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Ein IT-Projekt am anderen Ende der Welt (2. Teil)

Festplatte Informatik Zahlencode blau [Quelle: Fotolia, Autor: Pierre brillot]

© Pierre brillot - Fotolia.com

32 Grad Celsius, extreme Luftfeuchtigkeit – nein, IT-Trainee Jan ist nicht in Urlaub, sondern übernimmt ein neues Projekt in Singapur. Er erweitert die IT-Systeme für eine Kooperation mit einem Partnerunternehmen. In seiner Freizeit erkundet er die Food Courts der Stadt und übt sich im Waveboarding.

Angefangen hatte alles mit dem Ziel, als IT-Trainee Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Bei einem Mittagessen mit dem CIO (Chief Information Officer) der Allianz Deutschland AG sprachen ihn meine Trainee-Kollegen und ich darauf an und schon nach zwei Wochen standen die Zielländer fest. Nun hieß es, die Aufgabenfelder und Zeiträume für die Auslandseinsätze zu vereinbaren und zu definieren.

Mein Ziel war Singapur und meine Kontakte waren der CIO und COO (Chief Operating Officer) der Region Asien. Zusammen fanden wir schnell ein Projekt für mich: Für eine Kooperation mit einem Partnerunternehmen mussten die IT-Systeme integriert und erweitert werden. Die Aufgabe war dringend und beinhaltete zudem die Koordination der 16 Allianz Landesgesellschaften in der Region. Ich freute mich auf eine fordernde und spannende Zeit!

Eine lange Reise und erste Eindrücke

Ende September, drei Monate nach dem ersten Gespräch, ging es endlich los. Ab zum Flughafen und rein in die Maschine, vorbereitet auf mehr als 24 Stunden Reisezeit und voller Vorfreude auf einen mir völlig unbekannten Teil der (Allianz-) Welt.

Der erste Zwischenstopp war Dubai, wo mich die Hitze fast umhaute, da ich von der Klimaanlage im Flieger noch halb tiefgefroren war. In Singapur angekommen lief alles wie geschmiert - die Einreise war kein Problem und auch das Taxi stand am Flughafen für mich bereit. Bei den 50 Metern zum Auto fühlte ich zum ersten Mal die extreme Luftfeuchtigkeit, die bis zu 90 Prozent betrug, kombiniert mit ungefähr 32 Grad Celsius. Das Taxi brachte mich nach Geylang, nordöstlich des Stadtkerns gelegen, wo ein schön eingerichtetes Appartement auf mich wartete.  Ich war sehr froh, nicht zwei Monate lang in einem Hotelzimmer wohnen zu müssen.
Mein Appartment
  Mein Appartment

Die ersten Arbeitstage waren geprägt von Gesprächen, in denen ich die Kollegen kennenlernte, von Behördengängen für meine Arbeitserlaubnis und der Einarbeitung in die lokalen Prozesse. Meine Kollegen halfen mir wo es ging. Super war zudem, dass ich sehr schnell Anschluss fand, sodass sich mein Netzwerk bald weit über die Grenzen der IT-Abteilung hinweg ausbreitete.

Das Leben am anderen Ende der Welt

Vom ersten Tag an erkundete ich mit meinen Kollegen in der Mittagspause die Food Courts in der Umgebung des Büros, denn eine eigene Kantine gibt es in Singapur üblicherweise nicht. Die Food Courts beziehungsweise Hawker Center – letztere sind weniger schick und häufig in den Wohngegenden zu finden –  sind eine Ansammlung von kleinen Garküchen. Sie bieten Gerichte aus verschiedensten Regionen, zum Beispiel Chinesisch, Indisch, Indonesisch, Japanisch, Koreanisch oder Thailändisch und haben einen gemeinsamen großen Essbereich.

Frühstück auf singapurisch

Völlig überrascht war ich von der Sicherheit in Singapur. Mit dem Smartphone einen der begehrten Mittagstische zu reservieren, indem man dieses auf einem freien Tisch hinterließ, war offenbar wenig bedenklich und Gang und Gäbe.

