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Marketing am Hamburger Hafen (1.Teil)

Hamburg Flagge (Quelle: freeimages.com, bono-c)

Quelle: freeimages.com, bono-c

Ein Büro mit Blick auf den Hamburger Hafen – das hat nicht jeder Trainee. Zwischen Landungsbrücken und Speicherstadt startet Julian in sein Trainee-Programm bei Gruner + Jahr. Und übernimmt gleich eine Vertretung im Marketing der Zeitschrift 'stern'.

Bereits bei der Ankunft zum zweitägigen Assessment Center begeisterte mich mein zukünftiger Arbeitsplatz: Das Gruner+Jahr-Pressehaus liegt direkt am Hamburger Hafen – zwischen Landungsbrücken und Speicherstadt.

Ich hatte ein wenig die Befürchtung, dass Lage und Ausblick schnell zur Gewohnheit werden, aber das ist nicht so. Außerdem zähle ich zu den Glücklichen, deren Büro die neue Elbphilharmonie, das Musical "König der Löwen", die Docks und Hafenkräne überblicken. Besonders spannend sind auch regelmäßige Hafenbesuche "großer Pötte" wie der Queen Mary 2 oder verschiedener Containerschiffe, die man bequem vom Schreibtisch aus beobachten kann.

Vier Wochen, nachdem ich das Traineeprogramm bei Gruner+Jahr in Hamburg angetreten hatte, wurde ich als Vertretung für eine Kollegin im "stern"-Marketing regelrecht "ins kalte Wasser" geworfen. Dadurch änderte sich mein Arbeitsalltag sehr, der in den ersten vier Wochen noch maßgeblich von Zuhören, Kollegen kennenlernen und "Ankommen" geprägt war.

Nach einer Übergabephase von einer Woche übernahm ich für zwei Monate die Marketing-Projektleitung für die Titel "VIEW", "stern Gesund leben", "viva!" und "stern Fotografie". Während der Übergabe erklärte mir meine Kollegin, was mich in den kommenden acht Wochen erwarten würde.

Schnittstelle für eine Inserenten-Kampagne

Für das General-Interest-Magazin VIEW sollte ich im Auftrag der Anzeigenabteilung und zusammen mit zwei externen Agenturen eine B2B-Kampagne realisieren, die Mediaplaner und Marketing-Entscheider auf Unternehmensseite anspricht. Gewünscht waren zwei bis drei Anzeigenmotive, die in Fachmagazinen geschaltet werden sollten, sowie ein mehrstufiger Newsletter.

Ich hatte dabei eine Schnittstellenfunktion zwischen Anzeigenabteilung, Kreativagentur, Media-Agentur und der VIEW-Redaktion. Meine Aufgabe bestand darin, alle Informationen zu filtern und in die richtigen Bahnen zu lenken, natürlich immer mit Deadlines und Budget im Blick. Das Projekt erforderte Koordinations- und Moderationsgeschick, da oft kontroverse Meinungen und Perspektiven aufeinander prallten. Am Ende standen drei Motive, die in fünf Fachmagazinen geschaltet wurden und damit die erfolgreiche Realisierung des Auftrags.

Eine Leseprobe produzieren

Zur Bekanntheitssteigerung des stern-Ablegers "viva!", einem Magazin für Männer und Frauen ab 40, sollte eine Leseprobenbeilage produziert und der stern-Aboauflage beigelegt werden. Um dieses Vorhaben finanziell zu bewerten, sollte ich zunächst eine Kostenkalkulation anfertigen. Hierfür holte ich bei der Herstellung Angebote für verschiedene Umfänge, Formate sowie Papierstärken ein und erfragte Platzierungskosten und belegbare Ausgaben im Ad Management. Nachdem wir uns auf Basis der vorliegenden Zahlen für eine Version entschieden hatten, ging es an die Koordination mit der viva!-Redaktion und dem Vertrieb.

Schnell war geklärt, dass der Vertrieb eine ganze Seite für seine Abowerbung erhielt und die übrigen sieben Seiten redaktionell bespielt werden konnten.

Neben diesen Projekten habe ich unter anderem auch Anzeigenmotive abgestimmt, eine Werbetexterin gebrieft, Werbematerialien für den Einzelhandel konzipiert und Gegengeschäften akquiriert und abgewickelt.

Rückblickend empfand ich die Trainee-Station im "stern"-Marketing als spannend und hilfreich. Das sehr operative und gleichzeitig eigenverantwortliche Arbeiten half mir dabei, Prozesse und Verantwortlichkeiten zu verstehen. Gleichzeitig lernte ich viel über das Zusammenspiel zwischen Redaktion, Vermarktung, Vertrieb und Verlag und konnte erste Erfahrungen im Umgang mit Agenturen machen.
Innerhalb kürzester Zeit wurde ich in den Bann der "Anpack-Mentalität" gezogen. Das Unternehmen befindet sich im Wandel. Die Unternehmenskultur trägt zu einem ausgeprägten "Wir-Gefühl" bei und es wird Neuankömmlingen leicht gemacht, schnell Anschluss zu finden. Besonders die Lunch-Dates, die in den ersten Wochen fast täglich mit neuen Teilnehmern stattfinden, leisten hierzu einen großen Beitrag.

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