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Beraterkunden sind mit McKinsey am zufriedensten

Gewinner des Hochschulrankings (Quelle: freeimages.com, Autor: hisks)

freeimages.com, hisks

Die Kunden werden unzufriedener mit den Unternehmensberatungen, allein McKinsey steigt im Ansehen und setzt sich damit an die Beliebtheits-Spitze - so das Ergebnis eines neuen Rankings. Im Kampf um Kunden und fähige Mitarbeiter lässt sich die Beratung einiges einfallen.

Die Beraterbranche hat nach zwei schwierigen Jahren wieder Boden gutgemacht - zumindest was die Umsätze betrifft. Nach wie vor hat die Branche mit großen Veränderungen zu kämpfen. Das zeigt nicht zuletzt eine Studie von Wirtschaftsprofessor Dietmar Fink im Auftrag von manager magazin, die die wichtigsten Managementberatungen Deutschlands nach Kundenzufriedenheit vergleicht. Dazu wurden 452 Führungskräfte von Großunternehmen befragt. Ein Punktesystem von 100 (sehr unzufrieden) bis 500 (sehr zufrieden) maß das Urteil der Beraterkunden.

Kunden insgesamt unzufriedener

Nur 57 Prozent der Kunden sind mit den Unternehmensberatungen zufrieden. Damit haben die Beratungen an Ansehen verloren. Grund dafür könnte sein, dass in Zeiten des Aufschwungs der Bedarf an Sanierung und Restrukturierung zurückgeht - Felder, in denen die Consultatns bisher am meisten glänzen konnten. Zudem bekommen sie zunehmend Konkurrenz von den Beratungssparten der Wirtschaftsprüfer. Gerade in Finanz- und Risikomanagement werden die vorderen vier Plätze von Wirtschaftsprüfern belegt, Spitzenreiter ist hier KPMG.

McKinsey liegt vorn

Die einzige Beratung, die ein Plus an Kundenzufriedenheit verzeichnen kann, ist McKinsey. Sie steht damit auf Platz eins vor Boston Consulting. Vor allem in den Feldern M&A-Strategie und Organisation/Führung finden die Kunden McKinsey am kompetentesten. Sie schätzen insbesondere Marktkenntnisse, Fachwissen und methodische Kenntnisse des neuen Spitzenreiters.

Trainingszentrum für die Kunden

Das Geschäftsmodell der klassischen Strategieberatung sei ausgereizt, meint Dietmar Fink. Weiterzuwachsen sei kaum möglich, weshalb die Beratungen mit neuen Geschäftsfeldern experimentieren. So zum Beispiel McKinsey mit seinem gerade eröffneten "Capability Center" in der Nähe des Münchner Flughafens. Hier sollen Klienten auf mehr als 1.000 Quadratmetern in realistischen Arbeitsumgebungen erleben, wie sie Verbesserungen im Unternehmen erreichen.

Lernen mit dem Internet-Wein-Shop

Anhand eines realen Online-Wein-Shops können die Kunden beispielsweise digitale Marketing-Strategien in der Praxis testen. Der Kunde spart sich somit den Umsetzungsberater, der sonst vor Ort das neue Konzept monatelang begleiten müsste. Und McKinsey bindet den Kunden stärker an sich, da das Trainingsangebot nicht auf das Top-Management beschränkt ist, sondern sich auch an niedrigere Hierarchiestufen wendet.

Drei Monate zur Persönlichkeitsbildung

Auch in Sachen Karrieremodelle schreitet McKinsey voran: Consultants sollen künftig "zur Typbildung" eine "Personal Time" nehmen können, eine Auszeit von drei Monaten - um Hobbys nachzugehen und auch außerhalb des Berateralltags ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

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