Gut gestärkt für einen langen Nachmittag ging es dannwieder zurück ins Büro. Die Arbeitszeiten sind deutlich länger als in Deutschland. Das Gebäude, in dem auch die Allianz ihre Büros hat, füllt sich selten vor neun Uhr morgens, aber dafür gehen die Mitarbeiter üblicherweise auch nicht vor 20 Uhr wieder heim.

Frühstück auf singapurisch  

Trotz langer Arbeitstage sind die Kollegen alle hochmotiviert und unternehmen regelmäßig etwas nach der Arbeit, wie zum Beispiel gemeinsames Joggen entlang der Promenade Richtung Clarke Quay.

Die Arbeitskultur und ein anderes Verständnis

In Singapur herrschen nicht nur andere Klimaverhältnisse, die Tage sind länger und das Essen vielseitiger als in Deutschland, sondern das gesamte Arbeitsumfeld folgt anderen Regeln. Es stehen beispielsweise deutlich weniger Urlaubstage im Jahr zur Verfügung und die Anzahl der bezahlten Krankheitstage ist begrenzt.

Diese Tage werden gedanklich seitens der Mitarbeiter zu einem Teil dem Urlaub hinzugerechnet. Nun könnte man denken: Ah, die machen einfach blau! Aber nein, ganz im Gegenteil: Das Verständnis der Mitarbeiter ist, dass man bei Krankheit Urlaub nimmt – man arbeitet ja eben auch nicht.

Auch das Verhalten im Arbeitsalltag ist in vielerlei Hinsicht verschieden. Das zeigt sich unter anderem daran, dass nicht alles ausgesprochen wird, was gedacht wird. Unterschiede rühren vor allem aber aus der Tatsache, dass Kollegen mit vielen unterschiedlichen Kulturen in einem Team zusammen arbeiten – in meinem Team: Araber, Chinesen, Inder, Malaien und mit mir auch ein Deutscher. Beeindruckend war für mich dabei das Bewusstsein für Unterschiede, das hohe Maß an Kooperation sowie Teamgeist und wie diese gelebt werden.

Ein Besprechungsraum im Singapurer Büro
  Ein Besprechungsbüro im Singapurer Raum
 
Blick über Singapur

Aufgabenvielfalt und Ausflüge

Mir machte viel Spaß, dass ich über meine breit gestreuten Kontakte nicht nur für die IT-Abteilung Aufgaben erfüllt habe, sondern auch für die Bereiche Communications, Finance/Audit und Human Resources. Parallel half ich den Kollegen in München in der Testphase für ein neues Business-Intelligence-Projekt.

Die Verbindung zur Heimat bestand also auch fachlich weiterhin, was ich zusammen mit dem bunten Mix aus Aufgaben sehr schätzte. Privat habe ich viel mit den Kollegen unternommen, denn wir hatten jede Woche gemeinsame Pläne.

Blick auf Singapur  

Singapur hat aber so viele interessante Ecken und Orte, dass ich es nicht einmal geschafft habe, allen Empfehlungen, die ich bereits von den Kollegen in Deutschland bekommen hatte, zu folgen. Privat habe ich viel mit den Kollegen unternommen, denn wir hatten jede Woche gemeinsame Pläne. Singapur hat aber so viele interessante Ecken und Orte, dass ich es nicht einmal geschafft habe, allen Empfehlungen, die ich bereits von den Kollegen in Deutschland bekommen hatte, zu folgen. Ein Schmankerl aus Sentosa Island: Waveboarding kann ich vom Spaßfaktor her auf jeden Fall empfehlen, aber es ist auch durchaus gefährlich.

Inzwischen ist mein Auslandsaufenthalt vorbei und meine nächste Station als IT-Trainee begann in München-Schwabing im Büro des CIO der Allianz-Gruppe.

Im ersten Teil seines Tagebuchs berichtete Jan vom Start seines Trainee-Programms.

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