Programm großen Wert gelegt habe.

Nach dem Einführungsmonat nutzte ich über die nächsten zwei Jahre in vier verschiedenen Projekten die Gelegenheit, drei Geschäftsfelder des Lufthansa-Konzerns näher kennenzulernen. Da mich als Ingenieur ein großes Interesse für technische Fragestellungen motiviert, startete ich mit der Entwicklung eines Früherkennungssystems für die Fertigungslinie von VIP-Flugzeugen bei Lufthansa Technik in Hamburg. Zu Beginn des Programms hätte ich noch nicht gedacht, mich nach meinem Studium zunächst mit einem Controlling-Thema zu beschäftigen, doch reizte mich die Chance, mein betriebswirtschaftliches Wissen in der Praxis zu vertiefen. Im zweiten Projekt entwickelte ich ein Konzept für die Pilotphase zur weltweiten Einführung eines neuen Ticketing-Systems der Lufthansa Airline. Hier lernte ich viel über den Vertrieb, die dahinterliegende Organisation und die technischen Systeme des Geschäftsbereichs. Bei einem Direkteinstieg hätte ich in so kurzer Zeit, nach einem Dreivierteljahr, wahrscheinlich noch keine derart breite Perspektive auf unterschiedliche Themen in einem internationalen Unternehmen bekommen können.

Auslandsprojekt in Bangkok und Anschlussposition als Vorstandsreferent

Das klare Highlight der gesamten Trainee-Zeit war mein Auslands-Projekteinsatz bei einer Servicegesellschaft der Lufthansa in der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Die Lufthansa Services Thailand Ltd. bietet mit ihren mehreren Hundert Mitarbeitern verschiedene Passagier- und Technik-Dienstleistungen nicht nur für die Airlines der Lufthansa Group sondern auch für andere internationale Fluglinien. In direkter Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer kümmerte ich mich um die Entwicklung eines Schichtplanungs- und Arbeitszeiterfassungs-Systems für das Unternehmen. Besonders lehrreich war die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern in einem für mich neuen kulturellen Umfeld. Durch die gelegentliche Begleitung der verschiedenen Mitarbeiterteams während ihrer Arbeit an Gate und Check-In vertiefte ich mein Wissen über die Passagier- und Flugbetriebsprozesse. Natürlich nutzte ich meine freie Zeit während des Projekts auch dafür, die Region und den asiatischen Kontinent besser kennenzulernen und meinen Reisepass um einige Stempel voller zu machen. Da mich der operative Betrieb einer Airline während der bisherigen Trainee-Zeit am meisten faszinierte, entschloss ich mich, in meinem vierten Projekt den hemdsärmeligen Themen treu zu bleiben. Bei der Lufthansa Technik Maintenance International GmbH war ich in Frankfurt damit zum Abschluss meiner Trainee-Zeit für einige Monate mit dem Wartungsgeschäft der Lufthansa beschäftigt.

Nach gut eineinhalb Jahren als Trainee reifte in mir mit Beginn des vierten Projekts der Wunsch, im Rahmen einer festen Position für längere Zeit an einer Stelle bleiben zu können. Genau in der Zeit kam die Personalentwicklung während der Suche nach einem Nachfolger für den Referenten des Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa Cargo AG auf mich zu. Nach mehreren Interviews, unter anderem auch mit dem Vorstand, konnte ich somit im Anschluss meiner Trainee-Zeit die seltene Gelegenheit nutzen, Unternehmensführung aus einer sehr exklusiven Perspektive kennenzulernen. Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden wechselte ich durch seine Ernennung zum Mitglied des Konzernvorstands zur Lufthansa Passage, in der ich nach gut drei Jahren als Vorstandsreferent inzwischen meiner Anschlussposition nachgehe. Dabei bin ich für den Aufbau eines weltweiten Prozessmanagement-Systems für die Bodenprozesse der Lufthansa Airline zuständig – für mich ein idealer Karrierestart.

Individualität und Gestaltungsfreiheit gepaart mit persönlichen Einsatz

Im Rückblick auf das Trainee-Programm schätze ich besonders die vielfältigen und breiten Einblicke, die ich in einem Weltkonzern sammeln konnte. Während des Programms hatte ich es weitgehend selbst in der Hand, wie intensiv ich mich einbringe und es mitgestalte. Durch den guten Ruf des Trainee-Programms innerhalb des Unternehmens erhielt ich schon als Uni-Absolvent zu Beginn meines Berufslebens einmalige Chancen, mein Wissen und meine Erfahrungen zu erweitern, die sicherlich auch über die Unternehmensgrenzen hinaus für meine weitere Berufslaufbahn prägend sein werden. Ich bin nach wie vor gespannt, wie es weitergehen wird.

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