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Die Vielfalt des Arbeitsrechts

Jura Justizia Recht (Quelle: freeimages.com, dunkst3r)

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Der Blick über den juristischen Tellerrand hinein in die Welt der Unternehmensführung – das war die die Herausforderung, wegen der sich Tina für das GSP Programm der Bosch Rexroth AG entschieden hat. Inhaltlich sind das Trainee-Programm und die Aufgaben des Arbeitsrechtsreferenten vielfältig.

Art der Beschäftigung:

Fachreferentin Arbeitsrecht und Personalgrundsatzfragen bei Bosch Rexroth

Zeitraum und Ort:

seit Januar 2014 in Lohr am Main

Schon im Studium vom Arbeitsrecht begeistert

Schon in meinem Studium habe ich an wirtschafts- und arbeitsrechtlichen Fragen Gefallen gefunden und neben juristischen auch immer wieder wirtschaftswissenschaftliche Vorlesungen besucht. Diese Schnittstellenthematik zwischen Recht und Wirtschaft, die mich im Studium so reizte, habe ich anschließend in meiner Referendariatszeit immer wieder gesucht: So konnte ich einen Teil meiner Verwaltungsstation bei der Gewerbeaufsicht verbringen. Während der Rechtsberatungsstation arbeitete ich erst bei einer Fachkanzlei für Sozialwirtschaft und anschließend in einer Wirtschaftskanzlei in Barcelona, die auf die Beratung deutscher Firmen in Spanien spezialisiert war.

In der Wahlstation beim Arbeitgeberverband Südwestmetall – die ich im Übrigen uneingeschränkt für Arbeitsrechtler empfehlen kann - kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit Personalleitungen und Syndikusanwälten mittelständischer und großer Unternehmen der Metallindustrie. Deren Aufgaben, die Verknüpfung von rechtlichen Erörterungen mit unternehmens- und personalpolitischen Überlegungen, wurden zu meinem neuen Wunsch-Berufsfeld.

Das Trainee-Programm als perfekter Einstieg ins Unternehmen

Als ich dann die Stellenanzeige der Bosch Rexroth AG las, stolperte ich zum ersten Mal über das Wort "Trainee". Uns Juristen ist diese Einstiegsmöglichkeit in das Berufsleben ja eher unbekannt, aber von Freunden aus den Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften lernte ich schnell, dass sich dahinter ein echtes Karrieresprungbrett verbirgt: Ein bis zu zwei Jahre andauerndes Programm, in dem man das Unternehmen in verschiedensten Facetten und Standorten kennenlernen und Kontakte knüpfen kann - Auslandserfahrung inklusive.

Wer jetzt Sorge hat, als Trainee weiterhin "nur" in der Rolle des lernenden Referendars oder Praktikanten zu sein, dem sei an dieser Stelle versichert, dass Trainees als vollwertige Mitarbeiter eingesetzt werden, mit vollkommen eigenem Verantwortungs- und Entscheidungsbereich.

Ich arbeitete in der Abteilung für Personalgrundsatzfragen und Arbeitsrecht in der Zentrale des weltweit tätigen Unternehmens in Lohr am Main. Bereits nach sechs Wochen übernahm ich in Elternzeitvertretung die Rolle des Arbeitsrechtsreferenten, die ich auch jetzt nach Abschluss des Trainee-Programms ausfüllen werde.

Den Vorstand in arbeitsrechtlichen Fragen beraten

Meine Aufgabe besteht zunächst aus der umfassenden arbeitsrechtlichen Beratung von Personalleitungen, HR-Business-Partnern und Vorstand. Der Schwerpunkt liegt hier in der kollektivrechtlichen Beratung. Dazu gehören die Prüfung von Mitbestimmungsrechten, die Auslegung von Betriebsvereinbarungen und Tarifverträgen sowie die Unterstützung in Verhandlungen mit den Betriebsratsgremien.

Diese Themen spielen sich dann nicht nur auf rechtlicher Ebene ab, sondern man muss sich auch inhaltlich mit den für den Arbeitsalltag in einem Großunternehmen maßgeblichen Fragen beschäftigen, wie zum Beispiel Schichtmodelle, Kostenflexibilität oder Gesundheitsschutz. Spannend für mich als Juristin ist es, mit Ingenieuren, Personalern und Betriebswirten zusammenzuarbeiten. Zudem hat man als Trainee die Möglichkeit, durch die verschiedenen Stationen auch die operative Arbeit vor Ort kennenzulernen.

Restrukturierungen und M&A-Projekte begleiten

Ebenfalls zu den Aufgaben eines Arbeitsrechtsreferenten gehört die Begleitung von Restrukturierungsmaßnahmen und M&A-Projekten. Für Juristen bietet sich in diesem Rahmen die spannende Gelegenheit, Vereinbarungen zum Interessensausgleich und Sozialpläne zu entwerfen sowie die Verhandlungen vor Ort zu begleiten. Sind dabei Mitarbeiter in anderen Ländern betroffen, beschäftigt man sich auch mit nationalen Besonderheiten und Ausprägungen des Arbeitsrechtes. Erfreulicherweise konnte Bosch Rexroth Personalanpassungsfragen immer allein durch sozialverträgliche, freiwillige Maßnahmen lösen.

Neben den rechtlichen Aspekten muss auch geprüft werden, ob die gefundene Lösung in die Unternehmenskultur passt. Ein einfaches "Rechthaben" aus Arbeitgebersicht genügt eben nicht immer, gerade auch vor dem Hintergrund der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretungen.

Inhaltlich sind das Trainee-Programm und die Aufgaben eines Arbeitsrechtsreferenten unglaublich vielfältig. Als wichtiger Teil dieser Schnittstelle zwischen Jura, Wirtschaft und Maschinenbau lerne ich jeden Tag etwas Neues. 

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