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Wachstumsstrategie für PackTec

Skyline Kran Sonne [Quelle: Fotolia.com, Autor: Kovalenko]

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Business Cases gelten als Kür im Case-Interview. In folgender Fallstudie können sich angehende Consultants an der Konzeption einer Wachstumsstrategie für einen international tätigen Verpackungsmaschinen-Hersteller versuchen.

Geschäftsmodellanalyse und Wachstumsstrategie für PackTec

PackTec ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Herstellung von Verpackungsmaschinen aller Art. Darüber hinaus stellt es Maschinen zur Herstellung von Arzneimitteln her. PackTec verfügt über weltweite Präsenz mit Fokus auf Europa und Nordamerika. Das Produktportfolio bewegt sich im oberen bis mittleren Technologie-Segment. In den letzten zwei Jahren hat PackTec einen Restrukturierungsprozess durchlaufen, in dem sechs unabhängige Firmen erfolgreich in den PackTec Konzern integriert wurden. Zudem wurde das Geschäft der einzelnen Firmen in drei Geschäftseinheiten konsolidiert:

  • Confectionary: Verpackungsmaschinen für Süßwaren
  • Personal Care: Verpackungsmaschinen für Hygieneartikel
  • Food: Prozess- und Verpackungsmaschinen für die Lebensmittelindustrie

Die Anzahl der Mitarbeiter wurde um ca. 20 Prozent reduziert. Insbesondere in den Bereichen Einkauf, Engineering, Service, Marketing und Sales konnten erhebliche Synergien ausgeschöpft werden. Die Sparmaßnahmen zeigen Wirkung, und die Profitabilität liegt bereits über den Erwartungen. Umsätze und Auftragseingänge liegen ebenfalls über Plan. Vor diesem Hintergrund wurdest du und dein Team vom Topmanagement des PackTec-Konzerns beauftragt, eine umfassende, weltweite Wachstumsstrategie für die kommenden Jahre zu erstellen. Die Konsolidierungsmaßnahmen sollen abgeschlossen werden, damit sich der gesamte Konzern auf das Erreichen der ambitionierten Wachstumsziele konzentrieren kann. Der Umsatz soll innerhalb der nächsten fünf Jahre von 460 Millionen Euro auf 900 Millionen Euro gesteigert werden.

Aufgabenstellung

Der erste Schritt der Erstellung der Wachstumsstrategie besteht in der Analyse des Geschäftsmodells von PackTec. Nur wenn das Geschäftsmodell den Anforderungen im Markt entspricht, kann eine derart umfassende Wachstumsstrategie erfolgreich durchgeführt werden. Deine Ausarbeitung kannst du mithilfe der folgenden Fragen strukturieren:

  1. Welche Elemente der Wertschöpfungskette deckt PackTec momentan ab?
  2. Welche Geschäftsmodelle lassen sich aus der Wertschöpfungskette ableiten?
  3. Über welche allgemeinen Vor- und Nachteile verfügen die verschiedenen Geschäftsmodelle?
  4. Welches Geschäftsmodell schlägst du vor und warum? Hier kann eine Analyse des Technologieportfolios des PackTec Konzerns weiterhelfen.
  5. Welche Auswirkungen hat eine eventuelle Anpassung des Geschäftsmodells?

    Nach der Analyse und einer eventuellen Anpassung des Geschäftsmodells kann die eigentliche Arbeit an der Wachstumsstrategie beginnen. Da diese in der Realität auf einer Vielzahl von Daten beruht (markt- und firmenseitig), wollen wir an dieser Stelle nicht ins Detail gehen. Dennoch solltest du grundlegende Ansätze anhand der folgenden Fragestellung diskutieren:

  6. Welche makroökonomischen Faktoren haben Einfluss auf die Wachstumsstrategie von PackTec? Gibt es regionale Unterschiede der Einflussfaktoren? Welche Länder und Regionen sind für PackTec daher besonders attraktiv?

Datengrundlage für den Analyseteil

In einer ersten Analysephase konntest du und dein Team grundlegende Daten über das Produktportfolio des PackTec-Konzerns sammeln. Diese Daten dienen als Grundlage für die Analyse des zukünftigen Geschäftsmodells.

Geschäftsmodell Wertschöpfungsschritt Verpackungstyp Umsatz (Mio. Euro) EBIT (Mio. Euro) Marktanteil
Confectionary Primärverpackung Riegel 12,4 -0,4 41,1%
Wicklung 3,2 0,3 0,5%
Beutel 4,1 0,8 36,9%
Standbeutel 4,2 0,2 0,6%
Professional Care Primärverpackung Tiegel 16,0 -0,2 23,8%
Dosen 6,2 0,3 27,5%
Sekundärverpackung Umkartons (PC) 19,0 -1,8 21,0%
Food Prozessmaschinen Zerkleinerer 6,9 -1,2 6,0%
Mixer 6,1 -0,8 8,4%
Abfüllanlagen 6,2 -1,2 12,0%
Primärverpackung Becher 42,8 6,2 24,0%
Flaschen 50,2 0,5 40,0%
Sekundärverpackung Umkartons (Food) 22,8 1,1 5,1%
Tertiärverpackung Folienverpackung 21,1 -1,5 0,5%
Palettierung 3,9 -0,3 0,5%

Bei den Verpackungsmaschinen unterscheidet man zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackungen. Die Primärverpackung kommt direkt mit dem Produkt in Berührung, z. B. Joghurtbecher, Chipstüten, Getränkedosen oder Tablettenblister. Bei der Sekundärverpackung handelt es sich um eine Umverpackung um die Primärverpackung, z. B. Kartonverpackungen und Schrumpffolien um Becher, Dosen, Flaschen, Tablettenblister. Tertiärverpackungen bilden schließlich den letzten Schritt und kommen beispielsweise bei der Bündelung mehrerer Kartons auf einer Palette zum Einsatz.

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