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Internationale HR-Generalistin mit Welpenschutz

High Five zwischen Business Leuten Teamwork ( © Robert Kneschke - Fotolia.com)

 © Robert Kneschke - Fotolia.com

Mit einem abgeschlossenen Psychologie-Studium in der Tasche bewarb sich e-fellow Franziska für ein Trainee-Programm im HR-Bereich. Das absolvierte sie dann bei ihrem frühreren Arbeitgeber, Evonik Industries. Darum merke: Praktika lohnen sich für den Berufseinstieg.

Für mich stand bereits gegen Ende meines Psychologiestudiums an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz fest, dass ich gerne ein Trainee-Programm im Bereich Human Resources (HR) machen wollte. Ein Direkteinstieg in die HR-Welt ist als Psychologin schwierig und meist nur in der Personalentwicklung möglich, doch ich wollte gerne alle Facetten der Personalarbeit kennenlernen und auch die betriebswirtschaftlichen Aspekte verstehen. Zudem reizte mich die Möglichkeit, international zu arbeiten, und mir gefiel die Vorstellung, bei meinem Berufseinstieg intensiv betreut und begleitet zu werden.

Als Psychologin in die Spezialchemie

Bei Evonik hatte ich bereits 2010 ein Praktikum in der Personal- und Organisationsentwicklung in Frankfurt absolviert und die angenehme Arbeitsatmosphäre und die Diversität des HR-Teams haben mich sehr beeindruckt. Leider sah ich keine Einstiegsmöglichkeiten für Absolventen im HR-Bereich, weshalb Evonik nicht auf meiner Liste potenzieller späterer Arbeitgeber stand.

Timing ist alles

Doch wie der Zufall es wollte, schrieb Evonik im Winter 2012 erstmals ein Human-Resources-Trainee-Programm aus – perfekt! Ein internationaler Konzern, der viele Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bietet und mir zudem aus meiner Praktikumszeit in bester Erinnerung geblieben war. Der Auswahlprozess verlief zügig. Kurze Zeit nach meiner Online-Bewerbung bekam ich den Link für diverse Online-Tests zugesandt, und wenige Wochen später fand ein halbtägiges Assessment-Center in der Zentrale von Evonik in Essen statt. Am Tag darauf erhielten alle zwölf geladenen Kandidaten ihr Feedback, und ich war eine von zwei Auserwählten, denen ein Vertrag angeboten wurde.

18 Monate Vagabundenleben

Im Mai 2013 war es dann so weit – mein Vagabundenleben begann! 18 Monate lang würde ich ab jetzt alle acht bis zwölf Wochen die Abteilung wechseln und in ganz unterschiedlichen HR-Funktionen arbeiten. Innerhalb meines ersten Jahres lernte ich vier Standorte kennen und arbeitete in fünf verschiedenen Abteilungen, u. a. im Recruiting Center, im HR Management und bei den HR Business Partnern. Ziel der jeweiligen Stationen war, mich sowohl in das Tagesgeschäft einzubinden, mir aber auch gleichzeitig eigenverantwortliche Aufgaben in Form von kleinen Projekten zu übertragen.

Neben meinen Abteilungseinsätzen nahm ich auch an diversen Seminaren teil (Arbeitsrecht, Präsentationstechniken usw.), durch welche ich mich off-the-Job zusätzlich weiterbilden konnte. Regelmäßige Treffen mit unserem Koordinationsteam stellten den reibungslosen Ablauf des Programms sicher und boten eine Plattform für alle möglichen Fragen und Nöte. Auch bekam ich einen erfahrenen Mentor zur Seite gestellt, der mir wichtige Einblicke in das Unternehmen ermöglichte und mich hinsichtlich meines zukünftigen Werdegangs beriet. Ich bekam also auch den Welpenschutz, den ich mir gewünscht hatte!

Segen und Fluch

Alle zwei bis drei Monate eine neue Station kennenzulernen ist spannend und herausfordernd und eine einmalige Chance, um ein ganzheitliches Verständnis des HR-Bereiches und der Unternehmensstrukturen zu erlangen. Allerdings ist man auch immer wieder "die Neue", muss sich jedes Mal neu einarbeiten und schafft es nicht immer, seine Projekte bis zum Ende zu begleiten. Auch gilt es, sich immer wieder eine neue Bleibe zu suchen und sich in der fremden Umgebung zurechtzufinden. Auf Dauer wäre das sicherlich ermüdend und unbefriedigend. Für 18 Monate allerdings überwiegen für mich klar die Vorteile des ständigen Wechsels. In kürzester Zeit konnte ich ein standort- und länderübergreifendes Netzwerk in alle erdenklichen Fachbereiche (und über diverse Hierarchieebenen hinweg) aufbauen, das mir zukünftig sicher hilfreich sein wird und mir einige neue Freunde bescherte. Zudem hatte ich die Chance, in vielen verschiedenen Teams und unter diversen Vorgesetzten zu arbeiten, was eine sehr spannende und lehrreiche Erfahrung war. Die Beurteilungsgespräche nach jeder Station haben mich mit sehr hilfreichem und stets wertschätzendem Feedback versorgt, das mich sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht hat.

Das Highlight zum Schluss

In jedem Trainee-Programm bei Evonik ist auch eine Auslandsstation inbegriffen. Für mich bedeutete das im Rahmen meiner sechsten Station: Parsippany, New Jersey (USA). Ein perfekter Abschluss für mein Trainee-Programm! Eine andere (Arbeits-)Kultur kennenzulernen ist eine tolle Erfahrung und wird mir in meinem zukünftigen Berufsleben sicherlich von Nutzen sein. Wie es nach meinem Sommer in den USA weitergeht, ist gerade in Planung. Mal sehen, wo es mich letztendlich hinverschlägt…

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