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Logistik auf türkische Art (1. Teil)

Türkischer Kaffee [Quelle: Kathrin Oesterle]

Quelle: Kathrin Oesterle

Ein Bosch-Werk mit Palmen und Granatäpfelbäumen - über mangelndes Flair kann sich Logistik-Trainee Kathrin bei ihrer Auslandsstation in der türkischen Stadt Bursa nicht beschweren. Noch hapert es mit den Sprachkenntnissen, doch mithilfe der Kollegen und etwas Cay-Tee ist der Kontakt mit den Einheimischen auch kein Problem.

Vor rund einem Jahr stieg ich in das Junior Managers Program bei Bosch in der Logistik ein. Ich startete in der Logistik-Abteilung des Werks in Bamberg. Es folgten Stationen im Controlling sowie in der Geschäftsbereichslogistik, in der übergreifende Logistikstrategien entwickelt werden. Als nächstes sollte es nun wieder zurück ins Werk gehen - diesmal allerdings in der Türkei.

Zwischen Meer und Bergen

Schon der Weg in meine neue Heimat auf Zeit gefiel mir gut: Nachdem ich in Istanbul gelandet war, ging es mit dem Taxi zur Fähre. Nach der Fährfahrt und einigen Kilometern im chaotischen türkischen Verkehr erreichte ich Bursa. Dies ist die viertgrößte Stadt der Türkei und liegt genau zwischen Meer und Bergen. Im Winter kann man hier sogar Skifahren.

Der folgende Tag war bereits mein erster Arbeitstag, und ich betrat zum ersten Mal ein Bosch-Werk mit Palmen und Granatapfelbäumen auf dem Gelände. Bosch produziert schon seit Langem in der Türkei und hat hier eines der größten Werke. Ich arbeite in der Beschaffungslogistik, das heißt, alles rund um den Materialfluss vom Lieferanten zum Werk wird hier geplant, gesteuert und optimiert.

Nicht ohne meine Übersetzungs-App

Meine Aufgaben liegen in der Prozessverbesserung. Das gibt mir eine super Möglichkeit, die Aufgaben der Beschaffungslogistik genau unter die Lupe zu nehmen, die Abläufe und Prozesse im Detail zu verstehen und einen guten Überblick über diesen Bereich der Logistik zu bekommen. Zudem lerne ich die neuen Kollegen durch die vielen Gespräche besser kennen.

In meiner neuen Abteilung wurde ich sehr herzlich aufgenommen. Viele meiner Kollegen sprechen sogar gut Deutsch und Englisch, was mir den Einstieg erheblich erleichtert. Trotzdem möchte ich mein Türkisch weiter ausbauen, nachdem ich die ersten Unterrichtsstunden bereits in Deutschland hatte. Denn besonders im Alltag sind grundlegende Sprachkenntnisse hilfreich. Im Moment bin ich viel am Gestikulieren und noch sehr abhängig von meiner Übersetzungs-App, wenn ich etwas einkaufe.

Und morgens weckt der Muezzin

Quelle: Bosch

Meine Freizeit nutze ich, um dieses spannende Land, in dem man schon mal vom Muezzin-Ruf geweckt wird, besser kennenzulernen. So habe ich an den Wochenenden Zeit, über Basare zu schlendern und mir Moscheen anzusehen. Da Bursa die Hauptstadt des osmanischen Reiches war, gibt es wirklich beeindruckende Bauten. Bei diesen Entdeckungstouren erlebe ich immer wieder die große Gastfreundschaft der Türken. Letztes Wochenende kam ich in der Stadt mit einem älteren Mann ins Gespräch, der uns spontan zu einem traditionellen Teehaus führte, dort zum Cay-Tee einlud und sich viel Zeit nahm, uns von der Geschichte Bursas zu erzählen. Diese Spontaneität und Offenheit haben mich sehr beeindruckt.

Kaffeetrinken mit Integrationseffekt

Außerdem treffe ich mich in meiner Freizeit mit meinen Kollegen. Da man in der Türkei oft etwas in größeren Gruppen unternimmt, wird man auch als Neuankömmling schnell integriert. So lernte ich gleich in der ersten Woche beim Kaffeetrinken in einem der vielen großen Einkaufszentren nicht nur die Kollegen, sondern auch gleich deren Freunde kennen.

Wenn ich mich so zwischen Basaren und Einkaufszentren bewege, stelle ich immer wieder fest, dass sich in der Türkei Tradition und Moderne nicht zu widersprechen scheinen. Ich bin sehr gespannt, was ich in den nächsten Monaten entdecken werde.

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