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Einstieg im Trainee-Programm - mehr als kaltes Wasser (Teil 1)

Quelle: freeimages.com, Autor: OmirOnia

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Alumnus Eduard Bauer ist nach der Uni ganz strukturiert an seine Jobsuche herangegangen. So entdeckte er schnell das GTO-Trainee-Programm der Deutschen Bank. Als Früheinsteiger hatte er seine erste Rotations-Station schon hinter sich, bevor er die anderen Trainees in London kennenlernte.

Nach meinem Abi, das wie für einen Jungen typisch durch die Leistungskurse Mathe und Physik geprägt war, ging es für mich nach Paderborn zum Informatik-Studium. Diesen Plan hatte ich schon seit der 8. Klasse durch die ersten Kontakte mit der Programmiersprache Java in einer AG. Der Gedanke, bei einer Bank zu arbeiten war damals noch lange nicht gedacht. Im Studium hab ich mich dann vor allem für die Software-Entwicklung interessiert – und durch mein Nebenfach auch ein wenig über BWL erfahren.

Herausforderung im Entwicklungsprojekt

Im Studium wurde es immer dann herausfordernd, wenn mehrere Studenten an dem gleichen Entwicklungsprojekt gearbeitet haben. Schließlich ist es schwerer, aber auch unterhaltsamer, zusammen mit anderen ein Ziel zu formulieren und zu verfolgen, als alleine im stillen Kämmerlein für eine theoretische Informatikklausur zu lernen. Ich selbst habe während des Studiums an zwei großen Projekten teilgenommen: an einem mit einer Dauer von einem halben Jahr und sieben weiteren Studenten und an einem anderen mit einer Dauer von einem Jahr, an dem neben mir zwölf Mitstreiter arbeiteten.

Das Ergebnis war zum einen eine Modellierungsumgebung für den Automotive-Bereich und zum anderen ein Prototyp des künftigen Internets, das einen informationszentrischen Ansatz verfolgt (netinf.org). Mein Studium schloss ich dann mit einer Master-Arbeit bei der IBM Research Zurich ab.

Wohin nach dem Studium?

Nach dem Studium stellte sich für mich die Frage, wie es nun weitergeht. Bei IBM Research hatte ich festgestellt, dass eine Promotion für mich zu wenig Interaktion mit anderen zur Folge hätte. Daher entschied ich mich, die Uni zu verlassen und in die freie Marktwirtschaft zu wechseln. Ich habe vor allem nach Einstiegs- oder Trainee-Programmen gesucht, um das breite Uniwissen rund um Software-Entwicklung innerhalb eines Unternehmens zu vertiefen und strukturiert in die Arbeitswelt zu starten.

Blieb also noch die Frage, welcher Industriezweig und welches Unternehmen? Weil ich zuvor ein Praktikum bei einem Softwarehersteller für Finanzdienstleistungen gemacht hatte, richtete ich mein Augenmerk auf die Finanzindustrie. An diesem Punkt kam ich an der Deutschen Bank und ihrem Trainee-Programm nicht mehr vorbei.

Das GTO-Trainee-Programm

Geworben wurde bei der Deutschen Bank mit dem Group Technology & Operations (GTO) Trainee-Programm. GTO ist bei der Deutschen Bank eine Abteilung, die verschiedene Infrastrukturfunktionen in der Bank umfasst – unter anderem die IT. Das Programm sollte aus mehreren Rotationen bestehen, in denen man verschiedene Abteilungen und Aufgaben rund um die IT in der Bank kennenlernt. Außerdem wurde ein sechswöchiger Aufenthalt in London versprochen, bei dem wir in den Konzern eingeführt werden und die anderen Trainees kennenlernen.

Frühstart ins Trainee-Programm

Nach einer Bewerbung und zwei Auswahlrunden, bestehend aus drei Vorstellungsgesprächen, wurde mir ein Platz im GTO-Trainee-Programm angeboten. Die Chance ließ ich mir nicht entgehen. Nun war ich also an Bord der Deutschen Bank in der GTO-Abteilung, die neben mir weltweit 30.000 andere Mitarbeiter umfasst. Da das offizielle GTO-Trainee-Programm mit dem London-Aufenthalt im September startet, ich jedoch im April anfangen wollte, wurde ich zum Early Starter. Dadurch habe ich bereits vor dem offiziellen Start eine Rotation hinter mir.

Rotation – die Erste!

In der ersten Rotation wurde ich vom ersten Tag an in das Tagesgeschäft eingebunden und mit spannenden und verantwortungsvollen Aufgaben konfrontiert. Ein älterer Trainee sagte über meinen damaligen Chef: "Er schmeißt die Leute nicht in kaltes Wasser, sondern auf gefrorenes Eis." Doch diese Herausforderungen und die kleinen Erfolge waren mehr als befriedigend.

