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Logistik auf türkische Art (3. Teil)

Quelle: Kathrin Oesterle

Kaum sind die ersten Schritte für eine optimierte Beschaffungslogistik gemacht, da neigt sich Kathrins Türkei-Station bei Bosch auch schon dem Ende zu. Wie gut, dass sie die wichtigsten Dinge noch erledigt hat: ein Frühstück am Bosporus zum Beispiel.

Ich hatte vielen Freunden erzählt, dass ich in der Türkei in der Nähe von Istanbul bin. Als sich immer mehr Freunde ankündigten, fragte ich mich, ob ich zu viel Werbung gemacht hätte. Doch zum Glück ließen sich bisher alle Besuche unterbringen. Und so wurde ich allmählich zum Istanbul-Experten, da ich mich dort an den Wochenenden sehr oft mit meinen Freunden aus Deutschland traf.

Wochenendziel Istanbul

Istanbul ist eine spannende Mischung aus Westen und Osten: Tagsüber wird man von den regelmäßigen Rufen der Muezzine der unzähligen Moscheen begleitet; abends kann man hier feiern wie in anderen europäischen Großstädten und von einer Bar mit Livemusik zur nächsten ziehen.

Mit Bosch in der Türkei [Quelle: Kathrin Österle]

Zudem begeistert es mich, dass man durch die Meerenge des Bosporus und das goldene Horn mitten in der Stadt und doch direkt am Wasser ist. An einem der Wochenenden frühstückten wir direkt am Ufer mit Blick auf die asiatische Seite und die vorbeifahrenden Schiffe. Natürlich stehen auch die großen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Besonders beeindruckt mich die Hagia Sophia: Gebaut als eine der wichtigsten Kirchen des byzantinischen Reiches, später zur Moschee umfunktioniert und seit Atatürk als Museum genutzt, zeigt sie die vielfältige Vergangenheit der Stadt.

Außer in Istanbul bin ich natürlich auch in Bursa, meiner momentanen Heimatstadt, unterwegs. Und an einem Wochenende fuhr ich mit türkischen Freunden nach Eskisehir, einer wirklich hübschen Studentenstadt mit vielen öffentlichen Parks, 150 Kilometer von Bursa entfernt. Wir verbrachten die zwei Tage bei der Familie einer Freundin. So konnte ich ein weiteres Mal die türkische Gastfreundschaft erleben und unglaublich viele leckere, selbst gekochte Spezialitäten probieren.

Herausforderung Beschaffungslogistik

Bei der Arbeit in der Beschaffungslogistik werde ich langsam zur SAP-Expertin: Mein Lösungsansatz, um die bislang immer noch sehr kurzfristigen Umplanungen zu reduzieren, ist es, früher zu erkennen, wenn die bestellten Teile nicht rechtzeitig von unseren Zulieferern losgeschickt werden. Dafür gibt es bei einem großen Unternehmen wie Bosch natürlich Systeme und Kennzahlen. Aber die können nur helfen, wenn die Systeme richtig eingeführt und die Kennzahlen damit korrekt erhoben werden. Dann kann man auf einen Blick erkennen, welche Zulieferer oder Teile uns Probleme bereiten. So dringe ich tief in die SAP-Logik der Kennzahlen ein, telefoniere mit Experten, fasse die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und schule meine Kollegen. Die ersten Schritte in Richtung größere Transparenz und weniger Umplanung sind also geschafft.

Ein weiterer Ansatz gegen Last-Minute-Aktionen ist Erfahrung und Wissen. Unsere Gruppe ist eine bunte Mischung aus jungen Kollegen, die noch nicht lange in diesem Bereich arbeiten, und sehr erfahrenen Kollegen. Ich bin davon überzeugt, dass der Erfahrungsaustausch nur optimal funktioniert, wenn aus einer Gruppe ein Team wird. Also schlug ich dem Abteilungsleiter vor, einen Teamworkshop zu machen. Und wenige Wochen später befanden wir uns in einem Hotel direkt am Meer, um uns abseits des Tagesgeschäftes auszutauschen, besser kennenzulernen, Verbesserungsvorschläge zu besprechen, als Team zusammenzuwachsen und einfach gemeinsam Spaß zu haben.

Nächster Halt: Controlling ...

Mit Bosch in der Türkei [Quelle: Kathrin Österle]

Leider neigt sich mein Türkei-Aufenthalt bereits dem Ende zu. Gerne würde ich die Entwicklung der Gruppe weiter begleiten, aber auf mich wartet schon die nächste Station im Trainee-Programm: die Zentralabteilung für Controlling. Dort laufen alle Zahlen des Konzerns zusammen als Grundlage für strategische Entscheidungen. Ich bin gespannt auf diesen Perspektivwechsel - sowohl von der Logistik ins Controlling, als auch vom Werk in die Zentrale.

... mit einem Stück Türkei im Gepäck

Ich werde dieses spannende Land und die Herzlichkeit der Menschen vermissen. Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder die Möglichkeit, hier zu arbeiten. Schließlich ist Bosch ein internationaler Konzern mit vielen Möglichkeiten. Und für die nahe Zukunft ist die türkische Kaffeemaschine im Gepäck - ein kleines Stück Türkei kann ich also mitnehmen.

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