Ganz konkret war ich "Application Owner" und musste eine laufende Anwendung betreuen. Meine erste Aufgabe war, ein Release dieser Anwendung zu managen, inklusive Absprache des Scopes mit unseren internen Kunden, der Beauftragung der Analysten, Programmierer und Tester. Dieser Kickstart hat mich ein ganzes Stück weitergebracht. Und das Gute dabei war, dass man nie allein war, sondern sich immer in einem größeren Team befand.

Globale Einführung in London

Nach fünf Monaten in der ersten Rotation ging es Anfang September nach London zum eigentlichen Start des Trainee-Programms: Sechs Wochen bestehend aus Business Speaker Series, Class Room Training, Networking-Veranstaltungen und einer Menge abwechslungsreicher Wochenenden mit den anderen Trainees.

Eröffnet wurde das Programm im London Hilton on Park Lane mit einer Rede des Vorstandsmitglieds Dr. Hugo Bänziger (Chief Risk Officer). Ich hatte das Glück, an einem Tisch in der ersten Reihe zu sitzen und ihn hautnah zu erleben – eine erstaunliche Persönlichkeit! Neben Hugo Bänziger war auch Vorstandsmitglied Hermann-Josef Lamberti (Chief Operating Officer) ein absolutes Business Speaker Highlight in London. Als Verantwortlicher unter anderem für den GTO-Bereich war Hermann-Josef Lamberti sehr aufgeschlossen und ehrlich und motivierte uns, für die Deutsche Bank zu arbeiten.

Beim Class Room Training haben wir die Finanzprodukte der Deutschen Bank kennengelernt (für mich als Informatiker mit dem Nebenfach BWL übrigens sehr hilfreich). Außerdem ging es um Projekt-Management-Techniken und Soft Skills. Nebenbei haben wir uns in den Aufbau der Deutschen Bank hineingefuchst – eines der komplexeren Gebiete.

250 Trainees aus aller Welt

In den Pausen hatte ich dann Gelegenheit, die knapp über 250 anderen Trainees aus aller Welt kennenzulernen. Zwei zusätzliche Networking Events, veranstaltet von der Deutschen Bank, rundeten das Kennenlernen ab: Einmal waren wir in einer Bar mit einem professionellen Networking-Trainer, der auf unterhaltsame Art und Weise das Netzwerken erklärte. Das andere Mal ging es in die Namco Station in London – eine Halle bestückt mit Billard- und Airhockey-Tischen, Dart-Scheiben, Bowling-Bahnen und vielem mehr. Ein Highlight hier war der Autoscooter, bei dem man seine Kollegen auf eine etwas andere Art kennenlernte. An den Wochenenden unternahmen wir Ausflüge zusammen – ganz casual und ohne Anzug und Krawatte.

Die Unterkünfte ließen sich übrigens auch durchaus sehen – mitten in London an der London Bridge waren die meisten Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichbar.

Rotation – die Zweite!

Zurück aus London – ausgestattet mit theoretischem Wissen zur Bank und zur Projektabwicklung – habe ich vor drei Wochen meine neue Rotation in der Professional Service Unit begonnen. Dies ist eine Abteilung in GTO, die viele Projektleiter, funktionale Analysten und technischen Spezialisten umfasst und diesen die laufenden Projekten zuweist. Ich bin gleich am ersten Tag im Project Management Office (PMO) für das Projekt "Tax Program 2011/2012" eingesetzt worden.

Das PMO für ein Projekt ist ein Team, das den Projekt- oder Programmleiter unterstützt und entlastet. Für mich hieß dies in den ersten drei Wochen vor allem administrative Tätigkeiten ausführen (Statusreports erstellen, Projektplan aktualisieren, Budgetzahlen abgleichen, Zeitnachweise kontrollieren, und so weiter), aber auch die Jahresplanung 2012 aktiv zu begleiten.

Im Projekt selbst geht es um die Weiterentwicklung eines Systems zur Berechnung und Abführung der Kapitalertragsteuer, die in Deutschland 2009 eingeführt wurde. Hier hat sich der Gesetzgeber in puncto Steuern meiner Meinung nach wieder mal selbst übertroffen. Obwohl es im groben relativ einfach klingt, gibt es viele Details, Sonderregelungen und Ausnahmen, die das Thema und die Einarbeitung mehr als kompliziert machen.

Was folgt:

In den nächsten Wochen werde ich meine Eindrücke aus der ersten Rotation in der Bank näher beschreiben und dabei speziell auf meine Erwartungen an das Trainee-Programm und den Mythos Bank eingehen, wie sich die Realität darstellte und wo es Brüche zwischen Erwartung und Erfahrung gab. In einem weiteren Tagebuch-Beitrag beschreibe ich dann meine zweite Rotation ein wenig näher. Da zurzeit fast die ganze Bank über Innovationen spricht, werde ich auch ein wenig auf Innovation in der IT-Abteilung der Deutschen Bank eingehen.

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